Rock am Ring 2012: Voll, ausgelassen, nass - Teil 1
Vom 1. bis 3. Juni 2012 brodelte es wieder im Hexenkessel Nürburgring

- Foto: Privat
Überfüllte Campingplätze, Besucher in Partylaune und von oben der prasselnde Regen. Das war Rock am Ring im Jahr 2012. UNICUM Redakteurin Heike und Fotograf Sebastian werfen für euch einen Blick auf die vergangenen drei Tage des Festivals "Rock am Ring".
Anreisetag: Warten, schleppen, warten

- Foto: Privat
Wer hätte gedacht, wie anstrengend die Anreise am Donnerstagabend werden würde? Wir nicht. Kurz vor dem Ziel kommt alles zum Stillstand. Nichts geht mehr und leichter Regen setzt ein. Ein paar Meter geht es vorwärts, dann war es das wieder und dies über eine Stunde lang. Da drängt sich uns die Frage auf: Gibt es auf den Camping-Arealen überhaupt noch Platz? Denn an den Straßenrändern stehen die Autos bereits dicht an dicht. Wir haben Glück, kriegen noch einen Platz und dann heißt es, Gepäck zum Platz schleppen und mit den anderen Besuchern auf Freitag warten.
Zeitvertreib: Werfen, trinken, rennen
Rock am Ring ist und bleibt das Open-Air-Festival voller Unterschiede: vom ‚normalen‘ Musikfan bis zum partybegeisterten Honk war jeder Festivaltyp vertreten. Die Ausrüstung der Campingplatzbewohner ist ebenso bunt und vielfältig. Es werden Couchgarnituren, Generatoren, Kugelgrills, Swimming Pools und vieles mehr zum Ring mitgebracht. Die Lust zu feiern ist ungebrochen. Es wird alles gemacht, was Spaß macht. Dabei gehört Flunkyball zu den beliebtesten Spielen: Werfen, trinken, rennen … bis die Konzerte anfangen.
Unsere Eindrücke von Rock am Ring 2012
Fotos: Privat
Erster Tag: Chillig, kraftvoll, überraschend

- Foto: Gossip © 2012 Marek Lieberberg Konzertagentur, Rock am Ring. All Rights Reserved.
Am ersten Festivaltag ist die Stimmung besonders erwartungsvoll. Das erste Konzert ist für uns Cypress Hill. Bei den HipHop-Klängen kommt die Masse allerdings zu ungewöhnlicher Ruhe. Kein wildes Gepoge, sondern eher eine chillige Atmosphäre entsteht. Cypress Hill ziehen ihr Ding voll durch – und nicht nur das.
Ganz anders ist da das Happening mit Gossip. Voller Kraft und Energie stürmt Beth Ditto die Bühne. Sie lebt Musik und das spürt jeder Zuschauer. Die letzten Jahre waren mit Beth Ditto immer außergewöhnliche Auftritte garantiert. So auch in diesem Jahr. Ihr Gang durch die Zuschauermenge fordert die gesamte (Einsatz-)Kraft der Security-Männer. Damit aber nicht genug: Beth Ditto fordert einen Fan auf, liebe Worte zu sagen, verteilt Küsschen, auch an die hilfsbereiten Sicherheitskräfte und sorgt für den nächsten Nippelgate à la Janet Jackson. Um eine Regenbogenfahne mit zwei Venussymbolen hochzuhalten, steckt sie sich das Mikrofon in den Mund. Zuvor war es eine Silberfolie, mit der sie ihren gesamten Körper einhüllte, um sich mit Lady Gaga zu vergleichen. Spätestens da wussten wir, warum wir Gossip dem gleichzeitigen Auftritt der Guano Apes auf der Alternastage vorgezogen haben. Wenngleich beim Online-Voting für das Livestreaming die Guano Apes das Rennen machten. Die Überraschung des Tages war jedoch der großartige Auftritt von Jack Black mit Tenacious D. Sie brachten mit Humor den Rock auf die Bühne an diesem ersten Festivaltag.
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