Gebt Nazis keine Chance bei Facebook & Co.

Neu und innovativ wendet sich das Projekt „no-nazi.net“ gegen Rechtsradikale

von Heike Philipp
Mädchen surft im Netz

Das Projekt "no-nazi.net - Für soziale Netzwerke ohne Nazis" will zusammen mit Jugendlichen einen Weg finden, rechtsextremen Inhalten in sozialen Netzwerken wirksam zu begegnen. Denn Rechtsextreme greifen immer häufiger auf soziale Netzwerke zurück, um ihr Gedankengut schnell und unkompliziert zu verbreiten. Die Zielrichtung ist klar: Junge User sollen für die rechte Szene begeistert werden.

Was will das Projekt bewirken?

Logo von no-nazi.net

Es soll vor allem Aufmerksamkeit auf die Gefahr von rechtsextremen Inhalten im Netz gelenkt werden. Solche Posts warten mit vermeintlich guten Motiven auf, um Jugendliche in ein Gespräch zu verwickeln, sodass diese nach und nach mit rechtsextremen Meinungen vertraut gemacht werden. Das will das Team von no-nazi.net verhindern. Dabei richtet sich das Projekt „nicht gegen Menschen – es geht gegen die hasserfüllte Ideologie, die sie verbreiten und mit der sie anderen das Recht nehmen wollen, gleichberechtigt und frei zu leben.“ Thematisch soll sich deshalb bei dem Projekt alles um Themen wie Rechtsextremismus, Demokratie, Vorurteile, Menschenrechte und Medienkompetenz in den sozialen Netzwerken drehen (Stichwort: Rechtsextremismus in Jugendkulturen). no-nazi.net ist ein Projekt der Amadeu Antonio Stiftung und wird als Modellprojekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Was macht das Team?

Während der dreijährigen Projektlaufzeit soll eine Gemeinschaft von Jugendlichen aufgebaut werden, die dauerhaft gegen rechtsextremes, rassistisches, antisemitisches oder islamfeindliches Gedankengut angehen wollen. Dazu bietet das Team seit April 2011 Videos, Grafiken, Fotostorys, Umfragen und Quizzes an, lustig oder ernsthaft, informativ oder amüsant. Bei der Umfrage „Was sind eure Lieblingssprüche gegen Nazis?“ schickten Jugendliche eigene Sprüche ein:

  • „Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm, beim Nazi ist das andersrum.“
  • „Bunt statt braun!“
  • „Was ist flüssiger als Wasser? Nazis, die sind überflüssig!“
  • „Wo Faschismus zum Alltag wird, wird Revolution zur Pflicht“ 


Außerdem wird das Netz vom Projektteam täglich nach neuen Kampagnen, Profilen und Strategien der rechtsextremen Gruppierungen abgesucht. Zum Beispiel markieren die rechtsextremen Nutzer ihre Posts mit bestimmten Zahlen- und Wörter-Codes (zum Beispiel „28“ für „Blood & Honour“).

Wie kannst du dich einbringen?

Wenn du ebenso denkst wie das no-nazi.net-Team und zwischen 13 und 18 Jahre alt bist, dann entwickle gemeinsam mit anderen Jugendlichen eigene Ideen und unterstütze so das Projekt. Das kannst du zum Beispiel auch über eine der no-nazi.net-Gruppen in den sozialen Netzwerken. Du findest diese Gruppen bei SchülerVZ, Facebook, Twitter, wer-kennt-wen, Jappy und Google. Letztendlich bist du als User gefragt, rechtsextreme Inhalte anzuprangern und zu ignorieren, jedoch nicht ohne einen entsprechenden Kommentar, um der rechten Szene jegliches Forum zu entziehen.

Kurz: Alle User sollten sich stark gegen Rechts machen und in den Netzwerken aktiv werden!

 

Weitere Infos findest du unter no-nazi.net

Was gibt es noch?

Mit Recht gegen Rechts

 

Mit dem Schülerwettbewerb „Mit Recht gegen Rechts“ ruft das Bundesjustizministerium auf, Ideen gegen Rechts einzureichen. Was kann man gegen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz machen? Die besten Ideen, Konzepte und Aktionen zu dieser Frage werden von fünf Mitgliedern des Bundesjustizministeriums ausgezeichnet. Dabei sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt: Schick ein Video, gestalte eine Webseite, mach eine Fotoreportage, schreib einen interessanten Text oder bau eine Collage. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 14 und 20 Jahren (es zählt das Alter bei Abgabe des Wettbewerbsbeitrages). Du kannst deinen Beitrag einzeln, als kleine Gruppe oder als ganze Schulklasse einreichen. Einsendeschluss ist der 31. März 2012.

 

Weitere Infos findest du unter www.gerechte-sache.de/wettbewerb

 

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