UNICUM trifft: Totally Enormous Extinct Dinosaurs

- Foto: Universal Music
Spätestens seit der britische Elektro-DJ „Totally Enormous Extinct Dinosaurs“ der Nokia-Lumia-Werbung seinen Ohrwurmhit „Garden“ verpasste, kennt jeder den Song. Das Gesicht dahinter bald auch – mit seinem Debütalbum „Trouble “ (ab 15. Juni ) wird der 28-jährige Orlando Higginbottom richtig durchstarten. Also bat UNICUM um ein Interview ...
In Riesendinos Garten
UNICUM: Du spielst dieses Jahr in Locations rund um den Globus. Hast du einen Trick mit dem du dich im Hotel Zuhause fühlst?
TEED: Ich versuche etwas zu schlafen (lacht). Nein, tatsächlich habe so etwas nicht. Meistens sehe ich von den Städten, in denen ich spiele, gar nichts – was schon etwas beschämend ist. Aber man ist den ganzen Tag unterwegs, checkt im Hotel ein, dann Soundcheck, Abendessen, Auftritt danach ins Bett und schon ist der nächste Tag und man muss weiter.
In Deutschland sind verhältnismäßig viele deiner Gigs. Du warst hier bereits auf Tour, vier Festival-Auftritte folgen. Magst du das deutsche Publikum?
Ich mag die Deutschen sehr. Es freut mich, dass hier das Interesse an meiner Musik so groß ist. Und ich habe mich auf die Deutschland-Tour fast mehr gefreut als auf meine UK-Tour.
Auch nachdem dir in Stuttgart deine Mini-Diskokugel geklaut wurde?
Das war schon schade, weil die Diskokugel mit mir um die ganze Welt gereist ist. Aber hey, wahrscheinlich ist das Mädel, das sie mir geklaut hat, mein größter Fan.
Gibt es einen deutschen Musiker, den du gut findest?
Keinen aus den letzten 300 Jahren. Aber ich bin großer Bach-Fan – ehrlich. Tatsächlich kann ich gar nicht sagen, ob ich noch einen anderen deutschen Künstler gut finde, weil ich kaum aktuelle Musik höre. Bei mir läuft vor allem Musik von vor 50 Jahren und viel klassische Musik.
Das hast du sicher von deinem Vater, der Musikprofessor an der Universität von Oxford ist. Warst du auch mal Student?
Ja, ich habe Musik in Bristol studiert, aber hab's geschmissen und dann bin ich nach Leeds, habe Musikproduktion studiert und hab auch das geschmissen.
Wieso hast du beide Male abgebrochen?
Ich denke, das lag daran, dass ich in Oxford aufgewachsen bin und sehr hohe Erwartungen an das Studium hatte. Als ich dann nach Bristol gekommen bin, war ich irgendwie uninspiriert und enttäuscht. Und in Leeds wollte ich eigentlich nur noch in meinem Zimmer sitzen und Musik machen.
Wie hätte es denn sein müssen, damit du dein Studium abgeschlossen hättest?
Ich dachte, die Professoren wären inspirierend und an uns Studenten interessiert. Außerdem hatte ich mit einem hohen musikalischen Standard und viel Praxis gerechnet. Tatsächlich hat es sich meistens mehr nach Arbeit als nach Ausbildung angefühlt.
Auf der Bühne trägst du oft ein Dinosaurierkostüm und eine Indianer Federkrone. Damit erinnerst du ein bisschen an Max aus dem Kinderbuch „Wo die wilden Kerle wohnen“.
Ich habe das Buch als Kind geliebt, aber mein Kostüm hat nichts damit zu tun.
Weitere Infos zu Totally Enormous Extinct Dinosaurs und sein Debütalbum "Trouble" findet ihr im Netz unter www.totallyenormousextinctdinosaurs.com








