Freiwilligendienste im Ausland

von Ann-Christin von Kieter
Junge Frau im Dschungel

Internationaler Freiwilligendienst ist ein Sammelbegriff für verschiedenste ehrenamtliche Tätigkeiten im Ausland. Die Arbeitseinsätze finden entweder im sozialen, ökologischen oder kulturellen Bereich statt.

Internationale Freiwilligendienste

So könnt ihr beispielsweise Lehrtätigkeiten annehmen, euch im Umweltschutz engagieren oder in der Denkmalpflege aktiv werden. Ebenso unterschiedlich wie die möglichen Tätigkeitsbereiche sind auch die Zielländer. Im Prinzip könnt ihr euren Platz weltweit finden. Allen Formen gemeinsam ist, dass der Dienst freiwillig und zum Wohle von Gesellschaft und Gemeinschaft geleistet wird. Die häufigsten Formen sind dabei die Pendants zu den bekannten Diensten innerhalb Deutschlands: Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bzw. Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) im Ausland.Das FSJ absolviert ihr wahlweise im sozialen oder kulturellen Bereich. So werdet ihr je nach Vorliebe im Bereich Pflege, Erziehung oder Hauswirtschaft tätig.

Ablauf

Im FÖJ stehen Umwelt- und Naturschutz oder Landschaftspflege auf dem Programm. Während der gesamten Zeit werdet  ihr pädagogisch begleitet. Verpflichtend ist daher auch die die Teilnahme an 25 Seminartagen, von denen jeweils fünf vor, während und nach dem Auslandseinsatz stattfinden.
Bei der Arbeit werdet ihr durch geschulte Fachkräfte angeleitet, damit ihr möglichst viel selbstständig machen und euch ausprobieren könnt. Am Ende des Jahres erstellt jeder Teilnehmer eine Seminararbeit und erhält abschließend ein Arbeitszeugnis.

Voraussetzungen

Als persönliche Voraussetzung sollte neben dem Interesse an einem längerfristigen Auslandsaufenthalt natürlich auch die Bereitschaft zu einem ehrenamtlichen Arbeitseinsatz im Rahmen eines gemeinnützigen Projektes vorhanden sein. Auch soziale Offenheit spielt eine große Rolle. Je nach Aufgabengebiet sollte auch eine gute körperliche und psychische Belastbarkeit vorhanden sein.

Auf formaler Ebene ist vor allem die Altersgrenze von 18 bis 27 Jahren zu beachten. Darüber hinaus sind Kenntnisse der lokalen Sprache, zumindest aber Englischkenntnisse eine Voraussetzung. Bei Bedarf solltet ihr diese in entsprechenden kostenpflichtigen Sprachkursen im Vorfeld erwerben.

Finanzen

Für die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung muss der Träger aufkommen. Außerdem bekommt ihr ein Taschengeld, das sich an den Lebenshaltungskosten vor Ort orientiert. Im Schnitt werden das 100 bis 150 Euro sein. Als FSJler bzw. FÖJler seid ihr gesetzlich sozialversichert. Die Beiträge für die Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen-, Renten- und Unfallversicherung leisten die Träger.

Träger

Die Dienste werden von einem so genannten Träger vermittelt. Die Motivationen sind dabei genauso vielfältig wie die Angebote selbst. Die Träger sitzen zumeist in Deutschland, weshalb sie auch in vielen Fällen staatliche Fördergelder beziehen. Bekannte Beispiele sind die Arbeiterwohlfahrt (AWO), das rote Kreuz oder diverse Kirchengemeinden. Unter www.bmfsfj.de könnt ihr eine Trägerliste für den Anderen Dienst im Ausland herunterladen und so den perfekten Anbieter für euch finden.

Bewerbung

Da es keine zentrale Bewerbung gibt, müsst ihr euch bei Interesse direkt an einen Träger wenden und euch dort auf einen freien Platz bewerben.

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