Biologie
Wie wurde aus dem Einzeller ein Vielzeller? Weshalb entstand alles Leben im Wasser? Als Biologe erforschst ihr alles: Werden, Sein und Vergehen von Lebensformen. Egal ob es sich dabei um Tiere, Menschen oder Pflanzen handelt, am Ende eures Studiums seid ihr mit dem wissenschaftlichen Arbeiten vertraut und kennt euch in der Welt von Flora und Fauna bestens aus.
Beschreibung und Inhalt
In den ersten Semestern werdet ihr in den Disziplinen Zoologie, Botanik, Genetik, Zellbiologie, Mikrobiologie und Ökologie unterrichtet. Ihr solltet außerdem nicht zu zimperlich sein, denn im zoologischen Grundpraktikum werdet ihr auch Kleingetier sezieren. Ihr löst tägliche oder wöchentliche Übungsaufgaben, bereitet nebenbei eure Kurse vor und nach. Nachdem ihr die Basisveranstaltungen erfolgreich hinter euch gebracht habt, wählt ihr anschließend Schwerpunkte. Informiert euch vor Aufnahme eures Studiums genau über mögliche Teildisziplinen. Das Fach „Meeresbiologie“ wird beispielsweise nicht an jeder Hochschule angeboten.
Neben Vorlesungen, in denen euch praktisches Wissen an die Hand gegeben wird, vertieft ihr in Übungen eure erworbenen Kenntnisse und erlernt das wissenschaftliche Arbeiten. Dabei werdet ihr auch Fleiß in das Erlernen biologischer Fachbegriffe investieren müssen. Praktika, oftmals während der Semesterferien, runden euren Studienalltag ab. Um das Gelernte zu vertiefen, werdet ihr an Exkursionen teilnehmen. Die Ziele variieren von trist bis exotisch, sie reichen von der Pflan...
Vorkenntnisse
Grundsätzlich solltet ihr ein gewisses Interesse an biologischen Themen mitbringen. Es ist allerdings kein Beinbruch, wenn ihr in der Oberstufe kein Biologie Leistungskurs hattet oder das Fach komplett abgewählt hat. Lasst euch trotzdem gesagt sein: Die Stoffmengen, die ihr während Deines Biologie Studiums bezwingen müsst, sind deutlich größer als die während der gymnasialen Oberstufe. Außerdem ist das Niveau höher und die Aufgaben komplexer. Auf der sicheren Seite seid ihr also, wenn ihr Biologie oder ein naturwissenschaftliches Fach bestenfalls bis zum Abitur belegt hast.
Der NC für Biologie ist momentan sehr hoch. Ihr benötigt mindenstens ein gutes, besser noch ein sehr gutes Abiturzeugnis um Wartesemester zu vermeiden. Biologie könnt ihr an 24 Universitäten im gesamten Bundesgebiet studieren. Bewerben müsst ihr euch direkt bei den Hochschulen. Auf der Homepage eurer Wunsch Universität findet ihr unter der Fachseite für Biologie auch weitere Informationen zu den Zulassungsbeschränkungen. Es ist ratsam, sich zügig um einen Studienplatz zu bemühen. Wenn ihr gleich mehrer Zusagen erhaltet, solltet ihr rasch absagen, um den Platz für einen anderen Studiumsanwärter frei zu machen.
In den Einführungsveranstaltungen wird euch das grundlegende biologische Basiswissen vermittelt. Allerdings werdet ihr speziell zu Beginn eures Studiums auch Vorlesungen in Chemie und Physik absolvieren. Oftmals werden diese Veranstaltungen nicht extra für Biologen angeboten. Deshalb ist eine fehlende Dyskalkulie vorteilhaft, will heißen: Ohne Mathematik kommt ihr nicht aus im Studium. Der englischen Sprache solltet ihr ebenfalls mächtig sein, da viele Fachpublikationen in Englisch verfasst sind.
Studiengang
Innerhalb der ersten sechs Semester erwirbt ihr einen Bachelor, in weiteren vier Semestern einen Master of science oder einen Master of Education. Schwebt euch eine wissenschaftliche Karriere vor, so studiert ihr den Master of Science, um den Lehrerberuf ausüben zu können, benötigt ihr den Master of Education. Üblicherweise benötigt ihr ein zweites Fach, das ihr während des Bachelors zusammen mit Biologie studiert habt, und belegt Kurse in Methodik und Didaktik.
Nach einem erfolgreichen Bachelor könnt ihr euch im Master spezialisieren. Je nachdem wofür ihr euch entscheidet, bietet sich auch ein Wechsel der Hochschule an. Biotechnologie oder Bioinformatik sind nur zwei Beispiele für eine ganze Reihe an Möglichkeiten. Einige der Master Studiengänge werden komplett auf Englisch unterrichtet, wie Neurosciences an der Hochschule Göttingen.
Der Master Studiengang ist oftmals zulassungsbeschränkt. Mit eurem Bachelor Zeugnis könnt ihr euch für den Master bewerben. Mit der Entscheidung für einen bestimmten Masterstudiengang trefft ihr gleichzeitig eine Entscheidung für eine wissenschaftliche Spezialisierung und grenzt mögliche berufliche Alternativen näher ein. Wie wäre es beispielsweise mit einem Master in Ökologie?
Berufsaussichten
Nach Deinem Abschluss im Fach Biologie könnt ihr euch an einer Universität oder sonstigen Forschungseinrichtung weiter mit Wechselwirkungen zwischen Organismen und Umwelt oder der Vielfalt der Lebewesen beschäftigen. Außerdem könnt ihr euch in der Industrie (Pharma-, Lebensmittel-, Chemie) bewerben. Aber Vorsicht: Eure ehemaligen Kommilitonen aus der Physik und der Chemie interessieren sich unter Umständen für die gleiche Stelle. Ihr könnt in der Landwirtschaft, im Wasserwesen oder im Bereich der Mess- und Labortechnik arbeiten. Denkbar wäre auch eine Tätigkeit im Bereich der Biotechnologie, im Hygienesektor oder im Umweltschutz. Ein Job in der Medienbranche, im Marketing oder Vertrieb liegt zwar nicht auf der Hand, ist aber ebenfalls denkbar. Im Journalismus wird ein naturwissenschaftlicher Abschluss gerne gesehen. In diesem Bereich solltet ihr allerdings schon früh praktische Erfahrungen sammeln. Für Biologen liegen die Jobs nicht gerade auf der Straße. Deshalb solltest ihr die Augen offenhalten und flexibel sein. Außerdem schadet es nicht, Zusatzqualifikationen zu erwerben, so dass ihr mit eurer Bewerbung punkten könnt.










