Fußballtraining mit Turid Knaak in Kerpen

von Ann-Christin von Kieter
Schule des Jahres Kerpen
Foto: Inka Bülling

In Kerpen geht es sportlich zu. Und das nicht nur, weil es die Geburtsstadt von Formel 1-Star Michael Schumacher ist. Dank des tollen Freizeitangebots wurde das Gymnasium der Stadt beim Wettbewerb „Schule des Jahres“ Sieger in der Kategorie „Projekte und AGs“. Zur Belohnung gab es ein Fußballtraining mit U-20-Weltmeisterin Turid Knaak. 

Ein schickes Schwimmbad, dahinter ein riesiger Sportplatz und etwas weiter gleich zwei Dreifachturnhallen – das Gymnasium Kerpen hat einiges zu bieten. Kein Wunder, neben Töpferkursen und Schauspielgruppen stehen vor allem die Sport-AGs bei den rund 2500 Schülern hoch im Kurs. Neben sämtlichen klassischen Sportarten und dem Triathlontraining  gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt. Nur das eigene Segelflugzeug wurde vor kurzem an einen Verein abgegeben. Aktivitäten wie diese sind seit Jahren wichtiger Bestandteil des Schulalltags. „Montage und Donnerstage sind feste AG-Tage. Bei den Kleinen ist eine Arbeitsgemeinschaft sogar bereits im Stundenplan eingeplant“, erklärt Schulleiter Bernhard Ripp. In der Regel bekäme auch jeder Schüler immer seine Erstwahl. „Ansonsten gibt es im nächsten Halbjahr eine neue Chance.“ Da es sich bei dem Gymnasium um eine offene Ganztagsschule handelt, wird besonders viel Wert darauf gelegt, „dass die Schüler nicht nur zum Lernen hier sind, sondern sich wie zu Hause fühlen.“

Offenbar scheint das Konzept aufzugehen. Schließlich haben die Schüler fleißig auf www.schuledesjahres.de abgestimmt und besonders gute Noten für „Projekte und AGs“ vergeben. Schulleiter Ripp sieht in dem Kategoriensieg einen weiteren Beweis dafür, dass sein Gymnasium „in diesem Bereich in NRW führend ist“. Der Preis für den Sieg war genau das Richtige für die aktive Schule. U-20-Fußball-Weltmeisterin Turid Knaak besuchte drei 13er-Kurse während ihres Sportunterrichts und präsentierte dabei unter anderem ihre Lieblingsübung „Fußballtennis“. Die frisch gebackene Abiturientin hält Arbeitsgemeinschaften für „eine prima Möglichkeit, Jugendliche zu motivieren, sportlich aktiv zu werden“. Aus diesem Grund hat sie zu Schulzeiten selbst eine Mädchen-Fußball-AG geleitet. Nachdem die rund 100 Schüler den aufgebauten Trainingsparcours absolviert hatten, stand die Mittelfeldspielerin von Bayer 04 Leverkusen noch für eine kleine Fragerunde zum Thema Profisport zur Verfügung. Darin erklärte sie unter anderem, dass sie mit der Situation des Frauenfußballs in Deutschland recht zufrieden sei. Nur die Gehaltsfrage ärgert sie ein wenig: „Natürlich ist es schade, dass wir nicht genauso viel verdienen wie die Männer. Immerhin haben wir ja den gleichen Aufwand.“ Trainingsspiele gegen die männlichen Vereinskollegen gibt es übrigens nicht: „Da hätten wir keine Chance.“

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