Karriere im Einzelhandel: Optimale Aufstiegschancen für Auszubildende
Auszubildende landen immer häufiger in Führungspositionen. Für eine Karriere im Einzelhandel wird nicht unbedingt ein Studium benötigt. Laut einer Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg (IAQ) sind rund 80 Prozent der leitenden Stellen mit Mitarbeitern besetzt, deren Karriere mit einer Berufsausbildung begann.
Im vergangenen Jahr hat der Einzelhandel rund 160.000 Lehrlinge ausgebildet und ist einer der größten Ausbilder in Deutschland. Wer im Einzelhandel Karriere machen will, hat somit gute Chancen eine passende Stelle zu finden. Dabei ist ein Aufstieg bis in den Vorstand nicht an ein vorangegangenes Studium geknüpft. Nur 16 Prozent beträgt der Anteil an Führungskräften, die vorher ein Studium absolviert haben. Im verarbeitenden Gewerbe ist es dagegen die Hälfte der Mitarbeiter auf Führungsebene.
Im Handel können Mitarbeiter sehr schnell Verantwortung übernehmen, so dass sie sich beweisen und vorwärts kommen können. Allein ein guter Abschluss der Ausbildung ist für das Fortkommen nicht entscheidend, denn viele Unternehmen legen Wert auf Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Man muss sich als Auszubildender engagieren und das Angebot von internen Schulungen, Seminaren, Fortbildungen und Lehrgängen in externen Einrichtungen effizient nutzen. Dann ist auch der Weg zur Position des Abteilungs- oder Filialleiters geebnet. Nach der klassischen Ausbildung zum Kaufmann/ zur Kauffrau kann sich ein Mitarbeiter über eine Fortbildung beispielsweise als Handelsfachwirt oder Handelsassistenten-Einzelhandel qualifizieren. Eine Karriere ist für Auszubildende nirgendwo so leicht wie im Einzelhandel.
Einstiegsmöglichkeiten
Unternehmen sind bei der Auswahl ihrer neuen Mitarbeiter nicht nur auf gute Noten oder bestimmte Abschlüsse bedacht. Es sind vielmehr die Bewerber im Vorteil, die vielfältige Talente aufweisen, eine hohe Motivation mitbringen, eine schnelle Auffassungsgabe besitzen und über soziale Kompetenzen verfügen. Das nötige Know-How wird in der Ausbildung selbst vermittelt. Der Einzelhandel bietet über 30 verschiedene duale Ausbildungen an. Zwei Berufsfelder, die weniger bekannt sind, stellen wir euch hier vor.
Gestalter für visuelles Marketing
Die dreijährige Ausbildung wird in Industrie und Handel angeboten. Als Gestalter für visuelles Marketing entwerft ihr für Verkaufs-, Präsentations- und Ausstellungsräume sowie für die Präsentation von Waren, Produkten und Dienstleistungen Konzepte. Aber auch die Vorbereitung und Ausführung dieser Konzepte liegt in den Händen des Gestalters. Ihr lernt in der Ausbildung den Umgang mit Grafik-, Layout- und Bildbearbeitungsprogrammen sowie die Wirkung von Licht, verschiedenen Farben und Formen. Für Aufstiegsmöglichkeiten in die mittlere Führungsebene könnt ihr nach dieser Ausbildung zum Beispiel den Fachwirt für Visual Merchandising machen.
Fachkraft für Lagerlogistik
Als Fachkraft für Lagerlogistik wisst ihr, wo sich welche Waren im Lager befinden. Eure Aufgaben umfassen das Umschlagen von Gütern, die fachgerechte Lagerung und das Mitwirken bei logistischen Planungs- und Organisationsprozessen, immer mithilfe von komplexen Computersystemen. Daneben werden Inventuren durchgeführt, neue Beschaffungsmöglichkeiten erkundet und Lagerbestände qualitativ überprüft, wobei wichtige Ergebnisse für die Einkaufsabteilung und Disposition entstehen. Der Weg zur Fachkraft für Lagerlogistik kann entweder nach dem Abitur oder nach der Ausbildung zum Fachlageristen erfolgen. Wer also Spaß an Ordnung und Organisation hat, kann hierbei seiner Neigung nachgehen. Ihr könnt in allen Wirtschaftszweigen arbeiten, die über eine Warenlagerung verfügen. Für die Weiterbildung steht euch eine große Auswahl an Möglichkeiten offen. Die Prüfung zum Logistikmeister liegt dabei besonders nah und ermöglicht euch den Einstieg in Verkehrs- und Transportunternehmen.
Weitere Informationen unter www.alles-fuers-leben.de und www.einzelhandel.de










