UNICUM schaut: The Way Back
Eine schier unglaubliche Geschichte: Während des Zweiten Weltkriegs flieht eine Gruppe von Häftlingen aus einem sowjetischen Gulag. Ihr 5000 Kilometer langer, abenteuerlicher Weg führt sie von Sibirien, über die Wüste Gobi und Tibet nach Indien. Bester Hollywood-Stoff also.
Und siehe da: The Way Back (ab 25. November auf DVD und BD) liefert die Verfilmung des Romans von Slawomir Rawicz. Der ehemalige polnische Kriegsgefangene soll eben jenes erlebt haben. Der Wahrheitsgehalt dieses 1956 erschienenen Buches ist umstritten. Zumal ein Jahr zuvor bereits der deutsche Nachkriegsroman und internationale Bestseller So weit die Füße tragen veröffentlicht wurde. Autor Josef Martin Bauer fasste hier die angeblich wahre Flucht eines deutschen Soldaten in russischer Kriegsgefangenschaft in Wort. Dieser soll, ähnlich wie Rawicz und dessen Gefährten, eine mehrjährige Odyssee durch Sibirien, Mittelasien und den Iran vollbracht haben.
Einem Deutschen als Titelhelden steht das US-Kino aber in der Regel weniger tolerant gegenüber, es sei denn er wird von Tom Cruise gespielt und will Hitler in die Luft jagen. Das soll natürlich die Story und Umsetzung von The Way Back nicht schmälern. Der Film von Regisseur Peter Weir (The Truman Show, Master and Commander) liefert Bildgewalt und Spannung. Unsere Rezension per Video mit Filmausschnitten gibt es hier:









