Computervirus beseitigen
Mit guter Sicherheitssoftware schützt du dich rechtzeitig vor Computerviren | Foto: Thinkstock

Netzwelt

05.10.2015

Datenschutz Internet

Safety First: Daten im Internet schützen

Sicherheitstipps für Smartphone und...

Niemand will, dass in seinen Privatangelegenheiten rumgeschnüffelt wird. Mit diesen einfachen Tricks kannst du deine Daten leicht schützen!

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09. Jan 2017

Barbara Kotzulla

Netzwelt

Ahhh, ein Computervirus! Und jetzt?

So schützt und rettest du deinen Computer vor Malware!

Was ist überhaupt ein Computervirus?

Letztendlich handelt es sich bei einem Virus um ein Computerprogramm wie jedes andere – es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied: die bösartige Absicht. Mit einem Computervirus sollen zum Beispiel persönliche Informationen oder Geld bei Online-Banking gestohlen werden, andere Programme wollen deinen Computer fremdsteuern.

"Ein Virus zeichnet sich dadurch aus, dass er sich selbstständig auf einem System repliziert", so Kaspersky-Experte Christian Funk. "Heutzutage gibt es viele Kategorien von Schadsoftware, die man dem Überbegriff Malware zuordnet."

Wie fängt man sich einen Computervirus ein?

Christian Funk nennt als häufigste Infektionswege:

  • E-Mails (über das Öffnen eines infizierten Anhangs oder das Klicken auf einen Link, der zu einer infizierten Webseite führt)
  • Social Media
  • Webseiten, die mit einem Schadprogramm kompromittiert sind, und über die sich Nutzer über das Besuchen der Seite infizieren, ohne es zu merken. Dieses Phänomen nennen wir Drive-by-Downloads.

Aber auch durch Raubkopien, die durch Torrents oder andere Netzwerke verbreitet werden, sowie externe Datenträger wie USB-Sticks können Viren auf deinen Computer gelangen.

Was sind die gängigsten Maschen der Online-Betrüger?

Christian Funk Kaspersky LabÜber die letzten Jahre hat das sogenannte "Social Engineering" zugenommen – auch was die Qualität und Professionalität betrifft. So können selbst achtsame Computernutzer in die Falle tappen. "Beispielsweise kommt eine gut gemachte E-Mail von einer Bank, die auf eine täuschend nachgemachte Webseite verlinkt, auf der Online-Banking-Daten abgefragt werden – für einen angeblichen Sicherheitscheck", erklärt Christian Funk. 

Oder hast du vielleicht schon einmal über Social Media-Kanäle eine merkwürdige Nachricht von einem Freund bekommen? Etwa, dass er im Ausland gestrandet ist und 100 Euro für einen Rückflug braucht? "Dass in einem solchen Fall der Account des Freundes gehackt wurde und hinter der Anfrage ein Cyberkrimineller sitzt, ist auf den ersten Blick nicht klar", so der Experte. "Hier spielt die Psychologie eine entscheidende Rolle."

In welchen Fällen sollten bei mir alle Alarmglocken angehen?

Sei besonders vorsichtig bei ...

  • ... dreisten Aufforderungen
  • ... wenn sensible Daten verlangt werden
  • ... wenn sich eine unseriöse Quelle hinter einer Anfrage verbirgt

Laut Christian Funk ist insbesondere bei E-Mails höchste Vorsicht geboten: "Seit einiger Zeit wird da das sogenannte Phishing betrieben, bei welchem persönliche Daten des Empfängers angegeben werden, etwa der volle Name, Anschrift oder Telefonnummern. Diese Daten stammen meistens aus 'Leaks' von gehackten Webseiten und Foren. Dadurch, dass diese Daten genannt werden, wirkt ein solcher Angriff wesentlich authentischer."

Generell sollten Computernutzer bei merkwürdigen Warnungen, Drohungen wie angeblichen Abmahnschreiben oder auch scheinbar äußerst lukrativen Angeboten hellhörig werden.

Wie merke ich, dass mein Computer befallen ist?

Im besten Fall hast du eine Sicherheitssoftware auf deinem Computer installiert, welche die Infektion auf dem Rechner stoppt und die darüber informiert.

Ohne diesen Schutz kann es brenzlig werden: "Bei einer Infektion bemerke ich als Anwender erst die Konsequenz der Infektion, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Bei Ransomware bemerke ich die Verschlüsselung etwa dadurch, dass meine Dateien nicht mehr erreichbar sind; beim Online-Banking, wenn Geld auf dem Konto fehlt", warnt der Leiter des deutschen Forschungs- und Analyse-Teams bei Kaspersky Lab.

Wie kann ich für schnelle Hilfe sorgen?

Du kannst zum Beispiel das Internet erst einmal deaktivieren. Auf keinen Fall solltest du dich bei dem Verdacht auf einen Computervirus mit deinen Passwörtern in deinem E-Mail-Account, deinen Social Media-Plattformen und deinem Online-Banking anmelden!

Laut Christian Funk kann dann ein aktuelles wie effektives Sicherheitsprogramm den Verdacht bestätigen – so können dann weitere Schritte folgen: "Bei Ransomware ist das etwa die Suche eines Entschlüsselungstools über Seiten wie www.nomoreransom.org. Viele Hersteller von Antiviren-Software bieten auch Linux basierte Live-CDs mit Scanner und weitere Helferlein, die ebenfalls sehr nützlich sein können."

Wie kann ich mich von vornherein und langfristig schützen?

Hier nennt Computer-Experte Christian Funk vier Punkte: "Indem man eine professionelle Antivirenlösung einsetzt, sichere Passwörter verwendet (einzigartig und mit mindestens 16 Stellen inklusive Sonderzeichen und Ziffern), den gesunden Menschenverstand beim Surfen einschaltet sowie alle genutzten Programme und Betriebssysteme immer mit den angebotenen Updates versorgt."

Das gilt im übrigen auch für Smartphones und Co.!

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