Medienwissenschaft
Die Cineasten, TV- oder Internetjunkies unter euch sollten vielleicht über ein Studium der Medienwissenschaft nachdenken. Vor allem wenn ihr euch näher mit der Entstehungen und den Eigenschaften von Medien auseinandersetzen wollt.
Studiengang
Der Studiengang Medienwissenschaft ist sozusagen eine Vereinigung vieler einzelner Disziplinen wie Film-, Fernseh- oder Kommunikationswissenschaft. Welche Universitäten in Deutschland Medienwissenschaft selber oder medienwissenschaftliche Teilfächer anbieten, erfahrt ihr hier:
www.gfmedienwissenschaft.de
Medienwissenschaft könnt ihr, je nach Uni, im 1- oder 2-Fach-Bachelor studieren. Hin und wieder versteckt sich der Studiengang auch hinter anderen Bezeichnungen. Nahezu identische Studiengänge sind zum Beispiel "Medien und Kommunikation" an den Unis Passau und Augsburg oder "Medienkulturwissenschaft" an der Uni Freiburg.
Beschreibung und Inhalte
Als Studenten der Medienwissenschaft bekommt ihr vielfältige und spannende Theorien vermittelt. Die Kernbereiche der Medienwissenschaft sind:
- Medientheorien (Inhalte: z.B. Kommunikation, Medienpsychologie und -philosophie)
- Mediengeschichte (Inhalte: z.B. Mediensystem- und Einzelmediengeschichte)
- Medienästhetik (Inhalte: z.B. Medienformen und -strukturen)
- Konkret wird dies anhand der Einzelmedien Film, Fernsehen, Radio, Fotografie, Print (darunter auch Comics) oder digitale Medien (z.B. Internet und Computerspiele) mit Leben gefüllt.
Medienwissenschaftliche Seminare können sich somit zum Beispiel um Themen drehen wie „Vom Poesiealbum zu Facebook“, „Stil der Bild-Zeitung“ oder, im intellektuell avantgardistischen Gegensatz zu Letzterem, „Körperlichkeit im filmischen Schaffen Pier Paolo Pasolinis“. Bevor es aber in derart gegenständliche Felder geht, müsst ihr zunächst grundlegende Veranstaltungen in Medientheorie oder Mediengeschichte absolvieren.
Generell behandelt die Medienwissenschaft Medien in sozialer, kultureller und technischer Hinsicht. In der heutigen Zeit, in der das mediale Angebot immer größer wird und eine immer bedeutendere Rolle in der Gesellschaft einnimmt, hilft euch ein Studium der Medienwissenschaft diese Prozesse zu verstehen und zu hinterfragen.
Natürlich schreien viele Studenten mit Blick auf ihre berufliche Zukunft oft auch nach Praxis. Und tatsächlich bieten die meisten Unis auch Module in Medienwissenschaft an, in denen die Studenten dann eine Kamera oder ein Mikro in die Hand nehmen, um die erlernte Theorie in die Praxis umzusetzen.
Einen Studienplatz für Medienwissenschaft zu ergattern ist in Deutschland jedoch, wie so oft, einfacher gesagt als getan. Die Kapazitäten an Studienplätzen sind eher knapp und an vielen Unis gehören die medienwissenschaftlichen Fächer zu den Studiengängen mit den höchsten NCs und Wartesemestern. Beispiele für die letzten NC-Werte im Bachelor-Studiengang Medienwissenschaft an einigen deutschen Universitäten bekommt ihr unter: www.nc-werte.info
Vorkenntnisse
Ein Studium der Medienwissenschaft ist definitiv etwas für „Liebhaber“. Ihr solltet also ein Interesse für Medien mitbringen, das über das normale Rezipieren hinausgeht. Wie sich dieses Interesse genau äußert ist natürlich individuell. Der oder die eine ist Filmfreak und philosophiert gerne über die Kinogeschichte, andere wiederum lesen sich lieber quer durch die Presselandschaft. Empfehlenswert sind jedoch Grundkenntnisse in allen Bereichen. Wenn ihr beispielsweise in einem Filmseminar sitzt und nicht wisst wer Stanley Kubrick war, dürftet ihr euch blamieren. Darüber hinaus sind sehr gute Englischkenntnisse von Vorteil. Eine große Anzahl medienwissenschaftlicher Literatur ist in Englisch verfasst und nicht in einer deutschen Version zu erhalten.
Zahlen
Nach dem CHE-Hochschulranking (Stand: 2010) bieten die Unis in Düsseldorf, Mainz, Augsburg und Weimar die besten Bedingungen für Medienwissenschaft. Diese Unis sind führend bei Berufsbezug, Ausstattung, Lehrangebot und Betreuung. Das CHE-Hochschulranking befragt jährlich Studenten aller Studienrichtungen nach ihrer Zufriedenheit mit ihrer Uni. Natürlich kann es sich dabei aber auch um subjektive Eindrücke handeln.
Berufsaussichten
„Ich mach da was mit Medien“ – diese oft ironisch daher gesagte Phrase hat dennoch viel Wahres. Als Absolvent(in) der Medienwissenschaft landet ihr zumeist im bunten Haifischbecken namens Medien. Durch das Studium der Medienwissenschaft erlangt ihr Kompetenzen, um in der Medienlandschaft Positionen zu bekleiden, die sich mit inhaltlichen, ästhetischen oder konzeptionellen Fragen beschäftigen. Normalerweise sind das redaktionelle Tätigkeiten, zum Beispiel im Journalismus oder der PR-Arbeit. Wenn ihr in der Wissenschaft bleiben möchtet, könntet ihr aber auch in einem Medienforschungsinstitut unterkommen. Wichtig ist, dass ihr während des Studiums bereits praktische Erfahrungen in den Medien sammelt, sei es durch Praktika, Nebenjobs oder freie Mitarbeit.
Alle Infos rund um die Medienwissenschaft, das dazugehörige Studium und den Berufseinstieg findet ihr auch unter:
www.gfmedienwissenschaft.de










