UNICUM hört: Dapayk & Padberg – Sweet Nothings
Model meets Music: Eva Padberg veröffentlicht das dritte gemeinsame Album mit ihrem Ehemann

- Foto: Joachim Baldauf
Eva Padberg kann mehr als nur modeln und moderieren ("Das perfekte Model", Vox), z.B. mit ihrem Ehemann Niklas Worgt elektronische Musik produzieren. Auf ihrem dritten gemeinsamen Longplayer "Sweet Nothings" frönen sie als Padberg & Dapayk ihrer Liebe zu den Spielarten des Genres und suchen mit House, Techno, Dubstep und Electro-Pop ihren Weg in unsere Gehörgänge.
Stellen wir uns einmal vor, Heidi Klum würde ein Musikalbum veröffentlichen: wahrscheinlich sänge sie darauf mit ihrer piepsigen Stimme über die üblichen chartverdächtigen Dance-Beats. Unterstützung käme sicherlich von Taio Curz/Pitbull/Usher. Nun gibt es da Eva Padberg, ebenfalls ein berühmtes Model, ebenfalls Moderatorin einer Casting-Show im deutschen Fernsehen. Der Unterschied: Padberg macht seit vielen Jahren erfolgreich Musik – und zwar gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Niklas Worgt. Dieser hat sich im übrigen auch solo unter seinem Pseudonym Dapayk als DJ und Produzent in der elektronischen Musikszene etabliert.
Ihr dritter Longplayer als Dapayk & Padberg trägt den Titel "Sweet Nothings", übersetzt etwa "Liebesgeflüster", und ist letztendlich als Liebeserklärung an die Musik zu verstehen. Zwei Jahre lang hat das Duo an seinem Werk gearbeitet, sich auf ihren Reisen über die Kontinente inspirieren lassen.
Das Ergebnis ist eine Melange aus vielen unterschiedlichen Einflüssen, die das Album zwar durchaus vielschichtig macht, aber einen roten Faden vermissen lässt. Während z.B. der Opener "Too Lazy" in düstere Sphären entschwebt, lockt direkt danach "Play" mit funkigem House auf die Tanzfläche, dicht gefolgt von "Fluffy Cloud", einem gestandenen (und großartigen!) Techno-Brett.
Und so bewegt sich "Sweet Nothings" 12 Tracks lang zwischen Club und Lounge, zwischen Strandbar und Berghain. Immer wieder taucht auch Eva Padbergs Stimme auf, mal gehaucht, mal gesungen, mal geflüstert. Eine große Sängerin wird das Model nie werden, aber das ist hier nicht der Anspruch.
Fast möchte man dem Album das Prädikat "solide" verleihen, doch damit tut man ihm wahrscheinlich unrecht. "Sweet Nothings" beinhaltet viele gute Tracks, macht durchaus Spaß und Lust auf mehr – nur zur wahrer Euphorie schwingt sich das Machwerk von Dapayk & Padberg leider nie auf.
Dapayk & Padberg
Sweet Nothings
Stil vor Talent
VÖ.: 17.02.12
Für Fans von: durchtanzten Club- und entspannten Sommer-Nächten, Catwalk-Training, elektronischen Tönen zwischen House, Lounge und Techno










