Studie: Viele Schüler verheimlichen ihre Aktivitäten im Internet
Jugendliche gehen sorglos mit persönlichen Daten um und die Eltern haben keine Ahnung

- Foto: Thinkstock
Hausaufgaben von Internetseiten abschreiben, ganze Aufsätze aus dem Netz kopieren, illegal Musik downloaden, Filme schauen, pornografische Seiten aufrufen – so sehen die Aktivitäten vieler Schüler im Internet aus. Eltern haben häufig keine Ahnung, was die Jugendlichen im Netz treiben. Vor ihnen schützen Teenager ihre Privatsphäre – aber nicht im Internet. Beim Umgang mit persönlichen Daten im Netz, müssen Jugendliche und Eltern noch viel lernen.
1200 Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren und 1200 Eltern aus Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden, nahmen an einer europäischen Studie des IT-Sicherheitsunternehmens McAfee, zu den Online-Geheimnissen von Jugendlichen, teil. Das Ergebnis der Studie ist eindeutig: Jugendliche besuchen Seiten, für die sie viel zu jung sind und gehen sorglos mit persönlichen Daten um. Die meisten Eltern kriegen davon nichts mit und wissen selbst nur wenig über die Gefahren des Internets.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick
- 41,7 Prozent der befragten Jugendlichen besuchen Internetseiten, die ihre Eltern ihnen nicht erlauben
- 34,1 Prozent gaben zu, dass sie illegal Musik downloaden
- Fast ein Viertel der Befragten sucht im Internet bewusst nach pornografischen Inhalten
- 38,8 Prozent der Teenager löschen ihre Browser-Historie
- 17,7 Prozent haben eine E-Mail-Adresse, die die Eltern nicht kennen
Sorgloser Umgang mit persönlichen Daten
Auch wenn Jugendliche ihre Privatsphäre vor den Eltern besonders gut verheimlichen, vernachlässigen sie den Schutz ihrer persönlichen Daten im Internet. 23 Prozent der Jugendlichen machen sich keine Sorgen, wenn sie ihre E-Mail-Adressen posten. In manchen Bereichen, machen sie sich aber sogar mehr Gedanken als ihre Eltern. Während 16,7 Prozent der befragten Eltern keine Bedenken haben, Ort und Zeit eines Treffens zu posten, sind immerhin nur 9,5 Prozent der Jugendlichen völlig sorglos.
Eltern wissen zu wenig
Fast zwei Drittel der befragten Eltern vertrauen ihren Kindern und gehen davon aus, dass die Jugendlichen keine ungeeigneten Inhalte anschauen. Nur ein Fünftel der Eltern weisen ihre Kinder allerdings auf Gefahren im Internet hin. Häufig wissen sie selbst zu wenig über die Sicherheitsrisiken und können ihre Kinder nicht genügend aufklären. 16,6 Prozent der befragten Eltern glauben zum Beispiel nicht, dass das Posten intimer persönlicher Details ein Risiko darstellt.
Tipps zur Sicherheit im Internet
Nehmt ihr es mit dem Schutz eurer Daten im Netz auch nicht so genau? Oder seid ihr euch nicht sicher, welche Einstellungen ihr bei Facebook deaktivieren müsst, um besser abgesichert zu sein? Keine Sorge: Mit den richtigen Klicks ist es gar nicht so schwer, eure Privatsphäre zu schützen.
Diese Artikel helfen euch, damit ihr beim Surfen auf der sicheren Seite seid:
Filme und Musik downloaden oder streamen - legal oder illegal?









