Erkältung vorbeugen
Zu zweit macht eine Erkältung auch keinen Spaß ... | Foto: Thinkstock/Sasha_Suzi

Lerntipps

 

Gesunde Nervennahrung

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16. Jan 2017

Kristin Hahn

News

Erkältung? Ne, lass mal... So kommst du gesund durch das Wintersemester

Die besten Tipps gegen Erkältung im Überblick:

  • Eine ausgewogene Ernährung ist das A und O.
  • Zur Vorbeugung eignet sich Vitamin C nicht, es verkürzt nur die Dauer der Erkältung.
  • Rund zwei Liter pro Tag trinken.
  • Schlafen ist die beste Medizin!
  • Sport stärkt das Immunsystem – aber nicht übertreiben!
  • Wer sich zwischendurch etwas Gutes gönnt, bleibt eher gesund.
  • Auf das Rauchen und übermäßigen Alkoholgenuss sollte man lieber verzichten.
  • Präparate mit Kochsalz oder Sonnenhut unterstützen die Abwehrkräfte.

Gesund essen, genug trinken, viel schlafen

One apple a day keeps the doctor away? Ganz so easy ist es dann doch nicht: "Wichtig ist, sich ausgewogen und abwechslungsreich zu ernähren", erklärt Elisabeth Thomas, Ärztin bei der DAK-Krankenkasse. Nur so bekäme der Körper alle notwendigen Nährstoffe, Mineralien und Vitamine. Zu den wichtigsten Spurenelementen zählen Zink, Folsäure, Eisen, Selen und die Vitamine A, B6, B12, D und E. Die vielzitierte "Allzweckwaffe" Vitamin C hilft übrigens gar nicht vorbeugend, sondern kann lediglich die Dauer einer Erkrankung positiv beeinflussen.

Wer sich abwechslungsreich mit viel frischem Obst und Gemüse, Getreideerzeugnissen sowie Fleisch-, Fisch- und Milchprodukten ernährt, braucht einen Mangel an diesen Nährstoffen nicht zu befürchten. "Ich persönlich halte Nahrungsergänzungsmittel bei gesunden Studenten und ausgewogener Ernährung nicht erforderlich", bemerkt die Ärztin.

Apotheker Markus Bauer aus Rosenheim ist etwas anderer Meinung: "In stressigen Zeiten können Nahrungsergänzungsmittel durchaus hilfreich sein." Darüber hinaus rät er, ausreichend zu trinken (rund zwei Liter Wasser pro Tag) und den Körper generell nicht übermäßig mit schwer verdaulichen Lebensmitteln (Fast Food, Süßigkeiten etc.) zu belasten. Insbesondere abends sorgt leichte Nahrung für einen erholsamen Schlaf – und Schlafen ist bekanntlich die beste Medizin.


Erkältung Hausmittel


Sport ist Erkältungs-Mord

Runter vom Sofa, rein in den Jogger! Sport und Bewegung im Allgemeinen können maßgeblich zur Stärkung des Immunsystems beitragen. Aber bitte vor lauter Motivation nicht übertreiben: Exzessive Trainingseinheiten haben einen gegenteiligen Effekt. "Sport muss so betrieben werden, dass der Körper nicht überanstrengt und dadurch dann geschwächt ist", rät Apotheker Markus Bauer.

Ideal sind Ausdauer-Sportarten wie Joggen, Nordic Walking, Fahrradfahren und Schwimmen. Am besten an der frischen Luft. Auch Minusgrade (bis etwa -15) sind keine Ausrede für Outdoor-Sport – sofern man entsprechend gekleidet ist. Funktionswäsche leitet den Schweiß vom Körper nach außen, wind- und wasserabweisende Jacken schützen vor rascher Auskühlung. Eine Mütze ist wichtig, da der Mensch den Großteil der Körperwärme über den Kopf verliert. Um die Atemwege vor der kalten Luft zu schützen, empfiehlt es sich, durch die Nase zu atmen und ein Tuch oder einen Schal vor Nase und Mund zu binden.

Und was bringt die Schufterei nun? "Die Wirkung entfaltet sich über eine Anregung der Herz-Kreislauf-Funktion, verbesserte Sauerstoffzufuhr sowie über die Ausschüttung von Glückshormonen", weiß Markus Bauer. Wer sich also regelmäßig bewegt (mindestens zwei- bis dreimal pro Woche) tut sowohl dem Körper als auch der Seele etwas Gutes.

Lachen ist gesund

Und die nächste Redewendung. Aber auch die stimmt. Spaß und Freude spielen eine zentrale Rolle, das Wohlbefinden durch Ausschüttung von Glückshormonen zu steigern und damit auch das Immunsystem positiv zu beeinflussen. Denn die Gefühlsebene kann mehr bewirken, als man denkt: "Wenn man das Gefühl hat, sich etwas Gutes zu tun, dann hilft das auch", erklärt Apotheker Markus Bauer. So spricht also nichts dagegen, ab und zu mal die Seele baumeln zu lassen.

Auch DAK-Ärztin Elisabeth Thomas rät, ausreichend Freizeit in den Studienalltag einzubauen. Wie wäre zum Beispiel mal mit einem Wellness-Tag? Wechselduschen und Sauna-Gänge sorgen nämlich für eine bessere Anpassungsfähigkeit des Organismus an Temperaturreize.

Die schlechte Nachricht zum Schluss: Rauchen und übermäßiger Alkohol sind natürlich kontraproduktiv und lassen sich nicht unter die Empfehlung "Geselligkeit" fassen.

Unterstützung aus dem Medizin-Schrank

Pünktlich zur Herbstzeit überflutet uns Reklame für Präparate zur Unterstützung der Abwehrkräfte. Um sich in dem Medikamenten-Dschungel zurecht zu finden, empfiehlt Apotheker Markus Bauer, ein Mittel immer anhand der bestehenden Symptome auszuwählen und den Rat eines Arztes oder Apothekers einzuholen.

Wichtig ist auch, Präparate zur Stärkung des Immunsystems vorbeugend und lediglich intervallweise einzunehmen, damit sich der Körper nicht zu sehr daran gewöhnt. Gut seien vor allem Mittel mit Kochsalz und Sonnenhut (Echinacea), da ihre Wirkung bereits umfassend bewiesen ist. Kochsalz hält durch seine hohe Wasserbindungskapazität die Schleimhäute feucht und sorgt somit für eine intakte Abwehrfunktion.

Ihr bekommt es entweder als Nasenspray, oder probiert mal eine Nasendusche aus. Dabei gießt ihr mithilfe einer kleinen Kanne eine Kochsalz-Lösung in ein Nasenloch und lasst sie bei geöffnetem Mund durch das andere wieder raus. Klingt eklig? Ist es (anfangs) auch. Aber es hilft, Erreger hinauszuspülen, noch bevor sie Ärger machen können.

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