Ein Buch schreiben
Ob im Café oder im Bett: Schreib da, wo du dich wohl fühlst | Foto: Unsplash/Bonnie Kittle

Bücher

02.03.2017

Eigenes Buch veröffentlichen

Du hast ein Buch geschrieben? So kannst du es nun veröffentlichen!

Du hast stundenlang am Schreibtisch gesessen, die Handlung deines Romans skizziert und schließlich ein ganzes Buchmanuskript verfasst? Herzlichen Glückwunsch: Es braucht ... mehr »

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21. Feb 2017

Marie Menke

Bücher

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Wie lang muss ein Buch überhaupt sein?

Je nach Genre, Erzählform oder Zielgruppe haben Bücher eine unterschiedliche Länge bzw. Seitenzahl. Professionelle Autoren nutzen sogenannte "Normseiten": Sie formatieren ihre Texte so, dass 30 Zeilen auf eine Seite passen, wobei jede Zeile aus 60 Zeichen besteht. Ein Dokument, dessen Text in großer Schriftgröße verfasst ist, ist schließlich viel länger als ein Dokument mit demselben Text, der aber viel kleiner geschrieben ist.

Indem du die Normseite einstellst, kannst du vergleichen, wie lang dein Roman ist. Viele Jugendbücher kommen auf ungefähr 300 Normseiten, sodass du damit schon einmal eine gute Richtlinie hast.

Für wen schreibe mein Buch ich eigentlich?

Bevor du anfängst zu schreiben, solltest du diese Frage für dich beantworten: Wer ist deine Zielgruppe? Eher jemand in deinem Alter oder möchtest du z.B. ein Kinderbuch verfassen? Schreibst du für Leser, die sich gerne in Fantasywelten abseilen, oder für Leser, die Bücher mögen, die ganz realistisch bleiben? Wenn du dir deinen perfekten Leser vorstellst, kommen dir oft spannende Ideen für den Inhalt deines Romans!

Über wen und was soll ich schreiben?

Manchmal ist die perfekte Idee schon da und muss nur noch aufgeschrieben werden – manchmal fehlt ausgerechnet dieser zündende Startschuss noch. Ideen finden Autoren auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen: Manche brauchen Bewegung, sodass ihnen Ideen oft beim Joggen oder beim Bahnfahren kommen. Andere lassen sich von Musik inspirieren und verbinden mit jedem Manuskript eine bestimmte Playliste.

Oft ist das Leben aber die beste Inspiration! Geh mit offenen Augen durchs Leben, beobachte, was die Menschen in deinem Umfeld erleben. Wenn die erste Idee da ist, dann hilft es, Steckbriefe zu schreiben: Ähnlich wie in Freundebücher trägst du ein, wie deine Charaktere heißen, was sie in deinem Roman aus der Bahn bringen könnten und wie sie sich verändern.


Ideen für ein Buch


Wie fange ich mit dem Schreiben an?

Die Idee ist da, die Charaktere auch – und jetzt? Den ersten Satz zu Papier zu bringen, ist gar nicht so einfach! Stell dir dabei vor, dass du deinen Leser schon mit dem ersten Satz von deinem Buch überzeugen möchtest.

Wenn es für den ersten Satz noch nicht reicht, dann hilft eine Skizze: Überlege dir, wie viele Kapitel dein Buch haben kann, so dass du dir ausrechnen kannst, wie viele Wörter nun in jedes Kapitel gehören. Dann machst du dir eine Tabelle, in die du einträgst, was in welchem Kapitel passieren wird. Schon bald hast du eine Skizze für deinen gesamten Roman zusammen!

Was wenn mir nichts mehr einfällt?

Schreibblockaden und Zweifel sind gemein, aber du solltest dich nicht von ihnen abhalten lassen: Wenn dir gerade nichts Besseres einfällt, musst du eben zuerst einmal etwas nicht ganz Perfektes schreiben – streichen und neu schreiben kannst du es ja immer noch.

Ein weiterer Tipp: Hör im Manuskript einfach mitten im Satz mit der Arbeit daran auf, so ist es am nächsten Tag einfacher, deinen Text fortzusetzen. Manchmal braucht es außerdem einfach mal eine Pause: Unternimm etwas mit Freunden und du wirst sehen, danach hast du bestimmt schon eine neue Idee, die deinen Roman noch spannender macht und dich neu motiviert!

Artikel-Bewertung:

3.9 von 5 Sternen bei 41 Bewertungen.

Deine Meinung:

Veröffentlicht am 23. Feb 2017 um 22:08 Uhr von Jurenka Jurk
Schöner Artikel und gute Tipps. Und Marie weiß ja wovon sie spricht, denn sie hat selbst schon drei Romane veröffentlicht (und schreibt noch viel mehr). Ich finde es klasse, dass handfeste Tipps dabei sind und man nicht einfach darauf hoffen soll, dass der Roman irgendwann fertig wird. Empfehlen kann ich noch ein paar Bücher oder auch Kurse zum Handwerkszeug. Das hilft nämlich auch gegen sehr viele Blockaden. Denn viele schreiben und schreiben, aber bleiben immer wieder an der gleichen Stelle hängen. Statt zu schauen, wie dieser Punkt gelöst werden kann, wird oft ein neues Projekt begonnen - mit der Hoffnung, dass es mit diesem Projekt besser läuft. Die Schreibratgeber von Sol Stein sind klasse oder auch "Die Odysee des Drehbuchschreibers" von Christopher Vogler (nicht vom Titel abschrecken lassen!). Viele Grüße, Jurenka Jurk