UNICUM schaut: Nathalie küsst

Die Romanverfilmung ist seit dem 20. September im Handel erhältlich

von Heike Philipp
Nathalie und Markus im Garten von Nathalies Großmutter | Foto: Concorde Home Entertainment

Das Buch Nathalie küsst von David Foenkinos ist ein wahnsinniger Erfolg, der Film ein bittersüßes Vergnügen. Mit Sinn für Humor und voller Tragik wird eine ungewöhnliche Liebesgeschichte im romantischen Paris erzählt. Mit Heulgarantie!

Nathalie und François | Foto: Concorde Home Entertainment

Zu schön, um wahr zu sein

Alles beginnt mit der Amour fou von François und Nathalie. Die beiden lernen sich bei einem Glas Aprikosensaft kennen, heiraten kurze Zeit später und haben ein märchenhaftes Leben. Bis das Schicksal unbarmherzig zuschlägt. François stirbt bei einem Unfall und Nathalie bleibt alleine mit gebrochenem Herzen zurück. Sie stürzt sich mit ungeheurer Energie in ihre Arbeit und das mit großem Erfolg. Ihr Leben folgt langsam wieder geregelten Bahnen. Doch dann stellt der schlichte Mitarbeiter Markus ihre Welt auf den Kopf …

Französischer Wohlfühlzauber

Im gleichnamigen Roman erscheint Nathalie dem Leser ein wenig unterkühlt. Es fällt schwer eine Beziehung zu ihr aufzubauen, zeigt sie doch kaum Herzschmerz. Im Film dagegen sehen wir eine charmante, liebenswerte Audrey Tatou ("Die fabelhafte Welt der Amélie“), die mit ihrem zarten Gesicht und feinem Minenspiel verzaubert und zu Tränen rührt. Selbst den überraschenden Kuss an einen noch viel überrascheteren Geküssten kauft man Audrey Tatou ohne weiteres ab. Hervorragend ist auch der Schwede Markus mit François Damiens besetzt, der den trotteligen, herzensguten Allerweltskerl sympathisch verkörpert.

David Foenkinos Regiedebüt zusammen mit seinem Bruder Stéphane Foenkinos gelingt der Sprung zwischen Liebesfilm und Melodram. Dabei verknüpfen sie Off-Stimmen, Split Screens und kunstvolle Zeitraffer zu einem wahren französischen Wohlfühlzauber. Letztendlich auch wegen der Filmmusik, die an die sinnlichen Melodien aus "Chocolat" (2000) mit Juliette Binoche und Johnny Depp erinnert. Atmosphärische, berückende Klänge untermalen in Nathalie küsst die Stimmungswechsel im Film perfekt. Die Melancholie und Wärme der Sängerin Emilie Simon treffen mitten ins Herz.

Zum Ende des Films zieht sich das ewige Hin und -Her, aber nur bis Nathalie zu ihrem neuen Liebesglück steht. Ein kluger, außergewöhnlicher Film, der wenn es draußen stürmt, wie eine Tasse Kakao wärmend, süß, köstlich und einfach zauberhaft alles umhüllt!


Nathalie küsst

Romanze, Komödie, FR 2011

Regie: Stéphane Foenkinos

Darsteller u.a.: Audrey Tautou, François Damiens, Bruno Todeschini

Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

VÖ: 20. September 2012

www.facebook.com/Nathalie Kuesst

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