Skurrile Berichte von Schulen aus der ganzen Welt

Das gibt's doch nicht...

von Marie-Charlotte Maas
Skurrile Berichte von Schulen aus der ganzen Welt
Foto: Thinkstock

Oh doch! Diese vier skurrilen Berichte sind nämlich nicht der Phantasie unserer Redaktion entsprungen, sondern bittere Realität. Lest und staunt!

Wer zu spät kommt, den bestraft der Direktor

An der Bergius-Schule in Berlin-Friedenau geht es streng zu – sehr streng! Um Punkt halb acht Uhr werden die Schultüren geschlossen, wer dann noch hinein möchte, muss klingeln. Auf das Klingeln folgt die Strafe: Im Herbst heißt es Blätter zusammenfegen und im Winter den Schnee. Kommt ein Schüler drei Mal zu spät, geht ein Brief an die Eltern. Auch vergessliche Schüler bekommen ihr Fett weg: Wer sein Sportzeug nicht dabei hat, darf sich nicht etwa auf der Bank ausruhen, sondern hilft während der Sportstunde dem Hausmeister. Ach ja: Kaugummis, Handys und Mützen sind auch verboten. Zumindest die Eltern scheinen das strenge Regiment zu mögen – die Neuanmeldungen steigen stetig.

Skurrile Berichte von Schulen aus der ganzen Welt
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Alle gegen Harry

Der arme Harry Potter findet an Muggelschulen kein Glück. Nachdem die Erlebnisse des Zauberlehrlings vor ein paar Jahren zunächst an englischen Schulen verboten wurden, zogen auch die USA nach. Harry Potter landete auf der sogenannten Blacklist, einer Aufzählung von 100 Titeln, die amerikanische Erwachsene nicht in den Regalen von Schulbibliotheken sehen wollen.

Der Beststeller bendet sich in guter Gesellschaft. Ebenfalls auf der Liste stehen unter anderem "Fänger im Roggen" und "Tom Sawyer". Typisch Amis? Auch ein Chemnitzer Gymnasium hat J. K. Rowlings Geschichten auf den Index gesetzt. Eltern von zwei Fünftklässlern hatten religiöse Bedenken und sorgten dafür, dass Harry Potter durch das Buch "Rennschwein Rudi Rüssel" ausgetauscht wurde.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser ...

... denkt sich wohl die Schulleitung des bekannten Internats Salem und schickt seine Schüler zum "Alkomat". Der steht in jedem Wohntrakt und dient wöchentlich dazu, stichpunktartig zu überprüfen, ob die Schüler verbotenerweise Alkohol getrunken haben. Strenge Sitten? Es geht noch strenger: Zu Beginn des Schuljahres wird ein Haar- und Urintest durchgeführt, um zurückliegenden Drogenkonsum entdecken zu können. Alkoholmissbrauch, Diebstahl oder Sex mit Mitschülern führen übrigens zum Rauswurf aus Salem.

Schöner Tausch

Skurrile Berichte aus Schulen aus der ganzen Welt
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Stellt euch vor, ihr geht zur Schule und bekommt Geld dafür. Ein Traum? Für Schüler in den USA wurde er Wirklichkeit. An der Dohn Community High School bekommt man für den regelmäßigen Besuch des Unterrichts und ordentliches Betragen Geld. Von der neunten bis elften Klasse sind es zehn Dollar pro Woche, in der zwölften Klasse sogar 25 Dollar, plus fünf Dollar – die auf ein persönliches Sparkonto überwiesen werden.An das Sparguthaben kommen die Jugendlichen aber erst nach dem High School-Abschluss heran.

Diese pädagogische Maßnahme soll den Schülern Disziplin beibringen und sie von der Straße hinter die Schulbänke locken. Die Schüler stammen oft aus schwierigen Verhältnissen, nur 15 Prozent von ihnen schafften in der Vergangenheit den Abschluss, 40 Prozent waren chronische Schulschwänzer. Die Idee scheint zu funktionieren: Der regelmäßige Schulbesuch konnte von 60 auf fast 80 Prozent gesteigert werden.

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