Mietpreise Studentenstädte
Immobilienseiten im Netz helfen bei der Wohnungssuche | Foto: Thinkstock/Nadia Bormotova
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12. Apr 2017

Sandra Ruppel

Wohnen

Studie: In diesen Städten sind Studentenwohnungen am teuersten

Studentenwohnungen: Die Preise steigen

Während IKEA vor einigen Jahren mit einer ziemlich erfolgreichen Werbekampagne fragte: "Wohnst du noch oder lebst du schon?" muss man aktuell wohl eher fragen: Suchst du noch oder bist du schon arm? Denn in Uni-Städten sind geeignete Wohnungen für Studierende schon seit Jahren echte Mangelware.

Dass die Mieten für die Studentenwohnungen, die vorhanden sind, außerdem auch noch immer teurer werden, zeigt nun eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Studentenwohnungen sind in München am teuersten

Für die Studie wurde der studentische Wohnungsmarkt in insgesamt 15 Uni-Städten ausgewertet. Untersucht wurden die Angebote, die von 2010 bis Ende 2016 auf den Plattformen Immobilienscout 24 und wg-gesucht.de eingestellt wurden und als Bleibe für Studierende tatsächlich in Frage kommen. Tausende von Inseraten wurden so über die letzten Jahre ausgewertet. Herausgekommen ist eine Rangliste, die von der Stadt angeführt wird, die ihren Ruf als enorm teure (Studenten-)Stadt schon seit Jahren verteidigt: München.

Für eine Studentenwohnung musste man in München Ende 2016 im Schnitt etwa 17 Euro pro Quadratmeter hinblättern, im Vergleich zum Jahr 2010 entspricht das einem Preisanstieg von 43 Prozent. Für eine 30 qm Wohnung in München muss man also in etwa von einer Kaltmiete von 510 Euro pro Monat ausgehen. Für Studierende ist das kaum zu stemmen.

Günstigste Städte für Studenten: Bochum und Leipzig

Besser geht es denen, die in Leipzig Miete zahlen müssen. Zusammen mit Bochum ist Leipzig laut der IW Studie die Stadt, in der Wohnungen für Studis am günstigsten sind. Im Schnitt liegen die Mieten in beiden Städten unter 6,50 Euro pro Quadratmeter. Den krassesten Preisanstieg gab es laut Studie in Berlin. Während 2010 der Preis pro Quadratmeter im Schnitt noch unter 6 Euro lag, muss man in Berlin inzwischen etwa 10 Euro pro Quadratmeter hinlegen.

Ursache der angestiegenen Mietpreise ist im Grunde überall der gleiche: Es werden einfach nicht genug neue Wohnungen nachgebaut. Vor allem an Zwei- und Drei- Zimmerwohnungen fehlt es laut Machern der Studie.

Einen Überblick über Mietpreise in deutschen Uni-Städten bekommst du in unserer Infografik:
 

 


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