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Wie man als Stewardess sein Studium finanziert

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Oberstes Gebot: Immer freundlich bleiben

Christinas Wecker kennt keine Gnade. Während viele ihrer Freunde noch schlummern oder den letzten Absacker auf einer Party trinken, beginnt für Christina ein neuer Tag über den Wolken. Die 25-jährige Germanistikstudentin arbeitet als Flugbegleiterin.

4:30 Uhr

Draußen ist es noch dunkel, als Christina ihre Uniform mit den Goldknöpfen anzieht. Seit über zwei Jahren arbeitet die Bochumer Studentin, die kurz vor dem Bachelor steht, als Flugbegleiterin bei der LTU. Zunächst war Christina nur am Wochenende unterwegs. Nun jettet sie auch in der Woche um die Welt. Job und Studium lassen sich besser verbinden, als man annehmen würde: Die Dozenten wissen, dass Christina fl iegt und die LTUCrewplanung nimmt Rücksicht auf Klausurtermine.

5:30 Uhr
Nach einem Kurzfrühstück saust Christina nach Düsseldorf. Pünktlichkeit ist wichtig. "Wenn die Crew zur vereinbarten Zeit nicht vollzählig angetreten ist, bleibt der Flieger am Boden. Das diszipliniert“, erklärt Christina. Heute geht es nach Rom und zurück. Zum Mittagessen ist sie schon wieder mit Kommilitonen in Bochum verabredet, anschließend
steht eine Literaturrecherche in der Bibliothek an.

6:20 Uhr
Christina erreicht das LTU-Zentrum. Mit dem Crewbus geht es übers Rollfeld zu ihrem Arbeitsplatz – einem Airbus A 320. Als Christina die Treppe zum Flugzeug hinaufsteigt,haben Techniker das Flugzeug fertig betankt, die Galleys, das sind die kleinen Wagen mit Essen und Getränken, stehen an ihrem Platz und die letzten Gepäckstücke verschwinden im Flugzeugbauch. Heute kümmert sich Christina mit ihrer Kollegin Marion um die Passagiere im hinteren Teil des Fliegers. Marion fliegt Vollzeit. Es sind vor allem die flexiblen Arbeitszeitmodelle, die den Job als Flugbegleiter attraktiv machen. So gibt es Mitarbeiter, die nur wenige Monate im Jahr fliegen und den Rest frei haben. Bei Studenten ist die Arbeit am Wochenende oder die 50 Prozent-Stelle am beliebtesten. „Unter meinen Kollegen gibt es viele Kommilitonen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen“, erzählt Christina, während sie die Vorräte überprüft. Die Stimmung an Bord ist gut. Aber nicht immer sind alle Passagiere relaxt. Manche stehen unter Zeitdruck, haben vielleicht Flugangst oder sind überempfindlich. „Einmal hat mich ein Mann völlig hysterisch angebrüllt, weil er nicht neben seiner Frau sitzen konnte. Er kam zu spät und viele Sitzplätze waren schon vergeben“, erzählt Christina. In Stresssituationen wie diesen kommt ihre gut trainierte Verhaltenstechnik aus Deeskalation, Diplomatie und selbstbewusstem Auftreten zum Einsatz. Probleme lösen, Konflikte managen, Serviceleistungen erbringen, noch dazu oft in einer Fremdsprache – wertvolle Fähigkeiten fürs spätere Berufsleben.


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