Tipps für einen Schüleraustausch

von Janina Finkemeyer
Schüleraustausch - Darauf solltet ihr achten!
Foto: Thinkstock

Träumt ihr davon, eine Zeit im Ausland zu verbringen? Dann haben wir einen Tipp für euch: Mit einem Schüleraustausch können eure Träume wahr werden. Wir zeigen euch worauf ihr achten müsst, damit der Schüleraustausch zum Erfolg wird.

 

Vorbereitung

Die Vorbereitung ist das A und O. Fangt frühzeitig mit der Planung des Austauschs an. Es kann bis zu einem Jahr dauern, bis alles organisiert ist. Folgende Fragen solltet ihr als erstes klären:

  • Welche Sprachen und Länder kommen in Frage?
  • Wie viel Zeit wollt ihr im Ausland verbringen?
  • Akzeptiert eure Schule in Deutschland einen Schüleraustausch?

Wenn ihr eine grobe Vorstellung eures Schüleraustauschs habt, macht ihr euch auf die Suche nach einer passenden Organisation. Achtet nicht nur auf den Preis der Angebote, sondern vor allem auf die persönliche Betreuung vor und während des Auslandsaufenthalts und lest Erfahrungsberichte anderer Teilnehmer. Wichtig ist, dass die Organisation eure Ansprüche erfüllt und euch bei eurem Vorhaben optimal unterstützt.

Einen Überblick verschiedener Organisationen findet ihr unter: www.ausgetauscht.de/organisationen

Zeitrahmen

Der perfekte Zeitpunkt für einen Schüleraustausch liegt zwischen der Sekundarstufe I und II. Wer nach zwölf Jahren Abitur macht, geht am besten während des zehnten Schuljahres ins Ausland. Für alle, die nach 13 Jahren Abi machen, bietet sich die elfte Klasse an.

Voraussetzungen

Für die Teilnahme an einem Schüleraustausch, solltet ihr zwischen 14 und 18 Jahren alt sein. Der Notendurchschnitt spielt für die meisten Organisationen keine große Rolle. Für eine Bewerbung um ein Stipendium oder auch für eure Schule in Deutschland, sind gute Noten aber sehr wichtig. Außerdem solltet ihr eine gewisse Selbstständigkeit mitbringen. Bei Problemen können euch Mami und Papi nicht mal eben so aus der Patsche helfen, sondern ihr müsst selbstständig Lösungen finden.

Finanzierung

Ein Schüleraustausch ist mit hohen Kosten verbunden. Wenn ihr oder eure Eltern nicht allein dafür aufkommen können, gibt es mehrere Finanzierungsmöglichkeiten. Wer gute Noten hat, hat die Chance auf ein Stipendium. Stipendien werden von Austauschorganisationen und Stiftungen vergeben. Eine Übersicht möglicher Stipendien findet ihr unter: www.rausvonzuhaus.de

Eine andere Möglichkeit ist das Schüler-Bafög für Auslandsaufenthalte. Im Gegensatz zu Bafög für Studierende, ist Schüler-Bafög ein Vollzuschuss und muss nicht zurückgezahlt werden. Monatlich erhaltet ihr einen bestimmten Betrag, der sich maßgeblich durch das Einkommen eurer Eltern errechnet. Genauere Informationen gibt’s unter: www.das-neue-bafoeg.de

Schulbesuch

Ein Schüleraustausch ist kein Urlaub. Wie in Deutschland auch, müsst ihr während eures Auslandsaufenthalts in die Schule gehen. Je nachdem, wie lange ihr im Ausland seid, schreibt ihr auch die Prüfungen mit und könnt diese in Deutschland anerkennen lassen. Sprecht euren Schüleraustausch genau mit euren Lehrern und der Schulleitung in Deutschland ab. Vielleicht müsst ihr im Ausland bestimmte Kurse belegen oder nach dem Aufenthalt Prüfungen nachholen. Wenn ihr ein ganzes Austauschjahr macht, kann es passieren, dass ihr die Klasse wiederholen müsst. Klärt deshalb vor dem Schüleraustausch ab, worauf ihr euch einstellen müsst.

Sonstiges

Kein wirklicher Tausch! Auch wenn das Wort "Schüleraustausch" den Anschein erweckt, dass es sich zwingend um einen richtigen "Tausch" handeln muss, ist es bei mehrmonatigen Schüleraustauschen nicht die Regel. Dennoch gibt es auch Organisationen bei denen ihr eine Zeit im Ausland verbringen könnt und dafür auch einen Gastschüler aufnehmen müsst.

Gastgeschenke nicht vergessen! Während des Schüleraustauschs wohnt ihr bei einer Gastfamilie, einige Wochen vor der Abreise aus Deutschland erfahrt ihr von eurer Organisation, wer die Familie ist und könnt schon Kontakt mit der Gastfamilie aufnehmen. Als Dankeschön für die Aufnahme in die Familie, bringt ihr Gastgeschenke mit. Dafür eignen sich Spezialitäten aus eurer Region, Bildbände, selbstgemachte Fotoalben oder Kalender von eurer Heimat und Familie.

Genießt die Zeit! Am Anfang eures Schüleraustauschs prasseln viele neue Eindrücke auf euch ein. Neue Umgebung, neue Sprache, neue Schule und die neue Familie, können einem ganz schön Angst machen. Egal wie gut ihr euch auf den Auslandsaufenthalt vorbereitet - es bleibt immer ein kleiner Sprung ins kalte Wasser. Trotzdem dürft ihr nicht zu viel Angst oder Respekt vor den neuen Herausforderungen haben. Nutzt die Chance, verbessert eure Sprachkenntnisse und sammelt so viele Erfahrungen wie möglich.


Habt ihr schon einen Auslandsaufenthalt hinter euch? Wo seid ihr gewesen und welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Schreibt uns eine Mail an onlineredaktion@unicum-verlag.de oder diskutiert mit im UNICUM.de Forum - HIER geht's lang!

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