102mal musste Samu Haber, der Sänger der finnischen Band Sunrise Avenue bei Produzenten vorsprechen, um einen Plattenvertrag zu bekommen. Mittlerweile ist die Combo groß im Geschäft. UNICUM traf Samu Haber und Gitarrist Riku Rajamaa zum Interview.
Man liest überall die Geschichte von einem eurer Fans, der zu Beginn eurer Karriere sein Haus verkauft hat, um den Erlös in euch zu investieren. In welche Band würdet ihr heute euer Geld stecken und das Haus verkaufen?
Samu: Wenn ich heute mein Haus verkaufen würde, dann würde das Geld an eine Bank gehen. Ich hoffe, die haben eine Band. Also, wir sind die einzige Gruppe neben The Rasmus, Him und Nightwish. Nein, Scherz. Wir helfen in der Tat vielen anderen jungen Bands. Riku spielt mit anderen jungen Bands. Genauso wie unser Schlagzeuger (Sami Osala, d. Red.). Wenn sie beispielsweise Unterstützung beim Songschreiben oder bei anderen Projekten benötigen, helfen wir gerne weiter, allerdings mehr mit Tatkraft denn mit Geld. Auf unserer zweiten Tour durch Deutschland im März 2007 hatten wir beispielsweise eine finnische Gruppe als Vorband, die in Finnland sehr bekannt und erfolgreich sind: die Poets of the Fall. Die machen wirklich gute Musik und wir versuchen, ihnen ein bisschen dabei zu helfen, bekannter in Europa zu werden.
Eure Songs werden europaweit gespielt. In Finnland seid ihr mittlerweile Superstars. Hattet ihr euch das Leben als Star so vorgestellt, wie ihr es nun führt? Habt ihr vielleicht schon als Kind einmal daran gedacht, wie es sein würde, ein Star zu sein?
Samu: Es ist so lange her, dass ich ein Kind war (lacht). Ich glaube, dass man sich das gar nicht vorstellen kann. Man denkt zwar an die Konzertbühnen und all das, aber mehr nicht. Aber eigentlich ist es viel einfacher als ich dachte. Man macht einfach sein Ding, reist viel herum, gibt Konzerte und Interviews. Man muss kein Weltraumforscher sein, um das tun zu können. Aber man sollte vor sieben Uhr morgens im Bett sein (das ist den Jungs von Sunrise Avenue an diesem Tag nicht gelungen, nach einem Konzert in Moskau haben sie etwas länger gefeiert, d.Red.). Daran arbeiten wir noch. Da gibt es kleine Fehler, die wir hin und wieder machen.