UNICUM schaut: Rubbeldiekatz

von Ann-Christin von Kieter
Rubbeldiekatz - Matthias Schweighöfer & Alexandra Maria Lara
Foto: © Universal Pictures

Jede Menge Dialogwitz, eine Liebesgeschichte mit Happy End und dazu die Elite des deutschen Schauspiels – so lautet das Erfolgsrezept von „Rubbeldiekatz“. Seit dem 18. Mai gibt’s die schräge Verwechslungskomödie auf DVD.

Männer in Frauenklamotten – Adam Sandler will von diesem Thema erst mal sicherlich nichts mehr hören. Schließlich hat er sich mit dem Kinofilm „Jack & Jill“ Anfang des Jahres nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Doch Regisseur Detlev Buck beweist mit seiner deutschen Komödie „Rubbeldiekatz“, dass stoppelige Männerbeine auf High Heels im Blockbuster-Rennen durchaus eine Chance haben. An den Start geht immerhin Sunnyboy Matthias Schweighöfer, der Inbegriff der deutschen Komödie. Und sollte es mal wacklig werden, bekommt er Unterstützung von Schauspielkollegin Alexandra Maria Lara

Liebelei zwischen Lara und Schweighöfer 

Im Gegensatz zu Adam Sandler ist Schweighöfers Rolle keine echte Frau. In Rubbeldiekatz spielt er den erfolglosen Theaterschauspieler Alex Honk, der eine Nebenrolle in einer Hollywoodproduktion ergattert – aber eben als Alexandra. Ausgestattet mit falschen Brüsten und einer blonden Perücke läuft zunächst alles bestens. Bis er am Set erfährt, wer seine Filmpartnerin ist. Mit Superstar Sarah Voss (Alexandra Maria Lara) hat er zuvor eine Nacht verbracht und sich unsterblich in sie verliebt. Doch als Kollegin und neue beste Freundin kann er wohl schlecht bei ihr punkten. Dafür muss er dabei zusehen, wie seine Traumfrau mit dem Schauspielkollegen Thomas (Max von Thun) anbandelt. 

Nicht innovativ, aber kreativ 

Wirklich neu ist die Handlung von „Rubbeldiekatz“ nicht, das wird schnell deutlich. Schon die Grundlage – ein Mann muss aufgrund seines Job das andere Geschlecht vortäuschen – ist aus Filmen wie „Mrs. Doubtfire – das stachelige Kindermädchen“ mit Robin Williams bekannt. Und auch die Liebesgeschichte zwischen Alex und Sarah ist alles andere als überraschend. Trotzdem kann man den Film nicht als einfallslos bezeichnen. Detlev Buck, der beim Drehbuch Unterstützung von Erfolgsautorin Anika Decker („Keinohrhasen“, „Zweiohrküken“) bekam, gibt sich mit dem bloßen Wechselspiel der Identitäten nicht zufrieden. Stattdessen nutzt er die Gelegenheit, satirisch über Hollywoodproduktionen in Berlin herzuziehen, die sich ausschließlich dem Nazi-Thema widmen (wie zum Beispiel „Inglourious Basterds“). Die gespielte Hollywood-Produktion ist nämlich ein Nazi-Film mit Max Giermann („Switch Reloaded“) als Hitler-Darsteller.

Unterhaltung mit schrägem Humor

 Auch wenn der eine oder andere Gags etwas aufgewärmt wirkt, Bucks Talent für Dialogwitz und schwarzen Humor sei Dank, gibt es in „Rubbeldiekatz“ zahlreiche Szenen, in denen man lachen oder wenigstens schmunzeln muss. Besonders die Szenen mit Alexanders chaotischer Männer-WG durchbrechen hin und wieder den leicht vorhersehbaren Plot.
 Fazit: Ihr solltet keine großartigen Überraschungen erwarten, könnt euch aber sicher sein, dass ihr im Endeffekt 113 Minuten lang gut unterhalten werdet. Vorausgesetzt natürlich, ihr kommt mit der Art Humor klar.



Rubbeldiekatz - DVD-Cover


Rubbeldiekatz

Komödie von 2011

Regie: Detlev Buck

Drehbuch: Detlev Buck, Anika Decker

Darsteller: Matthias Schweighöfer, Alexandra Maria Lara, Max von Thun

VÖ: 18. Mai 2012

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