Filme und Musik downloaden oder streamen - legal oder illegal? - Teil 1

von Henning Ohlsen
filme und Musik downloaden oder streamen - legal oder illegal?
Foto: Thinkstock

Das Internet ist ein Eldorado für Musik- und Film-Fans. An allen Ecken und Enden warten vorgeblich kostenlose Angebote darauf, heruntergeladen zu werden. UNICUM ABI erklärt, was erlaubt ist – und wo ihr lieber die Finger von lassen solltet.

Darf ich Filme über Poratle wie kinox.to schauen?

Das Angebot von kinox.to, aktuelle Kino-Blockbuster und Serien kostenlos über das Internet zu schauen, ist illegal. Der Konsum dieser Filme ist ofiziell aber nicht verboten – stattdessen bewegen sich die Nutzer hier in einer rechtlichen Grauzone. Illegal ist nur die dauerhafte Speicherung einer Datei auf dem eigenen PC. Da es sich bei kinox.to um ein Streaming-Portal handelt, wird der Film auf dem Rechner nur zwischen- und nicht dauerhaft gespeichert. Dennoch bemühen sich Filmfirmen und Lobbyorganisationen, die Politik von einer Änderung der Gesetzeslage zu überzeugen, so dass auch das Streamen von Filmen und Serien unter Strafe gestellt wird.

Darf ich Filme und Musik über Bittorrent oder The Pirate Bay aus dem Internet herunterladen?

Nein, bei der Nutzung von Bittorrent oder The Pirate Bay werden die Dateien dauerhaft auf dem PC gespeichert, was verboten ist. Auch der Download von Computerprogrammen wie Adobe Photoshop ist illegal.

Welche legalen Alternativen gibt es?

Zu den bekanntesten legalen Anbietern von aktuellen Filmen zählen Maxdome, was zur ProSiebenSat.1-Gruppe gehört, und die Amazon-Tochter Love lm. Beide verfügen nach eigenen Angaben über rund 45 000 Titel, die ihr jederzeit über das Internet anschauen könnt. Wer es lieber kostenlos will, wird in YouTubes eigenem Filmkanal oder auf Seiten wie MyVideo und MSN Movies fündig. Aktuelle Kino-Blockbuster sucht man allerdings vergeblich.

Darf ich mit einem Programm wie Clipgrab Mitschnitte von YouTube-Videos machen?

Gegen Clip-Mitschnitte von YouTube spricht nichts, solange sie dem privaten Zweck dienen. Musikvideos, Ausschnitte aus Fernsehsendungen oder Sportübertragungen dürft ihr aber nur mitschneiden und herunterladen, wenn diese auch von den Urhebern, in dem Fall den Plattenlabels beziehungsweise TV-Stationen, zur Verfügung gestellt wurden. Hier heißt es also, ganz genau auf den YouTube-Nutzer zu schauen, der den Clip hochgeladen hat.

Kann ich über das Internet Musik hören?

Ja, mittlerweile bietet fast jeder Radiosender einen Live-Stream seines Programms über das Internet an. Hier ist sogar das Mitschneiden der Musik erlaubt, solange sie nur für private Zwecke genutzt wird. Möglich ist das mit zahlreichen Software-Lösungen, am bekanntesten: radio.fx. Als Alternative zu den Live-Streams könnt ihr auf Portale wie Napster, Simfy oder Spotify zurückgreifen. Hier bestimmt ihr selbst, wann welcher Song läuft. Die Dienste sind in ihren Basisfunktionen kostenlos und nanzieren sich über Werbung. Bezahlen müsst ihr erst, wenn ihr Lieder speichern und die Reklame ausblenden wollt.

Woran erkenne ich, ob ein Angebot legal oder illegal ist?

Ein Legal- oder Illegal-Siegel gibt es zwar nicht, aber es existiert ein ganz klares Erkennungsmerkmal: Wo etwas kostenlos angeboten wird, sollte man skeptisch sein. Vor allem, wenn es sich um aktuelle Kino-Blockbuster, Musik oder Computerprogramme handelt.


Auf der nächsten Seite lest ihr, was Patrick R. passiert ist, nachdem er ein Album der Fantastischen Vier illegal heruntergeladen hatte.

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