Hollywood-Ingenieure im Charaktertest - Teil 3

von Martin Przegendza und Roman Milenski

Alter: Unbekannt

Tätigkeit: freiberuflicher Bösewicht mit purer Lust am Schabernack

Typ: Superschurke

Ausbildung: Autodidakt seit Kindestagen - wollte schon als kleiner Junge in den Weltraum und malte und bastelte Raketen

Soft Skills: harte Schale, aber gar nicht mal so tief drinnen ein Herz, weich wie Pudding

Größte Errungenschaft: Diebstahl des Mondes mit Hilfe eines von Erzfeind Vector gemopsten Schrumpfstrahlers

Schwächen: Mutterkomplex (will, dass Mama einmal im Leben stolz auf ihn ist)

Wäre im wahren Leben: Überhaupt irgendeine Art Ingenieur? Ist eher User als Erfinder, betreibt keine eigene Grundlagenforschung und legt selbst kaum Hand an. Lässt seine Handlanger - Dr. Nefario und die putzigen Minions - alle Arbeit machen. In Unternehmen mit ausreichend Ja-Sagern in subalternen Positionen könnte Gru sich eine Weile an der Spitze halten. Aber nur bis die zweite Ebene revoltiert und einen Betriebsrat gründet.

Alter: 50

Tätigkeit: selbstständiger Atom-Physiker

Typ: erst Weltverbesserer, dann Mad Scientist

Ausbildung: Doktor der Nuklearphysik und Biochemie

Soft Skills: Durchsetzungsvermögen und analytisches Denken

Größte Errungenschaft: Entwicklung neurosensitiver Tentakel

Schwächen: Größenwahn, Machtbessenheit, aber wenn die Tentakel erstmal weg sind, ein Mensch wie jeder andere

Wäre im wahren Leben: Bei Einnahme entsprechender Psychopharmaka ein ebenso begnadeter wie charmanter Wissenschaftler. Könnte es in einem auf Exzellenz gegründeten Unternehmen bis ganz nach oben schaffen.

Alter: 170

Tätigkeit: CEO des Lieferdienstes "Planet Express" und Professor an der Mars University

Typ: Mad Scientist

Ausbildung: machte 14 Jahre lang den Master und habilitierte mit 59

Soft Skills: neugierig und kreativ

Größte Errungenschaft: Schwarze-Energie-Antrieb - bewegt nicht das Raumschiff, sondern den Raum drumherum

Schwächen: senil, verwirrt, amoralisch, kaltblütig, verheizt Angestellte mit den Worten "good news, everyone"

Wäre im wahren Leben: Am Kernforschungszentrum CERN beschäftigt, alles andere wäre nicht urgewaltig genug. Schließlich stand die Welt durch seine Erfindungen schon öfters am Rande des Untergangs. Auch der Large Hadron Colider am CERN sollte nach Lesart der Physik-Auguren die Welt bei Inbetriebnahme in ein schwarzes Loch stürzen. Steht aber noch alles. Bis Farnsworth käme.

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