Gründe Plagiat
Hast du schon einmal ein Plagiat abgegeben? | Foto: Thinkstock/Tuned_In
Autorenbild

04. Jul 2014

UNICUM Onlineredaktion

Schreibwerkstatt

Folge 7: Plagiate und Kopien

Plagiate bei Hausarbeiten

Genaue Zahlen, wie viele Studierende sich mit fremden Text-Federn schmücken, gibt es allerdings nicht, wie Prof. Debora Weber-Wulff, Plagiatsforscherin an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, weiß: "Prinzipiell ist es nicht messbar, wie viel abgeschrieben wird. Man weiß nur, wie häufig Plagiate gefunden worden sind, nicht wie viele es gab. Die paar Studien, die man kennt, sind allerdings schon erschreckend."

Sie sieht vor allem vier Gründe fürs Abschreiben:

  • schlechtes Zeitmanagement
  • Notendruck
  • mangelnde Recherchefähigkeit
  • Unsicherheit in der Zitierweise

"Shake & Paste"

Manche Befragungen gehen durchaus davon aus, dass an die 50 Prozent der Studierenden schon einmal plagiiert haben. Ein Plagiat liegt übrigens auch vor, wenn man einen fremdsprachlichen Text übersetzt und ohne Quellenangabe verwendet. Oder bei einer ganz besonderen, durchaus beliebten Variante – dem, was Fachleute "Shake & Paste" nennt: Man nehme Teile aus vielen verschiedenen Quellen, schüttele kräftig – und fertig ist der Plagiats-Cocktail.

Kein Wunder, dass die Professorinnen und Professoren immer findiger werden, gerade den "Netz-Abschreibern" auf die Schliche zu kommen. Inzwischen gibt es dafür sogar spezielle Software. Doch oft reichen schon ein paar geschickte Stichworte bei einer Suchmaschine – und schon erscheint der als eigen verkaufte Text auf dem Bildschirm. Das Thema "Plagiate" ist inzwischen auch Bestandteil vieler Prüfungsordnungen. Dort sind zum Teil hohe Geldbußen oder sogar ein Rausschmiss verankert – für diejenigen, die erwischt werden, ist die Prüfung in jedem Fall versiebt.
 


Schreibwerkstatt

Artikel-Bewertung:

3.2 von 5 Sternen bei 162 Bewertungen.

Deine Meinung: