UNICUM schaut: Merida – Legende der Highlands

Pixars neustes Animationsabenteuer gibt's seit dem 05. Dezember auf DVD und Blu-ray

von Barbara Kotzulla
Merida – Legende der Highlands | Foto: ©2012 Disney/Pixar. All Rights Reserved.

Für ihren neusten Film zog es die Macher der berühmten Pixar-Animationsstudios ("Toy Story", "Findet Nemo" oder "Ratatouille") in die schottischen Highlands. Vor mittelalterlicher Kulisse erzählt Merida von Mut, Liebe und Schicksal geknüpft an eine einfallsreiche Mutter-Tochter-Geschichte. Prädikat: Absolut sehenswert!

Skurrile Figuren und witzige Einfälle

Merida (gesprochen von Nora Tschirner) ist ein richtiger Wildfang und macht es vor allem ihrer Mutter Elinor ziemlich schwer. Die Königin will den Rotschopf zu einer feinen Dame erziehen, während diese lieber ausreitet und Bogenschießen übt. 

Eines Tages erreicht Merida dann die Hiobsbotschaft: Sie soll mit einem der erstgeborenen Söhne der drei verbündeten Clans verlobt werden. Diese stellen sich allerdings bei dem dazu anberaumten Wettkampf ziemlich unfähig an und werden von der Prinzessin vor dem versammelten Königreich bloßgestellt. Es kommt zum Streit zwischen Mutter und Tochter: Merida läuft weg und trifft im Wald auf eine Hexe, die ihr – auf ihren Wunsch hin – einen verzauberten Kuchen überlässt. Doch jeder Zauber hat seinen Preis. Als Merida Elinor den Kuchen zu essen gibt, verwandelt diese sich in einen Bären. Das Unheil nimmt seinen Lauf, und auch die Clans fangen an, sich mit König Fergus um das Recht der Vermählung zu streiten.

Mit Merida – Legende der Highlands behaupten die Pixar-Studios einmal mehr ihre Vormachtsstellung im Animationssektor. Die ideenreiche Geschichte zaubert faszinierend gute Bilder auf den Bildschirm (die Landschaft! Meridas Haare!) und kombiniert sie mit skurrilen Figuren und witzigen Einfällen. Jeder Charakter ist ein Unikat: Merida, das mutige und willenstarke Mädchen. Der bärenstarke, aber herzliche König Fergus. Die pflichtbewusste, aber liebevolle Königin Elinor. Meridas drei kleinen frechen Brüder. Die merkwürdige Hexe, die nebenbei als Holzschnitzerin arbeitet. Die Anführer der restlichen Clans. Allesamt sind sie charmant angelegt, allesamt machen sie richtig Spaß.

Die Story steht ganz in der Tradition der Märchen von Hans Christian Andersen und den Brüdern Grimm. In ihren Grundzügen ist die Geschichte einfach gestrickt, die Botschaft ist klar verständlich: Trotzdem bietet Merida – Legende der Highlands beste Unterhaltung und rührt zum Schluss gar zu einem kleinen Tränchen. Bemerkenswert ist auch, dass Pixar nach Erfolgsfilmen wie "Toy Story" oder "Cars" nun erstmals eine starke weibliche Figur in den Fokus ihrer Erzählung stellt. Merida ist tapfer und klug – eine tolle Identifikationsfigur für junge Mädchen. Am Ende des Abenteuers sind ihr die Prinzen immer noch herzlich egal, sie geht reitet lieber weiter aus, doch diesmal mit ihrer Mutter.

Auch wenn Merida – Legende der Highlands an den Kinokassen nicht für "Findet Nemo"-gleiche Begeisterungsstürme gesorgt hat: das Animationsabenteuer kann sie durchaus mit anderen Genre-Hits messen. An Verve, Witz und Tollkühnheit dürfen sich andere Trickheldinnen bei der rothaarigen Prinzessin ruhig etwas abgucken!


Merida – Legende der Highlands

Animation, USA 2012

Regie: Mark Andrews, Brenda Chapman 

Sprecher u.a.: Nora Tschirner (Merida), Bernd Rumpf (Fergus), Monica Bielenstein (Elinor), Marianne Groß (Hexe)

Verleih: Walt Disney

VÖ: 05. Dezember 2012

www.disney.de/merida

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