Au-Pair: Around the world

Wissenswertes rund um den Au-Pair-Aufenthalt

von Judith Liehr
Au-Pair

Viele wollen nach der Büffelei für die Abi-Prüfungen nicht direkt an der Uni weiterpauken müssen. Ein Auslandsaufenthalt als Au-Pair passt da oft zwischen Abiball und erstem Semester perfekt in den Plan. Judith Liehr vom Bundesverband der Au-pair-Vermittler, Gastfamilien und Au-pairs hat für euch die wichtigsten Punkte zum Thema Au-Pair zusammengesammelt.

  • Ziele

    Die beliebtesten Länder sind die USA, Australien, Irland, Großbritannien und Kanada.

    Alter

    Für Minderjährige und 18-Jährige ist es schwierig eine Gastfamilie zu finden. Die Gasteltern machen die Eignung häufig vom Alter abhängig, auch wenn das nicht immer sinnvoll ist. In Australien und den USA hat man unter 19 Jahren daher kaum eine Chance. Und viele Familien erwarten, dass man den Führerschein besitzt.

    Kosten

    Die Agenturen nehmen rund 200 Euro, aber erst, wenn die Vermittlung erfolgt ist. Vorab zahlt man nur eine geringe Bearbeitungsgebühr für die Aufnahme ins Programm. Je nach Land muss man eine zusätzliche Krankenversicherung abschließen, das sind etwa 20 Euro pro Monat. In Kanada und den USA ist das nicht erforderlich.

    Agentur

    Beim Verzicht auf eine Vermittlungsagentur und der Suche über Internet können unangenehme Überraschungen warten. Nur bei qualifizierten Agenturen ist gewährleistet, dass sie sich an Qualitätsstandards halten und im jeweiligen Land einen Ansprechpartner haben, an den man sich immer wenden kann. Diese Agenturen findet man unter www.au-pair-society.org. Warnung: Niemals vorab Geld an Internetanbieter überweisen. Seriöse Agenturen verlangen kein Geld im Vorfeld.

    Bitte vermeiden

    Neues Umfeld, neue Menschen - da ist mit einem kleinen Kulturschock zu rechnen. Bloß nicht den Fehler machen und sich verkriechen, sondern am Leben der Gastfamilie teilnehmen. Sonst deutet diese den Rückzug als Desinteresse. Und nicht die nächst beste Gruppe von deutschen Au-Pairs aufsuchen - schließlich ist man auch gekommen, um die Landessprache zu lernen.

  • Kompetenzen

    In Europa sind Erfahrungen als Nachhilfelehrer, Tutor in der Schule oder als Babysitter ausreichend. Für Kanada muss man eine bestimmte Ausbildung mitbringen, in den USA vorab ein Praktikum im Kindergarten gemacht haben.

    Bewerbung

    Rund acht Monate bevor man die Stelle antreten möchte. Das erhöht die Chancen seinen Wunschtermin zu bekommen. Im Juni, Juli und August bekommen die Vermittlungsagenturen die meisten Bewerbungen.

    Hausarbeit

    Schwere Arbeiten wie Böden und Fenster wischen gehören eigentlich nicht zu den Aufgaben eines Au-Pairs. Da darf man auch ruhig sagen ´Das sehe ich nicht als mein Aufgabengebiet an´. Zwischendurch mal die Spülmaschine auszuräumen, eine Maschine Wäsche anzustellen oder das Kinderzimmer aufzuräumen ist aber in Ordnung.

    Bezahlung

    Die Au-Pairs, die nach Deutschland kommen, bekommen monatlich etwa 260 Euro. In anderen Ländern erhalten sie mehr. Einige Gastfamilien zahlen auch Sprachkurse und die Kosten für die An- und Abreise. Letzteres wird in den USA, Kanada und den Niederlanden immer übernommen.

    Probleme

    Sich auf keinen Fall quälen und versuchen durchzuhalten, sondern sofort den Ansprechpartner vor Ort kontaktieren. Der fungiert als Mediator und hilft bei der Suche nach einer neuen Gastfamilie. Wenn etwas in der Familie nicht stimmt, darf man das ruhig sagen, solange man freundlich bleibt.

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