Ein Jahr Bundesfreiwilligendienst

Studie zeigt positive Bilanz

von Janina Finkemeyer
Bundesfreiwilligendienst ein voller Erfolg
Foto: Thinkstock

Knapp ein Jahr nach der Einführung des Bundesfreiwilligendienstes sieht die Bilanz positiv aus. Laut einer Studie sind alle vorhandenen Plätze besetzt und vorherige Befürchtungen wiederlegt.

Männer und Frauen gleichermaßen engagiert

Das Centrum für soziale Investitionen und Innovationen (CSI) der Universität Heidelberg und die Hertie School of Governance in Berlin ziehen knapp ein Jahr nach der Einführung des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) eine positive Bilanz. Die Ergebnisse belegen, dass fast alle 35.000 vorhandenen Plätze, von Frauen und Männern aus allen sozialen Schichten, besetzt werden konnten. Auch Arbeitslose und Rentner melden sich für den BFD. 

Etwa 30 Prozent der Teilnehmer sind über 27 Jahre alt. Jedoch lassen sich große regionale Unterschiede in der Altersstruktur feststellen. Während die Gruppe der über 27-Jährigen in den westlichen Bundesländern nur rund 20 Prozent ausmacht, liegt sie in den östlichen Bundesländern teilweise bei bis zu 75 Prozent. 

Da Jugendfreiwilligendienste erfahrungsgemäßs eher von Mädchen als von Jungen wahrgenommen werden, gab es Befürchtungen, dass auch der BFD einen Frauenüberschuss haben würde. Diese Befürchtungen sind jedoch nicht eingetroffen und das Angebot wird mittlerweile von beiden Geschlechtern gleichermaßen angenommen.

Fehlende Anerkennung in der Gesellschaft

Ein großer Kritikpunkt ist bisher die fehlende Anerkennung der Freiwilligendienstleistenden in der Gesellschaft. Würde es die vielen Freiwilligen nicht geben, gäbe es einen erheblichen Mangel an Person im gesundheitlichen und sozialen Bereich. Dieses Engagement sollte mehr Beachtung finden und besser gewürdigt werden. 

Außerdem ist eine klare Abgrenzung zu ehrenamtlichen Tätigkeiten und zur Erwerbsarbeit wichtig, um eine erfolgreiche Zukunft des Bundesfreiwilligendienstes zu gewährleisten. Im Gegensatz zum Ehrenamt ist der BFD zeitlich begrenzt, hat eine wöchentliche Arbeitszeit von mindestens 20 Stunden und wird mit maximal 336 Euro vergütet. Ein klares Profil fehlt dem BFD allerdings und muss, laut der Studie, von Trägern und Politik weiterhin zielstrebig verfolgt werden.

Die komplette Studie findet ihr unter: www.csi.uni-hd.de oder www.hertie-school.org

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