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Ab nach Holland

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Warum nicht mal ganz andere akademische Wege beschreiten?

Die Niederlande locken mit 14 Unis und etlichen „Hogescholen“, die mit den hiesigen Fachhochschulen vergleichbar sind. Rund 12.000 deutsche Abiturienten haben bereits erkannt: „Studeren in Nederland is geweldig!“ Studieren, wo andere Urlaub machen (Teil 1): Die Niederlande


Das Abi hatte sie in der Tasche, aber was sie damit genau machen sollte, wusste Yvonne Macht im Sommer 2002 nicht. „Ich wollte auf jeden Fall in den therapeutischen Bereich und habe dann erstmal ein paar Praktika gemacht, um mich zu orientieren“, erzählt die 24-jährigige Wermelskirchenerin. Heilpädagogik und Ergotherapie, Sprach- und Physiotherapie lernte sie so kennen und entschied: Eine Ausbildung als Logopädin sollte es sein. In Deutschland muss man dazu eine (teure) Fachschule besuchen, und deshalb horchte Yvonne auf, als sie erfuhr, dass man Logopädie auch studieren kann – jenseits der Grenze, in Holland. „Obwohl ich kein Wort Niederländisch konnte, bin ich zu einem Tag der offenen Tür nach Heerlen gefahren“, berichtet Yvonne. An der dortigen Hogeschool Zuyd schaute sie sich um, sprach mit Studenten und ließ sich nicht zuletzt davon überzeugen, dass ein Bachelor-Abschluss mehr wert ist als eine deutsche Fachschul-Ausbildung und in ganz Europa anerkannt wird.

„Angefangen habe ich dann mit einem zweiwöchigen Crash-Kurs in Niederländisch“, erinnert sich Yvonne an ihren Studienbeginn im Sommer 2003. Zusammen mit einigen deutschen Kommilitoninnen wohnte sie in Aachen und pendelte von dort jeden Tag zum Studium über die Grenze nach Heerlen: „Die ersten drei Monate waren am härtesten, da haben wir immer bis spät nachts zusammen gesessen und die Texte ins Deutsche übersetzt, um überhaupt zu verstehen, worum es ging.“ Dann aber wurde es deutlich besser, „die Sprache fiel mir leichter, und es ging spürbar aufwärts: eine neue Stadt, neue Freunde, ein neues Leben – das war toll!“ Geholfen hat ihr dabei unter anderem „De kleine prins“, den sie als deutsches Kinderbuch schon kannte. Nach einem halben Jahr hatten Yvonne und ihre Kommilitoninnen dann das offizielle Niederländisch-Diplom „NT 2“ in der Tasche und damit den Beweis, dass sie die fremde Sprache lesen, hören, schreiben und sprechen können – für ein erfolgreiches Studium im Nachbarland eine unabdingbare Voraussetzung.


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