Selbstmotivation
Aufwachen! Im Studium musst du dich selbst motivieren! | Foto: Thinkstock/Wavebreakmedia Ltd
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21. Jun 2015

UNICUM Onlineredaktion

Lerntipps

Mehr Motivation im Studium!

Schluss mit der Aufschieberitis

Der erste Schritt zur Motivation: Der Schlachtplan!

Noch vor der Lernphase lohnt es sich, ein bisschen Zeit und Energie in einen Schlachtplan zu investieren. Nachdem du alle Quellen für Ablenkung eliminiert hast (Telefon, Internet, Fernsehen, Online-Shopping etc.), solltet du dir überlegen, was überhaupt erledigt werden muss. Definiere dein Ziel und die einzelnen Zwischenschritte, die dafür notwendig sind. Wichtig ist, dass die einzelnen Schritte realistisch sind. Setz dir kein Ziel, von dem du schon vorher weißt, dass du es nicht erreichen kannst. Ein erreichtes Zwischenziel ist auch immer ein Erfolgserlebnis.

Sobald deine Ziele feststehen, kannst du einen Zeitplan erstellen. Setzt dir konkrete Termine, also Datum und Uhrzeit, zu denen du mit den Arbeitseinheiten beginnen möchtet. Notiert auch, wie lang du arbeiten möchtet. Sei am Anfang ruhig bescheiden und nimm dir nur nur vor, zehn oder zwanzig Minuten zu arbeiten. Im Idealfall bist du vom ersten Erfolgserlebnis so motiviert, dass du sowieso am Ball bleibst und direkt den nächsten Schritt in Angriff nimmst. Dann kannst du deine Lern- und Arbeitseinheiten auch länger anlegen.

Wenn du trotz ausgefeiltem Arbeitsplan keinen Anfang findest, dann trenn dich von der Vorstellung, dass alles direkt perfekt sein muss. Nichts ist auf Anhieb vollkommen. Nutze Techniken wie Cluster, Stichwortlisten etc. und schreib erst einmal alle Gedanken auf, die dir durch den Kopf gehen. Später ergeben sich automatisch Verbindungen und die Arbeit macht sich fast wie von selbst.


Das sagt der Experte:

UNICUM: Herr Nieth*, ist der erste Schritt immer der schwerste?
Dani Nieth: Wenn man davon wirklich überzeugt ist, wird es auch so sein. Dann wird man immer mehr und immer länger versuchen, denn ersten Schritt hinauszuzögern. Aus meiner Sicht stimmt diese Aussage allerdings nicht, man sollte sich davon verabschieden! Was bei größeren Projekten hilft: in kleinen Schritten planen. Dazu ist es wichtig, sich kleine, lohnenswerte Ziele zu setzen. Es gibt da diesen Witz: Wie isst man einen Elefanten? Stück für Stück. Darum geht es! Wenn ich nur den ganzen Elefanten sehe, sieht die Aufgabe extrem schwierig aus. Aber wenn ich mir mit Messer und Gabel einen kleinen Bissen abschneide, dann kann ich mit dem Essen beginnen."

  • * Der Schweizer Kommunikationsexperte und Karriereberater Dani Nieth ist spezialisiert auf motivierende Trainings und Seminare. Sein Motto: "Erfolgreich sein mit den richtigen Glaubenssätzen!"

Auf die Arbeit folgt die verdiente Pause

Herzlichen Glückwunsch, du hast die Anfangsphase überstanden! Jetzt solltest du aufpassen, dass du dich vor lauter Motivation nicht überarbeitest. Plan regelmäßig Pausen ein, in denen du etwas ganz anderes machst. Als Gegenprogramm zur Arbeit am Computer eignet sich ein Spaziergang an der frischen Luft oder Lockerungsübungen. Fernsehen dagegen eignet sich nicht so gut, weil es die Augen ähnlich stark beansprucht, wie lesen oder auf den Computerbildschirm starren.

Du lässt euch trotz aller Bemühungen noch gerne ablenken? Dann führt ein knappes Arbeitsprotokoll, um euch selbst zu kontrollieren. Oder bitte deine Freunde, dich am Ende des Tages nach deinen Fortschritten zu fragen.


Das sagt der Experte:

UNICUM: Herr Nieth*, wie können mir meine Freunde und Familie beim Kampf gegen den inneren Schweinehund helfen?
Dani Nieth: Das Problem bei der Selbstmotivation ist die Selbstmotivation. Man kann sein Gegenüber zwar durch Drohungen oder Belohnungen motivieren, beide Methoden verneine ich jedoch komplett. Bei der Selbstmotivation kann nur ich mir helfen. Doch als Umfeld kann in dem Menschen das Gefühl geben, dass alles in Ordnung ist, dass er geliebt und akzeptiert wird, auch wenn er eine Prüfung nicht besteht oder das Studium nicht abschließt. Das ist wohl das Beste: einfach locker sein.


Belohung muss sein!

Erledigte Aufgaben sollten belohnt werden. Halte für die komplett fertig gestellte Arbeit eine großzügige Belohnung bereit. Da die vermutlich vorerst auf sich warten lässt, brauchst du zusätzlich etwas, das dich kurzfristig anspornt. Überleg dir also kleine Belohnungen für erledigte Zwischenziele. So bleibt die Motivation nicht auf der Strecke.


Checkliste: Dein Weg zur Selbstmotivation!

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Selbstmotivation Checkliste

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