Entspannung trotz Prüfungsstress

Frau in Yoga-Haltung

Entspannung, Erholung, Ruhepause – seid ihr mitten im Abistress oder in der Prüfungsphase eures Studiums, sind das für euch Fremdwörter. Dabei ist Entspannung wichtig für unseren Schlaf, unsere Konzentration und letztlich auch, um Krankheiten vorzubeugen. Und in den stressigen, lernintensiven Prüfungsphasen noch mehr als sonst.

Aus diesem Grund solltet ihr von Beginn an auf eine ausgeglichene Lebensweise achten und Entspannungs- bzw. Erholungsphasen direkt in euren Tagesablauf einplanen. Denn: Jede Belastung braucht Entlastung. Der schnellste Weg, um Stress gar nicht erst aufkommen zu lassen und den Kopf frei zu bekommen, ist Bewegung. Sei es der Volleyballkurs beim Hochschulport oder der tägliche, halbstündige Spaziergang.

Das andere Element ist eine innere Ausgeglichenheit: Es reicht manchmal schon aus, das Essen in der Mensa in Ruhe zu sich zu nehmen, anstatt es hastig in sich hineinzuschaufeln. Und schon ist man entspannter. Experten raten zudem dazu, den Tag entspannt ausklingen zu lassen, vor allem in der Prüfungsphase. Schließlich muss der Körper die Reize des Tages erst einmal verarbeiten, erst dann ist ein entspanntes Schlafen möglich.

Oft helfen auch gezielte Entspannungsübungen, um mit Prüfungsdruck und –stress zurecht zu kommen. Wir haben für euch die wichtigsten Entspannungsmethoden zusammengestellt:

Progressive Muskelentspannung

Diese populäre Technik setzt unmittelbar an der Muskulatur an. Ziel ist es, eine Entspannung des gesamten Körpers zu erreichen, indem man bestimmte Muskeln anspannt und wieder entspannt. Ihr müsst euch darauf konzentrieren, wie sich An- und Entspannung anfühlen. So soll ein tiefer Entspannungszustand erreicht werden. Wenn ihr diese Methode eine Zeit lang geübt habt, könnt ihr euch sehr schnell und an den verschiedensten Orten in einen entspannten Zustand versetzen, z.B. in der Uni-Bibliothek oder der Vorlesung.

Autogenes Training

Das Autogene Training ist wohl die bekannteste Entspannungsmethode. In erster Linie dient diese Technik der Entspannung der Muskulatur und der Erholung. Beim Autogenen Training müsst ihr euch ganz auf euch und euren Körper konzentrieren, aber dennoch die Sichtweise eines Beobachters einnehmen. Wendet man das Autogene Training korrekt an, entsteht durch die entspannten Muskeln ein Gefühl der Schwere, durch die erweiterten Blutgefäße ein Gefühl der Wärme. Ziel ist es, einen Zustand zu erreichen, der dem des Schlafens nahe kommt und durch eine tiefe, innere Ruhe gekennzeichnet ist. Ihr müsst aber mehrmals täglich üben bis sich die positiven Wirkungen einstellen.

Meditation

Meditation ist eine der ältesten Entspannungstechniken - und eine der wirksamsten, wenn man sie richtig anwendet. In vielen Religionen gehört die Meditation zur spirituellen Praxis, z.B. im Hinduismus oder Buddhismus. Durch die Meditation sollen Geist und Körper zur Ruhe kommen. Dazu muss man einen Bewusstseinszustand erlangen, bei dem man die Umwelt vernachlässigt und sich und seine Gedanken stattdessen auf ein bestimmtes Objekt konzentriert bzw. reduziert. Wenn ihr oft meditiert, fühlt ihr euch ausgeglichener und habt mehr Energie. Aber auch hier gilt: regelmäßig üben.

Yoga

Diese aus Indien stammende Entspannungstechnik begreift Körper, Seele und Geist als Einheit. Yoga ist eine Art „Best of“ und kombiniert körperliche Übungen, Meditation sowie Atem- und Entspannungsübungen. In Deutschland kam es in den 1960er und 1970er Jahren zu einem regelrechten Yoga-Boom. Zudem gibt es viele verschiedene Arten von Yoga, in Deutschland stehen meist die körperlichen Übungen im Vordergrund. Solltet ihr noch keinerlei Erfahrung haben, bietet sich ein Yoga-Kurs an. Ohne professionelle Anleitung kann es sogar zu gesundheitlichen Problemen kommen. Bücher und DVDs zum Thema gibt es in Hülle und Fülle.

Qigong

Qigong ist eine alte Atem- und Bewegungslehre aus China, die wiederum mehrere Übungen miteinander kombiniert: Konzentrations-, Atem-, Bewegungsübungen sowie Meditation. Die Atemübungen sorgen dafür, dass wir mehr Sauerstoff bekommen: Tief in den Bauch hineinzuatmen produziert weniger Stresshormone als flach in die Brust zu atmen. Am Einfachsten gelingt euch die Qigong-Atmung, wenn ihr euch hinlegt und vorstellt, euren Bauch beim Einatmen wie einen Ballon aufzublasen. Es könnte passieren, dass ihr euch dabei so gut entspannt, dass ihr einschlaft. Regelmäßiges und intensives Training ist notwendig.

Stress und Anspannung lassen sich in der Prüfungsphase nur schwer vermeiden. Der Körper muss physische wie psychische Belastungen verkraften. Dagegen helfen die beschriebenen Übungen schon sehr gut. Doch ihr solltet euch auf jeden Fall im Vorfeld in Büchern, Magazinen oder auf DVDs über die Übung informieren, die ihr gerne lernen würdet und euch - z.B. durch ein Qigong-Lehrbuch oder einen professionellen Yoga-Trainer - anleiten lassen.

Weiterführende Infos und eine Übersicht über die wichtigsten Entspannungstechniken mit Tipps für Übungen zu Hause findet ihr hier:

www.ellviva.de
www.tk.de

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