Sprechstunde Uni
Die Sprechstunden an der Uni solltest du unbedingt wahrnehmen | Foto: Thinkstock/Wavebreakmedia
Autorenbild

21. Jun 2016

Julia Berlekamp

Du & deine Profs

So wird die Sprechstunde beim Dozenten ein voller Erfolg!

Sprechzeiten an der Uni: Unangenehme Pflicht oder lockeres Unterfangen?

Bereite dich auf die Sprechstunde vor!

Niemand sollte unvorbereitet in die "Höhle des Löwen" gehen, wenn es sich um mehr als eine einfache Schein- oder Unterschriftenabholung geht. Wenn die Hausarbeit ansteht und das Thema noch mit dem Dozenten abgesprochen werden muss, ist es wichtig, sich schon mal im Vorfeld Gedanken darüber zu machen. Es ist auf jeden Fall von Vorteil mindestens zwei Themen im Gespräch parat zu haben. Der Dozent hat Wahlmöglichkeiten und kann dadurch schneller zufrieden gestellt werden.

Aber alleine die Themenvorschläge reichen meist nicht. Optimal ist es, zu den ausgewählten Vorschlägen ein grobes Konzept zu erstellen, das dem Dozenten dann vorgestellt werden kann. Dies zeigt schon mal, dass man sich mit dem Thema beschäftigt hat und stimmt den Dozenten positiv.

Zur perfekten Vorbereitung gehört jetzt noch, nach geeigneter Literatur zum Thema suchen. Das ist nicht zwingend notwendig, allerdings möchten viele Dozenten, dass auch das mit ihnen abgesprochen wird. Manchmal haben sie zudem noch nützliche Tipps oder Änderungsvorschläge.

Wie überall im Leben: Der erste Eindruck zählt

Natürlich sind nicht alle Dozenten gleich. Wenn man sich aber auf ein paar bewährte Standards verlässt, sollte es mit jedem klappen. Nach dem Anklopfen und bevor die Hand zur Türklinke geht, einfach auf das klassische "Herein" warten und erst dann das Büro betreten. Mit einem einfachen "Guten Tag Herr/Frau XY" als Begrüßung ist in der Regel nichts falsch zu machen. Ob nun noch ein Händeschütteln folgt, wird vorsichtshalber dem Dozenten überlassen, um nachher nicht mit ausgestreckter Hand dazustehen, die eventuell nicht angenommen wird.

Um dem Dozenten etwas auf die Sprünge zu helfen, sagt man ihm am besten direkt den eigenen Namen, den Namen seines Seminars oder der Vorlesung, die man besucht hat und das eigene Anliegen. Dieser Start ins Gespräch ist wichtig, da der Dozent dann direkt Bescheid weiß und auf das Anliegen eingehen kann. Ein einfaches "Ich wollte meinen Schein abholen" oder "Können wir wohl eben meine Hausarbeit besprechen?" reicht oftmals nicht, da der Dozent mehrere Seminare oder Vorlesungen leitet und auch dementsprechend viele Studenten vor sich sitzen hat.

Bei Fragen – unbedingt den Prof fragen!

Es ist sinnvoll, sich im Gespräch Notizen zu machen. Die besprochenen Punkte werden nachher in der Hausarbeit nämlich gerne vom Dozenten genauer überprüft. Falls Fragen während der Unterhaltung aufkommen, am besten direkt an den Dozenten weitergeben. Wenn keine Fragen gestellt werden, geht der Dozent davon aus, dass alles klar ist und erwartet auch dementsprechende Leistungen.


InfoPro-Tipp:

Nicht das Gespräch mit dem Dozenten aufschieben, sondern so früh wie möglich erledigen! Erstens können so die Hausarbeiten entspannter geschrieben werden, wodurch auch mehr Freizeit in den Semesterferien winkt. Zweitens kann es Vorteile bringen, wenn der Dozent einen kennenlernt und in guter Erinnerung behält, falls man am Ende des Semesters zwischen zwei Noten steht oder man später für einen Job an der Uni bleiben möchte.

Artikel-Bewertung:

3.38 von 5 Sternen bei 152 Bewertungen.

Passende Artikel

Deine Meinung: