Online-Studie: Cyberbullying

Viele Schüler leiden unter Mobbing-Attacken im Internet

von Janina Finkemeyer
Cyberbullying bei Schülerinnen und Schülern
Foto: Thinkstock

Laut einer Online-Umfrage der Universität Bielefeld sind 14 Prozent der 1881 befragten Schüler schon einmal Opfer von Cyberbullying geworden. Die Formen der Mobbing-Attacken sind dabei ganz unterschiedlich.

Was ist Cyberbullying?

Cyberbullying ist eine Form von Mobbing, bei der gezielte Attacken über das Internet oder per Handy ausgeübt werden. Es gibt ganz unterschiedliche Formen von Mobbing im Internet. Zum einen kann in direkter Online-Kommunikation zwischen Opfer und Täter eine Belästigung stattfinden, sodass das Opfer beleidigt, verspottet, bedroht oder auch sexuell belästigt wird. 

Des Weiteren schädigen Täter, durch die gezielte Verbreitung von Informationen, Fotos oder Videos, den Ruf des Opfers. Auch der komplette soziale Ausschluss bestimmter Personen ist eine häufige Form des Mobbings im Internet. Besonders heftige Auswirkungen kann das sogenannte Happy Slapping haben. Dabei inszenieren die Täter eine Gewaltaktion gegen das Opfer und fotografieren oder filmen die Szene. Oft werden die Opfer dabei vergewaltigt oder bis zur Bewusstlosigkeit verprügelt.

Ergebnisse der Online-Umfrage

Cybermobbing bei Schülerinnen und Schülern
Foto: Thinkstock

Rund 14 Prozent der 1881 Teilnehmer gaben an, dass sie schon einmal Opfer von Mobbing im Internet geworden sind. Jedes zweite Opfer leidet besonders stark unter den Mobbing-Angriffen. Die größte Belastung ist, für mehr als die Hälfte der Opfer, die Weitergabe privater Fotos und Videos. Obwohl Beleidigungen, Spott und Bedrohungen die häufigsten Formen von Cyberbullying sind, stufen die Teilnehmer sie als weniger belastend ein. 

Zwölf Prozent der Befragten gaben an, schon selbst Personen im Internet gemobbt zu haben. Der häufigste Grund für die Mobbing-Attacken ist, laut der Umfrage, dass die Jugendlichen sich von bestimmten Personen genervt fühlen und deshalb mit dem Mobbing beginnen. Konsequenzen für die Cybermobber gibt es kaum. Für 56,4 Prozent der befragten Täter hat ihr Handeln keinerlei Folgen mit sich gebracht. Knapp 19 Prozent der Täter fühlten sich nach ihren Attacken schlecht.

Folgen von Cyberbullying sind schlecht kontrollierbar

Einmal veröffentlichte Informationen, Fotos oder Videos im Internet, lassen sich nur schwer oder gar nicht mehr entfernen. Die langfristigen Folgen der Verbreitung peinlicher Fotos sind nur schwer abzuschätzen. Opfer von Cyberbullying benötigen deshalb Unterstützung, damit sie ihre Erlebnisse aufarbeiten können. 

Der neuste Trend von Bloßstellung im Internet ist "Bed of Shame". Dabei posten User Fotos ihres One-Night-Stands bei Twitter und triumphieren über ihre Eroberung. Die Betroffenen sind natürlich komplett ahnunglos. Die Blamage, wenn Lehrer oder Arbeitgeber die Fotos zu Gesicht bekommen, ist aber riesig.

Die Ergebnisse der Online-Umfrage findet ihr unter www.uni-bielefeld.de/cyberbullying

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