Gesundheitswesen

von Sarah Jungbluth

Ihr interessiert euch für Medizin und Gesundheit, aber habt keine Lust, das Latinum nachzuholen oder Nachtschichten im Krankenhaus zu schieben? Dann ist ein Studium im Bereich Gesundheitswesen vielleicht etwas für euch.

Beschreibung und Inhalte

Jobs im Gesundheitswesen werden immer wichtiger, weil Menschen heute viel stärker auf medizinisches Wissen angewiesen sind. In erster Linie natürlich, weil dieses Wissen stetig wächst. Um all die notwendigen Jobs im Bereich abdecken zu können, ist der Studienbereich sehr breit gefächert und befindet sich momentan stark im Wandel. So wie das Gesundheitswesen im Allgemeinen. Besonders duale Studiengänge und solche, die auf die Tätigkeit als Manager vorbereiten, sind momentan beliebt.

Der Studienbereich Gesundheitswesen ist in vier Bereiche eingeteilt, auf die sich die zahlreichen Studiengänge verteilen:

  • Gesundheitswissenschaften, Medizin z.B.: Ergotherapie, Logopädie, Heilpädagogik
  • Informatik z.B.: Informationsmanagement im Gesundheitswesen
  • Rechts- bzw. Wirtschaftswissenschaften z.B.: Management im Gesundheitswesen 
  • Pädagogik z.B.: Berufspädagogik im Gesundheitswesen

Einen Numerus Clausus gibt es für einige Fächer im Gesundheitswesen, diese bewegen sich meist im Zweier-Bereich, viele Hochschulen lassen aber auch alle Bewerber zu. Ob es einen NC gibt, hängt ganz davon ab, wie groß die Kapazitäten der Universität sind und wie begehrt der Studiengang ist.

Zu den aktuellen NC-Werten findet ihr hier Informationen www.abitur-und-studium.de oder unter www.nc-werte.info.

 

Vorkenntnisse

Für einige Studiengänge werdet ihr nur zugelassen, wenn ihr eine Ausbildung in einem Pflegeberuf gemacht habt. Das sind in der Regel Studiengänge, die auch als Teilzeitstudium angeboten werden. Manchmal muss auch ein Eignungstest bestanden oder vorab ein Praktikum absolviert werden.

Studiengang

Das Gesundheitswesen bietet viele Möglichkeiten zum Studieren. Es gibt sowohl grundständige, als auch berufsbegleitende Bachelor- und Masterstudiengänge.
Die Klassiker unter den Berufen im Gesundheitswesen sind die, die recht eng mit dem Fach Medizin verknüpft sind, wie z.B. Ergotherapie und Logopädie. Sie sind normalerweise Ausbildungsberufe, es gibt aber auch hauptsächlich private Universitäten, wo das Fach studiert werden kann. In den Niederlanden ist es üblich, diese Berufe über ein Hochschulstudium zu erlernen. Dieses Ausbildungssystem wird in Deutschland gerade immer beliebter. Daher gibt es immer mehr Studiengänge wie z.B. Nursing. Sie sind vergleichbar mit einer dualen Ausbildung: Neben dem Studium wird gleichzeitig eine Pflegeausbildung absolviert, sodass man am Ende des Studiums zwei Abschlüsse in der Tasche hat. Viele deutsche Abiturienten studieren aber auch direkt in unserem Nachbarland, da die Studiengänge dort oft auf Englisch oder Deutsch angeboten werden.

Auch im Gesundheitswesen geht inzwischen nichts mehr ohne Computer. Deswegen werden Informatiker in dem Bereich gebraucht. Dem medizinisch interessierten Informatiker stehen Tür und Tor offen: medizinische Daten werden gesammelt, archiviert und später ausgewertet. Ärzte brauchen bestimmte Software, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Die Hochschule Neu-Ulm bietet den bundesweit einzigartigen Bachelor und Master für Informationsmanagement im Gesundheitswesen an. Mit diesem Abschluss qualifizierst du dich für ein breit gefächertes Feld an Tätigkeiten und hast eine große Auswahl an möglichen Arbeitgebern.

Wer Manager im Gesundheitswesen werden möchte, dem seien Studiengänge mit einem Schwerpunkt in BWL oder Jura ans Herz gelegt. Denn diese zielen auf eine spätere Führungsposition ab. Die erreicht man in der Regel aber nur, wenn man auch den Masterabschluss macht.

Abschließend gibt es noch den Bereich Pädagogik im Gesundheitswesen mit Studiengängen wie Gesundheitsförderung oder Gesundheitspädagogik. Mit dem abgeschlossenen Studium könnt ihr an verschiedenen Schulen oder in Betrieben Gesundheitsförderung unterrichten und bringt euren Schülern bewusste Ernährung bei. Eine andere Möglichkeit, im pädagogisch-gesundheitlichen Bereich zu arbeiten, sind Studiengänge, die darauf vorbereiten, medizinisches Personal z.B. bei Fortbildungen auszubilden.

Zahlen

Wie zu erwarten, gibt es im Bereich Gesundheitswesen einen Überschuss an weiblichen Studenten. Rund 25 200 Studenten waren im Wintersemester 2009 insgesamt im Fach eingeschrieben, davon waren 18 200 weiblich.

Berufsaussichten

Schon die Auswahl an Studiengängen im Gesundheitswesen ist so vielfältig, dass die Chance, später einen Job zu finden, verhältnismäßig hoch ist. Die Umstrukturierung des Gesundheitssystems sorgt dafür, dass nicht nur neue Studiengänge entstehen, sondern gleichzeitig auch die passenden Arbeitsplätze.

Im Bereich Management und Verwaltung kümmert ihr euch hauptsächlich um die Organisation von Gesundheitseinrichtungen, also Krankenhäusern oder anderen medizinischen Versorgungszentren.

Der Bereich Forschung im Gesundheitswesen ist genauso vielfältig wie die Studienmöglichkeiten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt verschiedene universitäre Forschungsprojekte. Einen Arbeitsplatz in einem laufenden Projekt zu bekommen, ist leider recht schwer. Einige Pharmaunternehmen forschen aber auch selbst für neue Medikamente.

Im Bereich Pflegepädagogik geht es um die Aus- und Weiterbildung von Pflegepersonal. D.h. man organisiert und hält Seminare oder Weiterbildungen. Pflegepädagogen werden in Berufsschulen oder Krankenhäusern und überall, wo Pflegepersonal ausgebildet werden muss, eingestellt.

Nicht zuletzt brauchen auch Krankenkassen Personal, das ein gewisses Verständnis für Medizin aufbringt und mit verwalterischen Tätigkeiten verknüpfen kann. Dort gibt es also auch die Möglichkeit, nach dem Studium unterzukommen.

Weitere Infos zum Gesundheitswesen unter
www.gesundheitsmanagement-studieren.de

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