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Wo organisiert den Weltjugendtag?

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Wie Studenten das Event mitgestalten

Rund eine Million junger Menschen werden zum Weltjugendtag in Köln erwartet. Kein Wunder, dass da jede Menge helfender Hände im Vorfeld gebraucht werden. Auch viele Studierende engagieren sich.


Wir sind

Dass einige Katholische Hochschulgemeinden (KHG) beim Weltjugendtag dabei sind, ist Ehrensache. Das Hauptprojekt der Kölner: ein studentisches Begegnungszentrum mit viel Programm. Eva Sand, Studentin des Bibliothekswesens an der FH Köln, ist seit Herbst 2003 im Kernteam, das die Aktion plant. Die 24-Jährige, die auch den Katholikentag mit vorbereitet hat, betreut das Management der Helfer aus den verschiedenen KHGs, die beim Weltjugendtag vor Ort sein werden. Da heißt es: Einsatzpläne erstellen, Kennenlerntermine organisieren und an den Sitzungen der KHG teilnehmen. Rund 60 Freiwillige sind allein aus der KHG Köln mit von der Partie, damit das Begegnungszentrum „fluppt“. So wird es neben Musikveranstaltungen und einer Fotoausstellung ein World Café geben, in dem in Ruhe diskutiert werden kann; in einer Kirche sind religiöse Veranstaltungen geplant. „Ich bin schon ein wenig kribbelig, weil man nie weiß, wie viele Studierende zu den einzelnen Veranstaltungen kommen werden“, sagt Eva Sand. „Doch es macht mir viel Spaß.“ www.khgkoeln.de

gekommen,

Christine Gold hat gerade ihr erstes Staatsexamen in Sonderpädagogik in der Tasche. Jetzt hat sie ein Freiwilliges Soziales Jahr im Weltjugendtagsbüro eingeschoben – bei der Behindertenbeauftragten. „Das ermöglicht mir, mein theoretisches Wissen praktisch anzuwenden“, so die 24-jährige Heidelbergerin. Zusammen mit rund 150 Freiwilligen aus 30 verschiedenen Ländern der ganzen Welt sowie den Festangestellten plant sie den Weltjugendtag in Köln. Bei einem solchen Riesen-Event gibt es eine Menge zu organisieren. Ihr Arbeitsfeld: die Veranstaltung so barrierefrei wie möglich zu gestalten. So benötigen zum Beispiel gehörlose Gäste Gebärdendolmetscher, Rollstuhlfahrer müssen sich ohne Hindernisse auf dem Gelände und in den Unterkünften bewegen können. Christine Gold ist schon lange kirchlich engagiert. Nachdem sie als Besucherin auf dem Weltjugendtag in Rom war, ist es für sie nun eine interessante Erfahrung, hinter die Kulissen zu schauen und das Projekt mit zu stemmen. Da machen sich Spannung, aber auch Vorfreude breit. www.wjt2005.de

 

um ihn

Für die politische Dimension des Weltjugendtages ist unter anderem der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zuständig: Die Bundesstelle plant mit Misereor und Justitia et Pax das „International Youth Hearing for Justice and Peace“ – ein Hearing mit 300 Personen, unter anderem zu Bildung/Arbeit, Frieden, Schöpfung/Ökologie. Markus Peters, der in Bonn Politikwissenschaft studiert, betreut das Projekt auf Honorarbasis – andere Freiwillige, ebenfalls Studierende, sind für die Foren im Internet zuständig. „Die Weltjugendtagsvorbereitungen sind ein gutes Praxisfeld für mich“, sagt der 29-Jährige, der auch Stadtvorsitzender des BDKJ Köln ist. Engagement gehört für ihn, der sich schmunzelnd als „katholisch sozialisiert“ bezeichnet, einfach dazu. So hat er neben der Honorartätigkeit noch mehrere ehrenamtliche Jobs: Er hat zum Beispiel die Transportlogistik des Weltjugendtagskreuzes übernommen und bastelt am „Cologne Insider“ – einem Internetangebot des BDKJ Köln zum Weltjugendtag. Es schreiben Jugendliche aus Köln über Köln, und zwar mehrsprachig – für Jugendliche aus aller Welt. Auch da war viel Planung, Pressearbeit und Organisation nötig. www.bdkj.de, www.youthhearing.org

anzubeten

Er hat schon eine „echte Kolping-Karriere“ hinter sich: Matthias Wirth ist seit zehn Jahren Mitglied bei Kolping, seit acht Jahren ist er in der Jugendarbeit aktiv. Und vor zwei Jahren begann seine ehrenamtliche Arbeit auf Bundesebene – der 24-Jährige sitzt für die Kolping-Jugend im Hauptausschuss des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Da war es für ihn selbstverständlich, sich auch in Sachen Weltjugendtag einzubringen. In vielen Ortsgruppen der Kolping-Jugend dreht sich derzeit alles um das Großereignis. Zum einen nimmt Matthias Wirth am Hearing des BDKJ teil. Um richtig vorbereitet zu sein, war er dafür im Vorfeld bei einem Wochenendseminar. Zum anderen betreut er die Aktionsmeile der Kolping-Jugend als freiwilliger Helfer. Dort wird einiges geboten: das internationale Kolping-Festival mit Bühnenprogramm, eine Chill-Out-Zone, Workshops, ein Internet-Café und vieles mehr. Der Student des Wirtschaftsingenieurwesens aus Clausthal-Zellerfeld wird dort bei der Organisation mitwirken, vielleicht auch Standbetreuung machen oder beim Bühnenumbau helfen. „Mein Wunsch ist es, mitgestalten zu können“, sagt er. www.kolping-wjt.de


Andrea Behnke
UNICUM, August 2005




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