Leute, es geht doch da nur um die immer wieder neu erzählte Mär vom "Idealgewicht", basierend auf einem wissenschaftlich dubiosen sogenannten Body Mass Index (*), demzufolge Arnold Schwarzenegger oder Brad Pitt die reinsten Fettklöpse sein müßten (die liegen nämlich weit über einem BMI von 25)!
Diese sogennannte "Studie", die da unlängst durch die Medien geisterte und alle erschreckte ("Deutsche sind die dicksten Europäer!"), war doch methodisch ein völliger Geisterfahrer, wie nicht nur kurz darauf das Robert Koch-Institut festgestellt, sondern wie auch der bekannte Ernährungswissenschaftler Udo Pollmer gegenüber der FAZ erläutert hat:
http://www.faz.net/s/Rub268AB6480153...~Scontent.htmlDas war keine internationale Studie, das waren zwei Blätter einer Organisation, die nach Angaben des British Medical Journal von der Pharmaindustrie, den Herstellern von Appetitzüglern, gesponsert wird. Die Zahlen sind wertlos, sie stammen aus den unterschiedlichsten Quellen, sie sind nicht altersstandardisiert und wurden mit unterschiedlichen Methoden erhoben. Die „Studie“ hat nicht einmal Autoren. Aber die Schlagzeilen waren aufsehenerregend.
Leute, hört in Gottes Namen endlich auf, euren CO2-Verbrauch und eure Kalorien zu zählen! Ihr seid nicht zu "dick", ihr seid gerade so, wie ihr im Augenblick sein möchtet! Und von eurem Weg sollte euch weder die Süßwaren- noch die Schlankheits-Industrie abbringen. Die wollen alle nur euer Geld! Wenn ihr Lust habt auf Schokolade, eßt Schokolade. Wenn ihr Lust habt auf Gemüse, eßt Gemüse. Tut, worauf ihr Lust habt. Und laßt euch von niemandem was einreden. Denkt: Jeder, der vorgibt, euer Bestes zu wollen, will in Wirklichkeit nur euer Geld! Warum solltet ihr es ihm geben, dafür daß er euch erzählt, was ihr selber wißt?
(*) Dabei wird das Körpergewicht in kg durch das Quadrat der Körperlänge in Metern geteilt. Beispiel: 90 kg, 1,90 Meter; daraus folgt: 90 geteilt durch das Quadrat von 1,9 (=3,61) ist gleich ca. 24,93. Also noch knapp unter der Fett-Grenze. Sagt jedenfalls die WHO.
Ergebnis 1 bis 5 von 83
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19-06-2007 14:59 #1
Moderator
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- 110
Jeder zweite Deutsche zu dick
Vom Bundesgesundheitsministeriums wurde vor kurzem erst wieder verkündet, dass fast die Hälfte aller Deutschen zu dick ist.
Nur Panikmache oder seht ihr das wirklich als ernstes Problem an, dass vor allem Kinder häufig an Übergewicht leiden. Was muss eurer Meinung nach zur Aufklärung getan werden? Wer trägt die Verantwortung?
Postet eure Meinung
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20-06-2007 04:57 #2
Nicht schon wieder...!
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20-06-2007 08:01 #3
"Doktorand" (150-299 Beiträge)
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- Beiträge
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20-06-2007 09:33 #4
Ich denke schon, dass es gerade bei Kindern bedenklich ist, wenn sie stark übergewichtig sind. Denn hier tragen ja die Eltern die "Schuld". Natürlich soll man nicht sein Leben lang Kalorien zählen, aber das Problem ist das ungesunde Essen und eine ungesunde Lebensweise, was man auf jeden Fall beeinflussen kann. Und da müssen die Eltern als Vorbild agieren und den Kindern eine gesunde Essens- und Lebensweise vorleben. Leider funktioniert das aber nicht, da auch viele Eltern dem ungesunden Essen verfallen sind.
Natürlich soll man das Essen, worauf man Lust hat und sich nichts verkneifen, sowas ist natürlich albern. Aber man sollte auch auf den eigenen Körper achten und mal genau gucken, was ihm gut tut und wie er sich wohlfühlt.
Gesundes Essen ist ja keine Diät, sondern einfach eine ausgewogene Zusammenstellung der Nahrung, die man täglich zu sich nimmt. Und die Entwicklung eines Kindes hängt eben auch mit der Nahrung zusammen, die es zu sich nimmt.
Hinzu kommt der Bewegungsmangel, der bei vielen Kindern herrscht. Oft wird aus Langeweile gegessen oder als Begleiterscheinung beim Fernsehen/Computerspielen. Zumal diese Tätigkeiten die Kalorien, die das Kind zu sich nimmt, nicht mal annähernd verbrennen. Kinder müssen sich meiner Meinung nach austoben können, Zeit an der frischen Luft verbringen und ausreichend Spielmöglichkeiten fernab von TV und Computer haben.
Und man braucht hier nicht die Schuld auf die Gesellschaft schieben, das Problem liegt bei den Eltern, die eben für das Wohl ihrer Kinder zuständig sind.
Eine Steuer auf Süßigkeiten setzen ist jedoch keine Lösung.Geändert von Platy84 (20-06-2007 um 09:41 Uhr)
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20-06-2007 09:59 #5
Na, ich denke, da muss man genau schauen, was denn am Computer gemacht wird: Wer stundenlang zockt, trainiert zwar nachweisbar Hand-Auge-Koordination und das räumliche Vorstellungsvermögen aber sonst auch nix.
Ich würde allerdings davor zurückschrecken, den angehenden Nachwuchsprogrammierer gewaltsam vom Rechner wegzuzerren, auf dass er sich draußen mit anderen Schülern (die ihn womöglich nicht mögen) an irgendwelch Sportarten erfreue (die ihn womöglich nicht interessieren): Das Gehirn ist ein recht potenter Sauer- und Nährstoffverbraucher, so dass bei anspruchsvoller(!) geistiger Tätigkeit die Pfunde nur so purzeln. Ich bringe an dieser Stelle gerne das Beispiel eines Kollegen von mir, der - als passionierter Schachspieler - auf jedem Turnier mehrere Kilo abnimmt. Zusammen mit der Feststellung, dass Deutschland zwar den Superstar sucht, aber den Softwareingenieur braucht, ist der gesamtgesellschaftlich Schaden, den man setzt, wenn man die Kinder zur ausschließlich körperlichen Ertüchtigung vor die Tür expediert, womöglich größer als der durch die fehlende Bewegung verursachte.
Und machen wir uns nichts vor: Was tun denn die Kinder heutzutage (heutzutage? War es denn früher wirklich so anders?) am liebsten?
Abchillen.
Und das verbraucht weder drinnen noch draußen irgendwelche Kalorien."Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung."
(Jean-Jacques Rousseau)
"Science flies you to the moon.
Religion flies you into buildings."
(Victor Stenger)
Am Ende wird alles gut.
Und falls nicht, ist es nicht das Ende.
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