Gründe für einen Auslandsaufenthalt
Jeder sollte sich einmal die Frage stellen, ob man nicht eine gewisse Zeit fernab der Heimat verbringen möchte, um so von zahlreichen Vorteilen zu profitieren.
Sprachkenntnisse
In erster Linie dient ein Auslandsaufenthalt natürlich der Aufbesserung der Sprachkenntnisse und der Erweiterung des Horizonts durch das Kennenlernen fremder Kulturen und Länder. Ganz nebenbei werdet ihr aber durch diese Lebenserfahrung einiges für eure „Softskills“ tun. Denn wer eine Zeit lang auf sich allein gestellt ist, wird seine eigene Persönlichkeit stärken und besonders selbstständig und selbstbewusst wiederkommen. Hier seht ihr noch einmal die wichtigsten Aspekte in der Übersicht:
Language first
Die Motivationen Nummer eins für den Auslandsaufenthalt ist natürlich die Aneignung von Fremdsprachenkenntnissen. Schließlich fördern diese das menschliche Zusammensein, ob nun beruflich oder privat. Doch egal, wie viel Mühe man sich zu Hause beim Vokabelpauken auch geben mag, die Sprache live vor Ort von und mit Muttersprachlern zu erlernen, ist noch einmal etwas ganz anderes. Entscheidend ist vor allem, dass ihr auch mit Umgangssprache in Kontakt kommt und so einen ganz natürlichen Sprachgebrauch erfahrt. Ein kleiner Tipp am Rande: Manchmal lassen sich auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, wenn ihr euch für ein Land entscheidet, in dem neben der eigentlichen Landessprache auch Englisch eine große Rolle spielt. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn ihr euch für einen englischsprachigen Studiengang in Dänemark oder den Niederlanden entscheidet, und die eigentliche Amtssprache eures Gastlandes dann im Privaten lernt.
Karriere
Im Zeitalter der Globalisierung ist es schlau, sich den härteren Konkurrenzbedingungen auf dem Arbeitsmarkt anzupassen. Heute ist eine Auslandserfahrung mehr als nur ein Pluspunkt im Lebenslauf. Viele Arbeitgeber setzten einen Auslandsaufenthalt fast schon voraus und haken gezielt nach, wenn mit Entsprechendem eben nicht geglänzt werden kann. Kein Wunder, die erworbenen Fähigkeiten sind im Arbeitsalltag meist unerlässlich. Dabei muss es sich gar nicht mal nur um fachliche Kenntnisse wie die Beherrschung einer Fremdsprache handeln. Auch eine gewisse soziale Kompetenz ist im Umgang mit Menschen anderer Kulturkreise unerlässlich. Wenn ihr euch eine Zeit lang allein im Ausland durchgeschlagen habt, beweist ihr zudem eine Menge Selbstständigkeit, Kontaktfreude und ein gewisses Organisationstalent. Auch das Zauberwort „Flexibilität“, das in fast jedem Anforderungsprofil steckt, könnt ihr damit gut abdecken.
Bildung
Ihr geht in eurem Studiengang vollkommen auf und nichts bereitet euch mehr Freude als die Themen, mit denen ihr es tagtäglich zu tun bekommt? Vielleicht habt ihr dann schon einmal festgestellt, dass die Voraussetzung in Deutschland nicht unbedingt die besten sein müssen. Manchmal werden woanders einfach noch ganz andere Lehr- und Forschungsinhalte abgedeckt, die euch vielleicht auch interessieren könnten und euch einen vertieften Einblick in die Materie gewähren. Oft wird im Ausland dank kleinerer Kurse auch anwendungsorientiertes Arbeiten großgeschrieben, wodurch ihr einige praktische Erfahrung mit nach Hause nehmen könnt. Der Reiz könnte aber auch sein, mal eine Koryphäe auf einem bestimmten Gebiet persönlich als Dozent kennenzulernen. Schließlich sind viele Autoren eurer Lehrbücher noch immer an Universitäten auf der ganzen Welt tätig.
Inspiration
Ihr habt das Gefühl, gerade im Leben nicht wirklich weiter zu kommen oder wisst nicht genau, wohin es einmal gehen soll? Viele nutzen einen Auslandsaufenthalt auch schlichtweg, um sich abseits heimischer Gefilde neue Inspiration zu holen. Dabei ist besonders von Vorteil, dass ihr die Zeit, auch formal nicht vergeudet. Nach dem Abi könnt ihr so zum Beispiel eine Wartezeit für einen Arbeits- oder Studienplatz elegant überbrücken, ohne ein Loch im Lebenslauf entstehen zu lassen. Wenn ihr euch später im Studium für ein Auslandssemester entscheidet, ist von Vorteil, dass dieses meist nicht der Regelstudienzeit hinzugerechnet wird. Und egal, ob ihr in eurem Zielland zur Schule geht, studiert oder arbeitet, ein bisschen wird es sich immer wie Urlaub anfühlen. Und das ganz ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen im Gepäck könnt ihr dann zu Hause auch wieder voll durchstarten.
Vitamin B
B wie Beziehungen. Nicht nur die Erinnerungen, Erfahrungen und Kompetenzen, dich sich während der Zeit im Ausland durch die vielfältigen Kontakte mit Menschen aus aller Welt ergeben, bleiben euch auf Dauer erhalten. Auch die neuen Bekanntschaften, die ihr dort gemacht habt, werden – hauptsächlich dank Sozialer Netzwerke – dauerhaft Bestand haben. Von diesen internationalen Beziehungen werden ihr nicht unbedingt nur im Privaten profitieren. Vielleicht ergeben sich so ja auch Chancen und Möglichkeiten bei der Umsetzung beruflicher Ideen und Vorhaben, wo wir wieder beim Punkt Karriere angekommen sind.
Lust bekommen?
Dann schaut euch doch einfach mal um, was für Möglichkeiten ihr habt. Denn: Viele Wege führen ins Ausland!










