Studienfach wählen
Gute Jobchancen sind Studenten wichtiger als Interesse am Fach | Foto: Thinkstock/Wavebreakmedia Ltd

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20. Okt 2016

Nina Weidlich

News

Studieren ohne Leidenschaft

Diese Faktoren entscheiden über die Studienwahl

Entscheidung mit Köpfchen

Die Zahlen zeigen: 82 Prozent der Absolventen aus dem Jahr 2016 haben ihr Studienfach danach ausgewählt, welche beruflichen Chancen es ihnen bietet. Nur 49 Prozent studieren ihr Fach aus purer Begeisterung und Leidenschaft. Ob diese Strategie langfristig glücklich machen kann, sei dahingestellt, zumindest aber scheint sie zielführend zu sein: 93 Prozent der Absolventen aus den Jahren 2014/15 haben angegeben, tatsächlich eine Beschäftigung in ihrem Studienfach gefunden zu haben.

Vor diesem Hintergrund stehen vor allem die MINT-Fächer bei Studienanfängern hoch im Kurs. 76 Prozent der Absolventen mathematischer, technischer oder naturwissenschaftlicher Studiengänge gaben an, diese Fachrichtung vor allem wegen der guten Jobchancen und einem hohen Gehalt eingeschlagen haben.

Praktika als Karriere-Boost

Auch Praktika erhöhen als Ergänzung zum theorielastigen Unterricht an der Uni die Chancen auf dem Arbeitsmarkt: 93 Prozent der Absolventen gaben an, vor oder neben dem Studium ein Praktikum bzw. eine Lehre absolviert zu haben. Dabei hat sich das Praktikum für viele als echtes Sprungbrett erwiesen – In 78 Prozent der Fälle bescherte es den Studenten nach dem Abschluss eine Festanstellung.

Studienwahl Studie

Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber

Die Studie beweist außerdem, dass Hochschulabgänger ihrem ersten Arbeitgeber gegenüber besonders loyal und kompromissbereit sind. Während drei von vier Absolventen planen, mindestens drei Jahre in ihrer ersten Anstellung zu bleiben, sind 76 Prozent außerdem dazu bereit, für die erste Stelle die Heimat zu verlassen. Knapp die Hälfte findet es sogar in Ordnung, anfangs Überstunden schieben zu müssen oder am Wochenende zu arbeiten. Dabei sind bei den ehemaligen Studenten vor allem kleinere Betriebe beliebt: Nur einer von vier Absolventen gab an, in einem Großunternehmen arbeiten zu wollen.

Spaß wichtiger als Kohle?

Für zwei Drittel der Studenten, die in diesem Jahr ihren Abschluss machen, sind Spaß an der Arbeit und ein gutes Arbeitsklima bei der Jobwahl wichtiger als ein hohes Gehalt. In der Realität sind die Absolventen jedoch nicht immer zufrieden mit ihrem Job: 59 Prozent fühlen sich unterfordert und denken, ein Studium wäre für ihre aktuelle Position überhaupt nicht nötig gewesen. Diese Unzufriedenheit führt dazu, dass 81 Prozent der Berufseinsteiger planen, ihren Job innerhalb von fünf Jahren wieder an den Nagel zu hängen – oder es sogar schon gemacht haben.

Auch in Sachen Bezahlung zeigen die Absolventen sich im ersten Job noch zurückhaltend: Zwar verdient knapp die Hälfte der Berufsstarter 35.000 € oder mehr, 40 Prozent gaben aber an, erst einmal ein niedrigeres Gehalt oder Kompromisse bei den Sozialleistungen in Kauf zu nehmen. Und auch das Abbezahlen von Studienkrediten verläuft nicht immer so reibungslos wie erhofft: Während etwas mehr als die Hälfte der Absolventen aus dem laufenden Jahr angaben, einen solchen Kredit abzahlen zu müssen, werden in der Realität nur 13 Prozent der Hochschul-Abgänger aus den Jahren 2014/15 dabei von ihrem aktuellen Arbeitgeber finanziell unterstützt.

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