Abiball - Das krönende Ende der Schulzeit
Häufig aber auch ein kostspieliger Abschluss mit neuen Erkenntnissen über Mitschüler und Lehrer

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Die letzten Schulstunden liegen schon etwas zurück, alle Prüfungen sind überstanden, das nahende Ende der Schulzeit habt ihr auf (Vor-) Abipartys ausgiebig gefeiert und möglicherweise eure Schule mit einem Abistreich ordentlich aufgemischt. Kurz vor den Sommerferien wird auf dem Abiball dann der wirklich endgültige Abschied gebührend gefeiert.
Gute Organisation ist das A und O
Der Tag des Balls bedarf einer langen Vorbereitung: Termin- und Raumfindung, Bestellung von Essen und Getränken, Organisation der Musik... Nie aus den Augen gelassen werden, dürfen dabei die Kosten. Raummiete, Sicherheitsdienst, Cateringservice, eventuell Musikanlage plus DJ, Druckkosten der Eintrittskarten – alles müsst ihr bezahlen und in der Summe kommt ein stolzer Preis zusammen. Wer sich da nicht schon frühzeitig um die Finanzierung kümmert, geht das Risiko ein, später auf den Kosten sitzenzubleiben.
Der Verkauf von selbstgemachtem Kuchen bei Schul- und Sportfesten, die Organisation einer Tombola oder auch Vorabipartys in örtlichen Discos, bei denen ihr einen Teil der Eintrittseinnahmen bekommt, bieten sich als Geldquelle an. Je mehr ihr im Vorfeld für den Ball zur Seite legen könnt, desto unkomplizierter wird die Planung hinterher.
Neben der Organisation der Veranstaltung darf allerdings auch die Planung des eigenen Outfits nicht unterschätzt werden. Besonders bei den Mädels schwebt, schon lange vor dem Beginn der schriftlichen Prüfungen, die Frage nach dem passenden Outfit im Raum. Langes oder kurzes Kleid? Schlicht oder extravagant? Haare offen oder hochgesteckt?
Viele Überraschungen am großen Tag

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Lehrer, Eltern, Geschwister und vielleicht sogar Großeltern oder andere Verwandte sind bei dem großen Tag dabei. Doch nicht nur deswegen, sieht man beim Abiball viele neue Gesichter: Oft fällt es sogar schwer alle Personen, mit denen man doch jahrelang die Schulbank gedrückt hat, auf den ersten Blick zu identifizieren. Aufwendige Hochsteckfrisuren und perfektes Make-up machen aus unauffälligen Schülerinnen laufstegtaugliche Mädels.
Bei den Jungs ist es da etwas einfacher. Auch wenn es teilweise erstaunlich ist, was so ein Anzug im Gegensatz zu einer tief sitzenden Hose und einem Schlabbershirt doch ausmachen kann. Schade, dass die Abizeitung beim Abiball schon gedruckt ist: Vorher-Nachher-Fotos kämen bestimmt gut an. Doch nicht nur die eigenen Mitschüler rücken beim Abiball häufig in ein neues Licht, auch die Lehrer zeigen oftmals eine neue Seite.
Können Lehrer nicht immer so "normal" sein?
Jahrelang hat man sich über sie aufgeregt. Die vielen Hausaufgaben, Klassenarbeiten, Tests und der ganze andere Schulstress ließen so manche Lehrkraft zu einem regelrechten Hassobjekt werden. Wissen die überhaupt, dass es auch so etwas wie Freizeit und Spaß gibt? Beim Ball kommt dann auf einmal eine ganz neue Seite zum Vorschein. Zum Teil sogar eine recht freundschaftliche. Lustige Geschichten der vergangenen Schuljahre, gemeinsame Erlebnisse von Ausflügen und Klassenfahrten kommen wieder zur Sprache und es wird zusammen gelacht.
Alle Probleme und Diskussionen, um Noten, Hausaufgaben oder Zuspätkommen, scheinen vergessen zu sein. Die anwesenden Lehrer wirken auf einmal viel normaler und menschlicher als je zuvor. Sie möchten bei kommenden Klassentreffen dabei sein und sind neugierig, was aus ihren Schützlingen in Zukunft wird. Auch wenn das während der Schulzeit noch völlig undenkbar gewesen wäre, ergibt sich nach dem Abiball bestimmt so manche Facebook-Freundschaft zwischen Schüler und Lehrer.
Der Abschied fällt oft schwerer als gedacht
So sehr man sich auch oft gewünscht hat, manche Lehrer und Mitschüler nicht mehr täglich sehen zu müssen, fällt der endgültige Abschied beim Abiball nicht so leicht. Das feierliche Beisammensein und die Erleichterung das Abitur geschafft zu haben, vermischen sich häufig mit etwas Wehmut. Vielleicht ist an dem Spruch "Die Schulzeit ist die schönste Zeit im Leben" doch etwas dran, auch man es Schüler meist nicht wahrhaben will.







