Uni-Kaffeetassen im Test
Sie begleitet uns das ganze Studium. Doch ihre Bewertung fehlt in jedem Hochschul-Ranking: die Uni-Kaffeetasse. UNICUM hat diese Lücke nun geschlossen. Auf der Suche nach Deutschlands bestem Uni-Becher gab es aufwendige Versuche und jede Menge Scherben. Am Ende hatte die Tasse der RWTH Aachen den Henkel vorn.
Wir haben die Tassen, die in kaum einem Uni-Shop fehlen, einmal genau unter die Lupe genommen. Dabei hatten wir nicht alle Tassen im Schrank, aber die von 14 großen Unis, von Bremen bis München. Bochumer Studenten aus Natur- und Ingenieurwissenschaft unterstützten uns bei den zum Teil aufwändigen Tests. Wir haben die Becher befüllt, vermessen, an ihnen gezogen, sie rutschen und fallen lassen und ihnen am Schluss auch noch kräftig eingeheizt. Herausgekommen ist eine Rangliste in den Kategorien Material, Design und Alltagstauglichkeit. In der Endwertung siegte die Tasse der RWTH Aachen, die in allen Kategorien unter die Top 5 kam, vor den Tassen der Uni Hannover und Leipzig.
Material: Der Lack ist ab
Alle Henkel konnte man auch bei Flüssigkeiten von 100 Grad Celsius gut anfassen, auch wenn sich die Becherwand bis auf 70 Grad erhitzte. „Die Isolierung war bei allen Tassen gut, egal ob dicker oder dünner Rand, Wärmeverluste gab es nur über die Luft“, so das Urteil von Tassentester Tillmann Frinken, im richtigen Leben Physik- Student. Für unsere Tests ebenfalls wichtig: Das Verhältnis von Gewicht zu Volumen. Entscheidend ist nicht die Größe, sondern was reinpasst. Hier überzeugten die Tassen der Unis Hannover, München und Heidelberg. In puncto Kratzfestigkeit gab es ebenfalls größere Unterschiede. Bei manchen Tassen war zwar das Uni-Logo nach dem Kontakt mit der Schleifmaschine nicht mehr erkennbar, der Lack aber noch lange nicht ab. Hier überzeugten die Tassen der FU Berlin, der TU Dresden und der Unis Heidelberg und Leipzig. Beim Test an der Zugmaschine gab es große Überraschungen. Die als exzellent ausgezeichnete RWTH Aachen glänzte auch mit kräftigen Henkeln. Erst bei 1.100 Newton, das entspricht 110 Kilogramm, die an der Tasse zogen, riss der Henkel. Ein fan-Tass-tischer Wert, wie auch der 25-jährige Maschinenbaustudent Andreas Nickel anerkennt: „Ich hätte nicht gedacht, dass eine Tasse so lange durchhält.“
Design: Siehe Becherboden
Was nutzt das beste Material, wenn das Design nicht tageslichttauglich ist. Bei unseren Testtassen war alles dabei: vom schlichten Uni-Logo bis zu Sinnsprüchen a la „(C)up TU Date“ der TU Dresden. Und es lohnte sich ein Blick über den Tassenrand, denn auch innen, auf dem Henkel oder sogar dem Becherboden gab es findiges Design zu bestaunen. Unsere Tester überzeugten besonders die Becher aus München und Köln, beides Modelle in Rosa, jedoch auch in anderen Farben erhältlich. Tassentechnisch besonders beliebt ist „dunkelblau“, gleich mit vier Tassen im Test vertreten. Einziger Nachteil: Über die gut sichtbaren Fingerabdrücke freuen sich nur die Datensammler.
Alltagsqualität: Rutschfest
Was der Kaffeepott wirklich drauf hat, beweist sich im Alltag. Durch den Henkel des Aachener Bechers passten vier Finger – perfekter Halt, Spitzenplatz. Oft stehen Tassen da, wo sie nicht hingehören, zum Beispiel auf wackeligen Bücherstapeln. Deshalb ist Rutschfestigkeit gefragt. Leipzig und Hannover gerieten auf unserem schrägen Versuchstisch schnell in Bewegung. Berlin und Aachen überstanden 17 Grad Neigungswinkel auf einer Holzoberfläche. Der Becher aus Heidelberg kam zwar schneller ins Rutschen, erwies sich aber als absolut schreibtischtauglich mit einem Rekord-Fassungsvermögen von 66 Stiften. Zum Schluss eine gute Nachricht für Grobmotoriker: Alle Tassen überlebten einen Sturz aus 50 cm Höhe unbeschadet.
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Material |
Alltagstauglichkeit |
Design |
Gesamtwertung |
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1. Hannover |
1. Cottbus |
1. Köln |
1. Aachen |
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2. Leipzig |
2. Dresden |
2. München |
2. Hannover |
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3. Aachen |
3. Bremen |
3. Aachen |
3. Leipzig |
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4. Duisburg-Essen |
3. Berlin |
4. Hannover |
4. Heidelberg |
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5. Heidelberg |
5. Aachen |
5. Erlangen-Nürnberg |
5. München |
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6. Dresden |
6. Heidelberg |
6. Heidelberg |
6. Berlin |
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7. Stuttgart |
7. Stuttgart |
6. Leipzig |
7. Dresden |
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8. München |
8. Leipzig |
6. Münster |
8. Cottbus |
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9. Berlin |
9. Erlangen-Nürnberg |
9. Berlin |
9. Bremen |
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10. Münster |
10. Hannover |
9. Bremen |
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11. Köln |
10. München |
9. Duisburg-Essen |
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12. Cottbus |
12. Münster |
12. Cottbus |
9. Köln |
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13. Erlangen-Nürnberg |
13. Duisburg-Essen |
13. Dresden |
13. Münster |
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14. Bremen |
14. Köln |
13. Stuttgart |
13. Stuttgart |
Hier geht`s zu den kompletten Rankings
Eine Bildergalerie vom Test gibt es hier zu sehen
Hier gibt es alle Tassen in der Einzelansicht
Die Tester
Die UNICUM Redaktion sowie die Diplomdesigner Daniel Nobis und Jana Ludwig bewerteten die Gestaltung der Kaffeetassen. Daneben waren für uns Studenten aus zwei Fachbereichen der Ruhr-Universität Bochum als Tester im Einsatz: Studierende der Fachschaft Maschinenbau untersuchten am Lehrstuhl für Werkstofftechnik die Belastbarkeit der Tassen (Foto). Und auch im naturwissenschaftlichen Trakt der Uni gab es heiße Testversuche. Tillmann Frinken, Daniel Petrasch und Sophie Piloth von der Fachschaft Physik und Astronomie sowie das Azubi-Team um Dr. Dirk Meyer untersuchten u.a. die Isolierung der Tassen.






