Area 4 2011: Logbuch - Teil 3

von Roman Milenski

Wetter und andere Missgeschicke

Verständlich, dass nach einem solchen Bersten der Sonntag mit Katerstimmung beginnt. The Mighty Mighty Bosstones wecken um 16 Uhr die müden Massen mit ihrem Ska-Core langsam auf. Getanzt wird auch wieder - Arme angewinkelt, Füße nach vorne geworfen.

Danach darf zu ruhigeren Indie-Klängen von den White Lies und The National in der Sonne entspannt werden. Wenig später hat der blaue Himmel aber keine Lust mehr. Unwetterwarnung. The Kooks stehen gerade auf der Main Stage, da dürfen sie diese auch schon wieder verlassen. Ein kräftiges Gewitter streicht ihr Set ersatzlos.

Donner, Blitz und Platzregen halten etwa eineinhalb Stunden an. Aus Sicherheitsgründen müssen die Festival-Besucher zurück auf den Campingplatz. Viele haben das Warten auf Wetterbesserung schnell satt, nehmen lieber ein Verkehrschaos am Parkplatz in Kauf und treten den Heimweg an. Pech! Mit etwas Geduld, hätten sie, in einem latent Woodstock-Matsch-artigen Rahmen, die Headliner von Deichkind dann doch noch erleben können. Die 10.000 Übriggebliebenen ergötzen sich auf jeden Fall an deren Dada-Show. Knallige Neon-Farben, Kostüme aus Müllsäcken, Trampoline, Schlauchboote, kleine Fahrräder mit Mikrofonhaltern. Muss man gesehen haben.

Nur die Punkrock-Haudegen von Face to Face tun einem zum Schluss Leid. Dem Gewitter zu Schulden, findet ihr Auftritt im Zelt zeitgleich mit Deichkind statt. Nicht unverständlich, aber unverdient, gibt es weniger Resonanz. Vielleicht im nächsten Jahr wieder. Lohnen würde es sich.

 

Zum Abschluss noch ein paar fotografische Impressionen vom Area 4 Festival 2011:


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