Motivationsschreiben Studium
Mit einem guten Motivationsschreiben steigen Studienplatz-Chancen | Foto: Thinkstock/nemanjamiscevic
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24. Jun 2014

Martin Przegendza

Uni-Orga

Stolperfalle Motivationsschreiben

Tipps für eine gelungene Studienplatzbewerbung

Der formale Aufbau eines Motivationsschreibens

Ein Einser-Abischnitt – oder Bachelor-Abschluss – reicht immer seltener als Eintrittskarte ins anschließende Studium. Vielen Unis ist die Motivation duer Bewerber wichtiger als die Zahl hinter dem Komma der Abschlussnote. Neben deinen Zeugnissen und dem Lebenslauf verlangen sie auch ein Motivationsschreiben, um sich ein genaueres Bild machen zu können.

Die formalen Anforderungen unterscheiden sich zwar von Uni zu Uni, der grundsätzliche Aufbau bleibt aber immer gleich:

  • Es gilt, sich in Essay-Form in ein möglichst gutes Bild zu rücken.
  • Auf eineinhalb bis zwei Seiten solltest du kurz und prägnant darstellen, was du gelernt hast, warum du dich auf diesen Studienplatz bewirbst und was du dir mit dem Abschluss für die Zukunft versprichst.

Wie in jedem Anschreiben sollte das Schreiben stilistisch und grammatikalisch so perfekt wie möglich sein. Bandwurmsätze sind ebenso fehl am Platz wie Phrasen à la "Hiermit bewerbe ich mich...".

Der Einstieg

Aller Anfang ist schwer: Richte dein Motivationsschreiben direkt an deinen Ansprechpartner und versuch schon im ersten Satz klar zu machen, dass du diesen Studienplatz willst. Danach folgen deine biografischen Details: Wer verbirgt sich hinter deiner Person? Wo hast du was studiert?

Der Mittelteil

Auf diesem Teil sollte dein Hauptaugenmerk liegen. Du bist die/der Protagonist/in des Motivationsschreibens – nutz das aus! Führ lebendig aus, was dich für das Studium qualifiziert: Praktika, (eventuell) dein Bachelor-Abschluss, Auslandsaufenthalte. Welche Kenntnisse hast du allgemein erlangt und welche konkret in Bezug auf den Studienplatz?

Danach solltest du darlegen, warum du gerade diesen Studiengang an dieser Uni belegen möchtest. Formulier ruhig offensiv, weshalb du die richtige Person für diesen Platz bist. Eine Ausformulierung des Lebenslaufs sollte das Motivationsschreiben aber nicht werden. Viel wichtiger ist, deine Erwartungen und Perspektiven an den angestrebten Abschluss zu formulieren. Lobhudeleien solltest du vermeiden. Ehrlich, gut begründet, währt hier am längsten.

Zudem solltest du an dieser Stelle die Fragen der Uni beantworten, sofern welche gestellt wurden. Nicht zuletzt deswegen kommst du um eine gute Vorbereitung des Schreibens nicht herum. Da du deine persönliche Motivation darlegen sollst, verbietet es sich zudem, das Schreiben aus dem Internet zu kopieren. Ein, zwei persönliche Details über deinen Charakter und deine Hobbys lassen die Uni zusätzlich etwas über deine Persönlichkeit erfahren.

Der Schluss

Zum Schluss solltest du ein kurzes Fazit ziehen. Fass deine Motivation noch einmal in ein, zwei Sätzen zusammen und geh im Anschluss auf die nächsten Bewerbungsschritte ein (Einladung zum Vorstellungsgespräch, etc.). Schließ mit einer üblichen Grußformel ab und verweise im letzten Schritt auf die Anlagen.

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