Schülerzeitung Teil 3: Layout

von Anke-Elisabeth Schoen
Buntstiftbild

Anders als professionelle Zeitungsredakteure seid ihr als Schüler nah an eurer Zielgruppe. Ihr wisst, was gerade "in" ist. Dieses Wissen kann euch beim Layouten helfen, den Geschmack eurer Mitschüler zu treffen. Die Optik ist ein wichtiger Faktor für oder gegen den Kauf einer Zeitung oder Zeitschrift, denn der erste Eindruck wird über das Erscheinungsbild transportiert.

Das Heft planen

Eure Bilder sollen den Inhalt eurer Zeitung sinnvoll unterstützen. Dabei ist eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt: Egal ob farbig oder schwarz-weiß, Foto, Comic, oder Zeichnung – alles ist denkbar. Beim Layouten werden die einzelnen Artikel am Computer zusammengesetzt. Sinnvoll ist es, wenn die Schülerzeitungsredakteure für jeden Text zwei oder drei Bilder inklusive Bildunterschrift mitliefern. Um die Arbeit zu erleichtern, sollten die Artikel in der endgültigen Version vorliegen. Für den Fall der Fälle solltet ihr genügend Texte in der Hinterhand haben, mit denen ihr eure Seite füllen könnt. Umgekehrt streicht ihr weniger wichtige Berichte, wenn zu viel Material vorliegt. Wichtig ist, dass ihr bei der Verwendung fremder oder PR-Texte keine Urheberrechte verletzt. Im Zweifelsfall klärt ab, dass ihr den Artikel auch wirklich abdrucken dürft. Außerdem muss klar sein, wo ihr die Anzeigen in eurer Zeitung platzieren wollt.

Erstellt euch einen Seitenplan, aus dem auch die Seitenzahl hervor geht. Somit erhaltet ihr Auskunft über den Platz für Texte und Illustration. Platz für Titel, Impressum und Inhaltsverzeichnis müsst ihr mit einplanen. Große Artikel solltet ihr links platzieren, damit diese einfacher in den Blick des Lesers fallen. Um den Bezieher nicht zu ermüden, ist eine Mischung aus kurzen und langen Texten sinnvoll. Manchmal bietet sich ein Infokasten an, in dem ihr wichtige Informationen kurz und knackig aufzeigt.

Grafik und Schriften

Allerdings sollten Text und Grafiken auch überschaubar bleiben. Wenn ihr eine Seite „kaputt layoutet“ und sie vollkommen überladen ist, fördert dies nicht die Lesbarkeit eurer Artikel. Ganzseitige Anzeigen werden auf der rechten Seite platziert. Um den Inhalt anschaulicher darzustellen, trägt auch die Wahl der Schrift zum angenehmen Lesen bei. Deshalb auch beim Schrifttyp genau überlegen, welchen ihr wo verwendet. Natürlich könnt ihr auch den Klassiker unter den Schriften, Times New Roman, für eure Schülerzeitung nutzen.

Weniger ist mehr. Übertreibt es nicht mit dem Wechsel der Schriftarten, sonst wirken die Seiten unruhig. Benutzt verschiedene Schriftgrößen, fette oder kursive Schrift um Überschrift, Unterzeile, Zwischenzeile oder Anlauf deutlich zu kennzeichnen. In einem Infokasten bietet es sich an, diesen grafisch hervorzuheben. Innerhalb des Artikels sollte die Schrift gleich bleiben.

Als Textprogramm verwendet ihr Mircosoft Word. Aber auch mit dem kostenlosen Programm Open Office könnt ihr wunderbar arbeiten. Zum Nachbearbeiten eurer Illustrationen gibt es unterschiedliche Bildprogramme. Der Klassiker Adobe Photoshop lässt keine Wünsche bei der Bearbeitung offen, ist allerdings nicht vollkommen einfach in der der Bedienung. Mit dem vektorbasierten Grafik- und zeichenprogramm Adobe Illustrator lassen sich Computergrafiken herstellen. Wer nicht so tief in den Geldbeutel greifen möchte, der entscheidet sich für „gimp“. Das Programm ist zwar ebenfalls schwieriger anzuwenden, dafür aber kostenlos. Wenn ihr für das Layout keine teuren Programme wie Quark Xpress, Adobe Indesign oder Viva Designer arbeiten wollt, dann nehmt das kostenlose Programm von scribus. Auch hier gilt: Die kostenpflichtigen Programme sind die komfortableren.

Das richtige Foto

Mit dem Fotografieren verhält es sich ähnlich wie mit dem Schreiben eines Artikels. Auch hier stellt sich der Fotograf vorab die Frage, was mit dem Bild dargestellt werden soll. Bestenfalls unterstützt das Foto den Inhalt des Artikels. Ihr dürft beim Fotografieren keine Angst davor haben, Eitelkeiten zu verletzen. Nicht alle Personen müssen auf dem Foto abgebildet werden. Entwickelt eine Vorstellung davon, was ihr auf eurem Foto sehen möchtet. Ihr könnt ruhig eine Situation nachstellen, um ein gutes Foto zu bekommen.

Wichtig ist, dass das Foto einen Aspekt des Berichts dokumentiert. Ihr schreibt beispielsweise über die Abifeier. Anstatt eines Bilds des ganzen Jahrgangs, entscheidet euch für ein Foto, das die Abiturienten auch beim Feiern zeigt. Dies wirkt viel authentischer und lebendiger. Zusammen mit der Bildunterschrift kann sich euer Leser so einen guten Eindruck verschaffen.


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