UNICUM schaut: Taste The Waste
20 Milliarden Euro hätte jeder gerne. Dabei ist es so einfach. Denn diese Summe ist in Deutschland jährlich im Müll zu finden, in Form von weggeworfenen Lebensmitteln - das meiste davon noch absolut frisch. Filmemacher Valentin Thurn veranlasste dieser Missstand eine aufrüttelnde Dokumentation zu drehen.

- Regisseur Valentin Thurn
Taste The Waste (DVD-Start: 26. April 2012) heisst sein medial viel beachteter Film von 2011, in dem sich Thurn mit der Lebensmittelverschwendung der westlichen Gesellschaften beschäftigt. Diese Wegwerf-Mentalität erscheint nicht nur absurd, wenn man bedenkt, dass es Menschen auf der Welt gibt, die jegliche Nahrung bitter nötig hätten. Skurril sind alleine schon die Kriterien unter denen in Europa und Nordamerika Lebensmittel produziert und vertrieben werden. Ist zum Beispiel eine Kartoffel zu groß und unförmig, landet sie in Deutschland direkt vom Acker im Müll.
Für Taste The Waste sprach Thurn mit vielen Beteiligten, den Lebensmittelproduzenten und -händlern, den Politikern, den Großen und Kleinen. Die einen sind entsetzt über das Profitdenken der großen Player der Branche, die anderen verteidigen sich mit der Begründung, dass der Markt nun mal eben diese Bedingungen mit sich bringt. Sicherlich kritisiert Taste The Waste eher einseitig die Seite der Händler, allen voran die großen Supermarktketten. Die Botschaft des Films richtet sich aber an uns alle. Taste The Waste regt jeden Einzelnen dazu an, mehr auf den eigenen Konsum und Umgang mit Lebensmitteln zu achten.









