Auslandspraktikum

von Ann-Christin von Kieter
Business-Paar am Strand

Für Viele gehört ein Praktikum mittlerweile fest zur Ausbildung dazu. Gründe dafür gibt es viele. Entweder gehört der Nachweis einer praktischen Tätigkeit direkt zum Studium oder man engagiert sich freiwillig.

Vorteile eines Auslandspraktikums

Das hat durchaus Sinn, denn manchmal kann ein Praktikum sogar den direkten Einstieg in die Arbeitswelt bedeuten. Die Meisten suchen ihr Praktikum nur in Deutschland. Dabei bieten gerade Auslandspraktika nicht nur jede Menge Erfahrungsmöglichkeiten, sondern auch gute Chance für die Karriere.

Gerade weil die Nachfrage noch nicht so groß ist, könnt ihr euch damit von euren Mitbewerbern deutlich abheben. Im Gegensatz zu einem schulischen oder universitären Auslandsaufenthalt gelingt so die perfekte Verknüpfung zwischen fachlichen und sprachlichen Kenntnissen. Unternehmen können davon ausgehen, dass ihr bei eurem Auslandspraktikum nicht nur gelernt habt,  generell in einer Fremdsprache zu kommunizieren, sondern auch Fachvokabular draufhabt.  Und natürlich fördert auch das Praktikum in der Ferne gefragte „Soft Skills“ wie Eigeninitiative und Organisationstalent.

Was es zu beachten gibt

  • Sprachkenntnisse: In der Regel müssen entsprechende Sprachkenntnisse nachgewiesen werden. Daher ist es wichtig, alle Zertifikate oder Teilnahmebescheinigungen parat zu haben. Die Kenntnisse sollten nicht nur das Einkaufen im Laden möglich machen, sondern auch ein gewisses Fachvokabular umfassen. Meist werden die Bewerbungsgespräch in der jeweiligen Landessprache gehalten. Peinlich, wenn ihr euren Ansprechpartner dabei nicht richtig versteht.
  • Kulturelle Kompetenzen: Um nicht gleich bei Bewerbungsgespräch oder am ersten Arbeitstag ins Fettnäpfchen zu treten, solltet ihr euch mit den Gepflogenheiten und Kulturen des Gastlandes vertraut machen. Die sozialen Umgangsformen sind von Land zu Land stark unterschiedlich.
  • Zeiteinteilung: Bevor das Praktikum startet, kann einige Zeit vergehen. Daher solltest du ausreichend Zeit einplanen. Von der ersten Recherche bis zur Abreise kann ein ganzes Jahr vergehen. Schließlich gibt es einiges zu organisieren.
  • Unterschiedliche Vorstellungen: Praktikum ist nicht gleich Praktikum. In den unterschiedlichen Ländern hat auch der Begriff Praktikum eine unterschiedliche Bedeutung. Daher ist es von Vorteil  im Voraus genau zu prüfen, was unter dem jeweiligen Praktikum genau verstanden wird.
  • Kostenfaktor: Viele Praktika sind leider unvergütet. Daher empfiehlt es sich, ein finanzielles Polster zu haben. Schließlich können schon im Voraus jede Menge Kosten, wie z. B. für Impfungen anfallen. Aber auch die Verpflegung vor Ort sollte geregelt sein. Beachtet auch die eventuell höheren Lebenshaltungskosten. Außerdem möchtet ihr während des Aufenthaltes natürlich möglichst viel erleben.
  • Arbeitszeugnis: Nachdem ihr euer Praktikum gemeistert habt, solltet ihr nicht vergessen, euch ein Arbeitszeugnis ausstellen zu lassen. Leider gibt es dabei keine internationalen Standards. Für die EU gibt es den EUROPASS Mobilität, der versucht die Arbeitszeugnisse zu vereinheitlichen. 

Erste Anlaufstellen

Wer sich für ein Praktikum im Ausland interessiert, für den gibt es einige Anlaufstellen, die jede Menge Hilfe bieten. Da wäre zunächst das Akademische Auslandsamt der eigenen Hochschule. Daneben gibt es aber auch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). 

Der Qualitätscheck Auslandspraktikum vom DAAD hilft euch, seriöse Vermittlungsstellen zu finden. Es ist ratsamer, die Jobsuche nicht auf eigene Faust zu machen, sondern auf Agenturen zurückzugreifen. Doch leider gibt es viele schwarze Schafe. Unseriöse Anbieter erkennt ihr meist daran, dass sie vorab eine Gebühr verlangen, noch bevor sie überhaupt mit der Vermittlung anfang

Finanzierungsmöglichkeiten

Wenn es nur am nötigen Kleingeld scheitert, machen Bildungskredite oder Auslandsbafög ein Praktikum in der Ferne vielleicht doch noch möglich. Informationen dazu hält das Bundesministerium für Bildung und Forschung bereit.

Der DAAD unterstützt euch z. B. mit dem Carlo-Schmid-Programm. Das Praktikum muss dafür bei einer internationalen oder einer EU-Organisation absolviert werden.  Wenn ihr euch dafür interessiert, solltet ihr eine ausführliche schriftliche Bewerbung vorlegen und euch auf ein Motivationsgespräch, Sprach- und Landeskenntnistests sowie eine Gruppendiskussion einstellen. Diese ausführliche Bewerbungsphase lohnt sich in jedem Fall. Das Carlo-Schmid-Programm umfasst fast alle Kosten eines Auslandaufenthaltes: Studenten erhalten Stipendienraten ab 650 Euro, Graduierte Raten ab 925 Euro. Zusätzlich übernimmt das Programm eine Auslandskranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung und eine Reisekostenpauschale.
 Mehr dazu erfahrt ihr unter: www.daad.de/csp


Verwandte Themen im Forum

Krankenversicherung für Kanada
Vvladimir|
Bodybuilding tips for beginners men
jestrelkhan|
Praxis im Hotel
Angelika19|
Weight loss exercise
ibrashkayani|

Newsletter

Hier die UNICUM Newsletter bestellen ! (Link)