Stolperfalle Motivationsschreiben - Tipps für eine gelungene Studienplatzbewerbung
Gute Noten alleine reichen immer seltener, um einen Studienplatz zu bekommen. Vor allem bei begehrten Masterstudiengängen verlangen viele Unis ein Motivationsschreiben. Darin sollt ihr eure persönliche Eignung und Motivation darstellen.
Ein Einser Abi – oder Bachelor – reicht immer seltener als Eintrittskarte ins anschließende Studium. Vielen Unis ist die Motivation ihrer Bewerber wichtiger als die Zahl hinter dem Komma der Abschlussnote. Neben euren Zeugnissen und dem Lebenslauf verlangen sie auch ein Motivationsschreiben, um sich ein genaueres Bild machen zu können. Die formalen Anforderungen unterscheiden sich zwar von Uni zu Uni, der grundsätzliche Aufbau bleibt aber immer gleich.
Es gilt, sich in Essay-Form in ein möglichst gutes Bild zu rücken. Auf eineinhalb bis zwei Seiten solltet ihr kurz und prägnant darstellen, was ihr gelernt habt, warum ihr euch auf diesen Studienplatz bewerbt und was ihr euch mit dem Abschluss für die Zukunft versprecht. Wie in jedem Anschreiben sollte das Schreiben stilistisch und grammatikalisch so perfekt wie möglich sein. Bandwurmsätze sind ebenso fehl am Platz wie Phrasen à la "Hiermit bewerbe ich mich…".
Der Einstieg
Aller Anfang ist schwer. Richtet euer Motivationsschreiben direkt an euren Ansprechpartner und versucht schon im ersten Satz klar zu machen, dass ihr diesen Studienplatz wollt. Danach folgen eure biografischen Details: Wer verbirgt sich hinter eurer Person? Wo habt ihr was studiert?
Der Mittelteil
Auf diesem Teil sollte euer Hauptaugenmerk liegen. Ihr seid die Protagonisten des Motivationsschreibens – nutzt das aus. Führt lebendig aus, was euch für das Studium qualifiziert: Praktika, (eventuell) euer Bachelor-Abschluss, Auslandsaufenthalte. Welche Kenntnisse habt ihr allgemein erlangt und welche konkret in Bezug auf den Studienplatz?
Danach solltet ihr darlegen, warum ihr gerade diesen Studiengang an dieser Uni belegen möchtet. Formuliert ruhig offensiv, weshalb ihr die richtige Person für diesen Platz seid. Eine Ausformulierung des Lebenslaufs sollte das Motivationsschreiben aber nicht werden. Viel wichtiger ist, eure Erwartungen und Perspektiven an den angestrebten Abschluss zu formulieren. Lobhudeleien solltet ihr vermeiden. Ehrlich, gut begründet, währt hier am längsten.
Zudem solltet ihr an dieser Stelle die Fragen der Uni beantworten, sofern welche gestellt wurden. Nicht zuletzt deswegen kommt ihr um eine gute Vorbereitung des Schreibens nicht herum. Da ihr eure persönliche Motivation darlegen sollt, verbietet es sich zudem, das Schreiben aus dem Internet zu kopieren. Ein, zwei persönliche Details über euren Charakter und eure Hobbys lassen die Uni zusätzlich etwas über eure Persönlichkeit erfahren.
Der Schluss
Zum Schluss solltet ihr ein kurzes Fazit ziehen. Fasst eure Motivation noch einmal in ein, zwei Sätzen zusammen und geht im Anschluss auf die nächsten Bewerbungsschritte ein (Fragen zu Einzelheiten, Einladung zum Vorstellungsgespräch, etc.). Schließt mit einer üblichen Grußformel ab und verweist im letzten Schritt auf die Anlagen.










