Au-Pair und Work and Travel – mit Stock und Hut ins Ausland
Neben den Freiwilligendiensten FSJ, FÖJ etc. oder dem Zivildienst, gibt es weitere Möglichkeiten, die Zeit nach dem Abitur sinnvoll zu nutzen. Bei Au-pair und Work and Travel habt ihr die Gelegenheit, ungebunden die Welt zu sehen. Lasst euch von fremden Kulturen inspirieren und schnuppert ein bisschen in die Berufswelt hinein.
Erziehungssache – Au-pair
Sechs oder zwölf Monate Reißaus nehmen, in einem fremden Land, mit fremden Menschen zusammenleben und Arbeitserfahrung sammeln. Klingt toll, nicht wahr? All das könnt ihr erleben, wenn ihr als Au-pair im Haushalt eurer Gastfamilie aushelft. Die sorgen für Unterkunft und Verpflegung, im Gegenzug greift ihr ihnen unter die Arme.
Das Aufgabenfeld reicht dabei von Babysitten, über Hausarbeit, bis hin zum Planen von Ausflügen. Ihr spielt aber nicht nur Mama-(oder Papa)-auf-Zeit, sondern nehmt aktiv als Mitglied am Leben eurer Gastfamilie teil.
Außerhalb der Arbeitszeit (in der Regel sieben bis acht Stunden, fünf Tage die Woche), habt ihr reichlich Freizeit, um Land und Leute kennen zu lernen. Viele Au-pairs nehmen während ihres Aufenthalts die Möglichkeit wahr, Sprachkurse zu besuchen. Die werden von den Vermittlungs-Organisationen oder der Gastfamilie bezahlt.
www.intrax.de
www.au-pair-society.org
www.aupair-worldwide.de
www.aifs.de
www.culturalcare.de
Das volle Sprachprogramm
Solltet ihr mehr wert auf das Erlernen (oder verbessern) einer Fremdsprache legen, könnte das Demi-pair für euch in Betracht kommen. Es läuft fast wie das Au-pair ab, mit dem Unterschied, dass ihr nur halbtags arbeitet. Die gewonnen Stunden verbringt ihr in der Sprachschule oder Uni, um intensiv die Landessprache zu lernen.
Wichtigster Erfolgsfaktor ist die Auswahl der Gastfamilie. Nur wenn die Chemie stimmt, wird euer Aufenthalt fruchtbar. Qualifizierte Organisationen (s.u.) helfen euch bei der Auswahl. Wie bei Dating-Portalen, liefern sie Hintergründe zu den Gastfamilien und stellen den Kontakt zwischen Au-pair und Gastfamilie her. Sollte es dann doch nicht passen, sind sie die erste Anlaufstelle für euch. Das minimiert das Risiko und gibt euch zusätzliche Sicherheit.
www.aupair-world.net
www.pro-aupair.com
www.demi-pair.net
www.demi-pair.com
www.world-of-xchange.com
Arbeit und Auszeit – Work and Travel
Ähnlich und doch ganz anders geht es beim Work and Travel zu. Auch hier stehen das Erlernen einer Sprache und das Kennenlernen einer Kultur im Zentrum. Im Gegensatz zum Au-pair-Programm seid ihr aber nicht an eine Gastfamilie gebunden, sondern könnt eure gesamte Zeit selbst einteilen.
Ihr bleibt also nicht an einem Ort oder in einer Region, sondern könnt das Land in Gänze erkunden. Das nötige Reisegeld verdient ihr euch mit Gelegenheitsjobs. Die reichen von Kellnern im Coffee Shop, über Farmarbeit, bis hin zum Callcenter-Agent.
Wie lange ihr wo arbeitet und ob ihr lieber erst das Land erkundet oder sofort losjobbt, bleibt euch selbst überlassen. Was ihr in jedem Fall braucht, ist ein sogenanntes Working Holiday Visum. Dieses spezielle Visum ermöglicht 18-30-jährigen (bzw. 25-jährigen in Japan und 35-jährigen in Kanada) ein Jahr lang im Zielland zu leben und zu arbeiten. Es wird in der Regel nur einmal im Leben erteilt und kostet je nach Bestimmungsort zwischen 100 und 200 Euro. Darüber hinaus müsst ihr:
ausreichende finanzielle Mittel nachweisen können (1.500-2.500 Euro)einen Reisepass besitzen, der über die gesamte Dauer des Work and Travel gültig ist und über die nötigen Versicherungen verfügen (Kranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherung) Bei der Organisation und Planung könnt ihr euch auf eine spezialisierte Agentur verlassen oder euer Glück selbst in die Hand nehmen. Die wichtigsten Adressen haben wir hier für euch gesammelt:
www.working-holiday-visum.de
www.career-contact.de
www.canadainternational.gc.ca
www.immi.gov.au
www.travelworks.de










