Lesung mit Susanne Heinrich im „Besten Schulumfeld“

von Ann-Christin von Kieter
Schule des Jahres Erfurt

Vor drei Jahren musste sich die Edith-Stein-Schule in Erfurt noch mit der Silbermedaille in der Gesamtwertung begnügen, diesmal schaffte sie den Sieg in der Kategorie „Bestes Lernumfeld“. Von diesem überzeugte sich Schriftstellerin Susanne Heinrich, als sie in der gemütlichen Teestube aus ihrem aktuellen Buch „Amerikanische Gefühle“ las. 

Die Edith-Stein-Schule liegt mitten am Anger in der Erfurter Innenstadt und wirkt trotzdem wie ein kleines Schloss. Kein Wunder, schließlich war sie mal ein Ursulinenkloster. Früher also ein Ort der Ruhe. Und heute? Da erinnert zumindest die „Oase“, ein ruhiger Raum auf dem Dachboden, noch an die stilleren Zeiten. Die sind mittlerweile vorbei, denn unter der Woche herrscht hier reger Schulbetrieb. Doch statt in schlichten Klassenräumen lernen die rund 800 Schüler in einer Umgebung, die fast einem Jugendtreff gleicht. Perfekt, um sich wohlzufühlen. Dabei betonte Schulleiter Dr. Siegfried Schnauß, dass es zwar wichtig sei, Atmosphäre zu schaffen, doch „den Einzelnen in seiner Einzigkeit zu sehen, Talente zu entwickeln und Lebensentwürfe einzubinden“ gehöre ebenso zu einem guten Schulumfeld. Verantwortung übernehmen die Edith-Stein-Schüler zum Beispiel, indem sie sich als Schulsanitäter engagieren, bei der Schülerzeitung „Edithion“ mitwirken oder Lernpatenschaften übernehmen. Ganz besonders stolz ist Schulleiter Schnauß auf das Vivarium, in dem Tiere und Pflanzen artspezifisch gehalten und gezüchtet werden. „Die Schüler kümmern sich selbstständig um die Versorgung. Sogar freiwillig in den Ferien.“

Fragen an die Schriftstellerin

Die Pflege der Schlangen, Vogelspinnen und Frösche ist im wahrsten Sinne des Wortes Pädagogik zum Anfassen. Genau darum ging es in der Kategorie „Bestes Lernumfeld“. Es sollte eine Schule gefunden werden, in der „Infrastruktur und Ausstattung so beschaffen sind, dass Trends und Erfordernisse moderner Pädagogik aufgegriffen und gestaltet werden können.“ Da dies in Erfurt gegeben ist, konnte UNICUM Redakteur Jan Thiemann die Preisverleihung am 14. September ruhigen Gewissens durchführen. Dabei hatte er nicht etwa nur die schmucke Tafel, die Schülersprecher Philipp Hermann entgegennahm, im Gepäck, sondern auch Schriftstellerin Susanne Heinrich. Die 25-jährige Autorin, die in Berlin lebt, las eine halbe Stunde lang Passagen aus ihrem Erzählband „Amerikanische Gefühle. Geschichten von Frauen und Männern“ und stand danach den Schüler Rede und Antwort. Die Zehntklässler konnten alles loswerden, was ihnen rund ums Thema „Schreiben und Autor sein“ auf dem Herzen lag. „Ist es eigentlich anstrengend, Schriftsteller zu sein?“, „Hast du irgendwelche Rituale beim Schreiben?“ oder „Machst du deine Entwürfe handschriftlich?“ sind eben Fragen, auf die man in den meisten Deutschbüchern keine Antwort findet.

 

Mehr Infos zum Wettbewerb unter: www.schuledesjahres.de

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