Abi - und alles, was dazu gehört

von Anke-Elisabeth Schoen
Feiernde Leute

Bevor ihr in die Vorbereitungen für eure Abitur-Feierlichkeiten einsteigen könnt, solltet ihr zunächst einmal klären: Wer macht was? Am besten gründet ihr Arbeitsgruppen, die für die Aufgaben verantwortlich sind.

Abi-Motto: Wer die Wahl hat...

Jeweils ein Komitee für die Abizeitung, die Abipartys, den Abistreich und für das Abi Motto/T-Shirts sind sinnvoll. Frühzeitiger Planungsbeginn und der regelmäßige Austausch untereinander helfen. Nur so seid ihr über die neusten Updates informiert und könnt euch gegenseitig austauschen.

Was wäre das schönste Abitur ohne Abimotto? Wer die Wahl hat – hat die Qual. Im Internet finden sich unzählige Slogans für euren Abschluss, ihr müsst euch nur noch für einen entscheiden. Klassiker sind beispielsweise „ABIKEA – lernst du noch oder lebst du schon“, „Abigas 20XX – 13 Jahre bis zum Höhepunkt“ oder „ABI XX Ich habe fertig!“. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das Komitee für Abimottos einigt sich intern auf fünf Vorschläge, über die dann der ganze Jahrgang abstimmt. Macht ihr zu viele Angebote, entfallen auf den einzelnen möglicherweise zu wenig Stimmen und das Ergebnis ist nicht eindeutig.

Wenn ihr euch für einen Slogan entschieden habt, könnt ihr es gleich auf euren Abi-Shirts präsentieren. Auch diese ist eine schöne Erinnerung für später. Vor allem wenn alle Studenmitglieder auf der Rückseite namentlich erwähnt werden. Anbieter wie Hecker&Hemmrich helfen euch bei der Auswahl eines coolen Designs.

Ihr sucht noch nach einer Anregung für euren Leitspruch? Vielleicht ist ja hier der passende dabei.

Abi-Zeitung: Erinnerung in Wort und Bild

Im Komitee Abizeitung bietet sich arbeitsteiliges Arbeiten an. Ein Team ist für die Kursberichte verantwortlich. Außerdem eignen sich auch Geschichten über eure Abi- oder Stufenfahrten. Metaphorische Texte wie der Lehrer als Teamleader einer Fußballmannschaft oder „Vater Schlumpf und seine X Schlümpfe“ sind witzig und zaubern dem Leser vielleicht ein Schmunzeln ins Gesicht.

Üblicherweise stellt sich jeder Schulabgänger mit einem Foto und einem Steckbrief vor - oder wird vorgestellt. Neben Namen, Geburtsdatum und Abifächern sollte deutlich werden, um „wen“ es sich handelt. Raum zur kreativen Entfaltung ist ein Muss. Gemeinsam im Komitee entwickelt ihr Themen. Die Frage nach dem Kindheitsidol, den Lieblingsfächern, was ihr vermissen oder nicht vermissen werdet, was ihr nach der Schule machen wollt, was ihr schon immer einmal sagen wolltet sind nur einige Möglichkeiten. Formvollendet wirkt Euer Steckbrief, wenn ihr ihn an eurer Motto anpasst, beispielsweise beim ABIKEA Motto: „Das habe ich gelernt“ oder „Jetzt fängt das Leben an, weil…“. 

Ein weiteres Team des Abizeitungs-Komitee kümmert sich um die Sonderseiten. Dies kann z. B. eine Fotostrecke sein, die die gemeinsamen Schuljahre dokumentiert. Außerdem ist eine Sammlung von Lehrerzitaten ebenfalls witzig. Mit einer Umfrage könnt ihr die Meinung der Abiturienten einholen. Entwickelt Tests- und Fragebögen, die ihr auswertet. Auf diese Weise kürt ihr den größten „Freak“, die „Schönheitsqueen“ oder „den besten Autofahrer der Stufe“. Auch eine Erinnerung an die frühzeitigen Abgänger macht sich gut.

Wenn ihr jemanden im Jahrgang habt, der gut zeichnen kann, peppt eine gut gemachte Karikatur eure Abizeitung auf. Die Mitarbeit im Komitee Abizeitung beinhaltet neben dem Korrektur lesen aber auch, das „Eintreiben“ fehlender Texte. Denn bis zum Redaktionsschluss müssen alle vorliegen. Auch das Layouten gehört zum Job. Wenn Ihr nicht mit einem teuren Layoutprogramm  arbeiten wollt, verwendet doch zum Beispiel das kostenlose Programm von scribus (www.scribus.net). Wichtig ist, dass am Ende eine schöne, bunte Zeitung entsteht, die dem Leser einen Eindruck über die Mentalität des Jahrgangs vermittelt.

Eine Abizeitung auf die Beine stellen ist nicht nur redaktionelle Arbeit, schließlich muss auch der Druck bezahlt werden. Deswegen bemüht sich ein Team um Werbepartner, die Anzeigen in eurer Zeitung schalten. Eine weitere Möglichkeit sind Sponsoren, dessen Logo abgedruckt wird. Kleiner Tipp: Werft einen Blick in ältere Abizeitungen und schaut, wen eure Vorgänger als Werbepartner gewinnen konnten. Erfolg versprechen Nachfragen bei ortsansässigen Unternehmen oder jenen, die eine junge Zielgruppe bedienen. Fragt einfach bei Fahrschulen, Handyanbietern oder Jugendzeitschriften nach.

Abi-Streich: Rache an den Lehrern

Einmal den Schulbetrieb komplett lahmlegen – vielleicht der heimliche Traum eines jeden Pennälers. Am Ende eurer Schulzeit könnt ihr ihn wahr werden lassen. Egal ob ihr das Spektakel Abisturm, Abistreich, Abigag oder Abischerz nennt, im Vorfeld müsst ihr allerdings eure Ideen mit der Schulleitung absprechen. Rechtliche Fragen klärt ihr gleich mit. Schon manch eine Aktion hat mit einem Brief eines Rechtsanwalts geendet. Je nach Toleranz des Rektors und der Reinigungskräfte sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Mottowochen: Auffallen um jeden Preis

Was in den USA zum Schulabschluss bereits nicht mehr wegzudenken ist, findet in Deutschland erst in den letzten Jahren mehr und mehr Einzug in die Schulen: Die Motto-Wochen oder auch „Switching days“ genannt.

Dabei steht eine Woche lang (meist handelt es sich dabei um die letzte Unterrichtswoche) jeder Tag unter einem anderen Motto. Die Abiturienten kommen dann passend zum Motto verkleidet zur Schule. Von Bad Taste über Geschlechtertausch bis hin zum modischen ersten Schultag mit Schultüte und Ranzen – Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt!

Tipps zur Finanzierung

Nicht nur für eure T-Shirts und die Zeitung müsst ihr Moneten locker machen. Euer Hauptziel ist natürlich die Finanzierung des Abiballs. Wahrscheinlich lässt es sich nicht vermeiden, dass ihr vorher von euren Mitschülern Geld einsammelt. Außerdem könnt ihr mit selbst gebackenen Kuchen, den ihr auf dem Schulhof verkauft, euer Budget aufbessern. Auch eine Abiparty in eurer Lieblingsdiscothek kann eure Kasse zum Klingeln bringen. Aus diesem Grund heißen sie oft auch VoFi- Feten (Vor-Finanzierung). Um böse Überraschungen zu vermeiden, vorher unbedingt die rechtlichen und finanziellen Fragen klären. Schließlich wollt ihr nach der Party ein sattes Plus in der Tasche haben.


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