Referate: Runder Vortrag
Referate gehören zu den unbeliebtesten Prüfungsformen. Vielen fällt es schwer, frei vor Unbekannten zu sprechen. Die Folge: Referenten verstecken sich häufig hinter ihren Notizen und lesen das Referat herunter. Wir haben für euch die wichtigsten Tipps und Tricks für einen runden Vortrag zusammengetragen.
Vorne am Rednerpult ist es einsam. Unzählige Augen beobachten euch. Ihr könnt euch nirgendwo verstecken. Alle warten gespannt auf euren Vortrag. Ein kurzes Räuspern und los geht’s. Genau diese Situation bereitet Vielen Unbehagen. Dabei sind Redefähigkeit und Redefertigkeit zwei grundlegende Schlüsselqualifikationen, die im Arbeitsalltag oft von euch verlangt werden.
Was soll das Ganze?
Im Kern geht es bei Referaten um die inhaltliche Zusammenfassung eines oder mehrerer Texte. Dabei kommt es vor allem darauf an, die Kernaussagen herauszuarbeiten und zu erläutern. Je nach Vorgabe des Lehrenden sollte im Anschluss eine Bewertung folgen. Was sind die Stärken und Schwächen des zugrundeliegenden Textes? Wie sehen seine Aussagen im Vergleich zu einem anderen Text aus?
Übertragen auf die Arbeitswelt stellen sich hier die Fragen nach (Konkurrenz-)Produkten, deren Vor- und Nachteilen und der Machbarkeit eines Projekts. Um diese Aspekte richtig rüberzubringen, ist eine gute Gliederung unerlässlich.
Der richtige Aufbau
Referate sind im Grunde wie eine Hausarbeit aufgebaut: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Im Gegensatz zu schriftlichen Arbeit sollte das Referat aber nicht zu kleinteilig werden. Spätestens nach Punkt 3.2.1 habt ihr eure Zuhörer verloren. Daraus ergibt sich auch, dass euer Vortrag nicht zu lang sein sollte. 15 bis 20 Minuten sind ein gutes Maß. Versucht möglichst frei zu reden und alle Teilnehmer anzusprechen. Das schafft ihr am besten, wenn ihr euch nur die wichtigsten Stichpunkte als Gedankenstütze auf einem Notizzettel aufschreibt und den Rest aus dem Kopf heraus vortragt.
Da aller Anfang schwer ist, solltet ihr besonders auf eine gelungene Einleitung achten. Versucht eure Hörer auf euch und das Thema aufmerksam zu machen. Sprecht lebhaft und locker. Fragen, Anekdoten und Zitate sind gängige Mittel für einen gelungenen Einstieg. Darauf folgt eine kurze Vorstellung des Vortragsthemas. Erklärt euren Hörern im Anschluss, was folgt und wie ihr den weiteren Vortrag strukturiert.
Der Hauptteil sollte aus drei bis vier Einheiten bestehen. Idealerweise stellt ihr eine These und Antithese vor. Eure eigenen Forschungserkenntnisse folgen dann im letzten Drittel. Achtet bei allem darauf, euch möglichst kurz und präzise zu fassen. Orientierungspunkte helfen dem Zuhörer dabei, den roten Faden zu behalten. Versucht am Ende eines Informationsblocks das Gesagte kurz zusammenzufassen. Eine offene (eingeblendete) Gliederung hilft zusätzlich.
Im Schlussteil fasst ihr den Vortrag zusammen und verdeutlich noch einmal die Kernaussage. Wenn ihr mit einer Anekdote begonnen habt, könnt ihr in euren Abschlussworten noch einmal darauf zurückkommen. So wird das Referat rund. Anschließend solltet ihr die Diskussion einleiten.
Lasst Bilder sprechen
Menschen können sich visuelle Eindrücke am besten merken. Nutzt das aus. Unterstützt euren Vortrag durch eine Powerpoint-Präsentation. Blendet die Gliederung bei Übergängen von einem Themenblock zum nächsten ein. Verdeutlicht Kernaussagen mit kurzen Zitaten. Nutzt (wenn möglich) Tabellen und Bilder, um das Gesagte visuell zu untermalen.
Darüber hinaus solltet ihr am Ende eures Referats ein Hand-out austeilen. Dort sind noch einmal die Gliederung, die wichtigsten Aspekte und Thesen und eure Quellen vermerkt. Ihr könnt auch weiterführende Literaturangaben machen. Wichtig: Gebt das Hand-out erst am Ende des Referats heraus. Andernfalls schenken eure Zuhörer dem Zettel mehr Aufmerksamkeit als euch.










