Ich glaube, die Quote ist vielleicht 60/40 (Männer zu Frauen). So mein subjektiver Eindruck. Für ABs gibt es ja auch entsprechende Foren (bin nun mal selbst noch ohne Beziehungserfahrung), und wenn man sich da die Userzahlen ansieht, würde ich sagen, dass es schon ein paar mehr Männer gibt als Frauen, aber nicht dass es signifikant weniger Frauen wären, die in AB-Foren aktiv sind (also nix mit Männerüberschuss).
Was die Ursachen angeht, habe ich von weiblichen ABs schon öfters gelesen, dass hier vor allem das Problem besteht, sich nicht verlieben zu können, jemanden zu vertrauen, Nähe zuzulassen, während bei Männern mangelndes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl dominieren. Aber letztlich bin ich überzeugt, dass die Gründe geschlechterübergreifend bei jedem AB, ob männlich oder weiblich, individuell zu suchen sind.
Grüße, HumanTouch.
Thema: Absolute Beginner
Ergebnis 21 bis 25 von 116
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08-02-2009 09:36 #21
Eine ziemliche Gleichgültigkeit ist mir in der Gesellschaft auch schon aufgefallen. Früher hatte ich in diesen Foren Rat gesucht, was ich daran ändern kann. Um Andere direkt zu fragen war/ist die Schamschwelle zu hoch, also geht man dahin wo eine gewisse Anonymität gewahrt ist. Die meisten Teilnehmer sind ja auch ehrlich bemüht zu helfen und ich kann auch gut verstehen, wenn manche von ihnen sich irgendwann genervt abwenden. Im Nachhinein frage ich mich aber auch: Könnte ich denn jemandem wirklich helfen bei einem Problem, das mir so fremd ist wie die Rückseite des Mondes? Mittlerweile bin ich der Meinung: Therapeuten können besser helfen. (Zumindest können sie helfen, damit klarzukommen.)
Der Rat, locker zu sein oder unter die Leute zu gehen, ist gut gemeint und trifft auf normal gestrickte Leute zu. (Wobei mir noch immer ein Rätsel ist, wie man auf Kommando ein Gefühl hat: Locker, traurig, fröhlich, zornig zu sein.)
Irgendwann im Laufe der Therapie kam ich eben drauf: Es liegt nicht daran, daß ich was falsch mache, sondern daß ich mich selber falsch sehe. Sollte ich irgendwann dann mal davon überzeugt sein, daß auch ich gut genug für Frauen bin, wird das mit dem Locker sein ganz von selbst kommen. Aber da können tausend AB-Foren nichts helfen.
Die Ratschläge in AB-Foren sind von Leuten, die davon selbst nicht betroffen sind. Man kann nicht den Rat befolgen, locker zu sein, wenn man von sich selbst das Gefühl hat, Scheiße zu sein oder glaubt, nur ein Hirsch könnte eine Frau zum Höhepunkt bringen. Natürlich kann auch ein Solcher unter die Leute. Und dann? Dann ist er unter den Leuten. Geht er auf Frauen zu? Im Leben nicht! Dann kann es sogar vorkommen, daß eine Frau sich für ihn interessiert und sogar selbst die Initiative ergreift. Das kam bei mir in den lezten fünfzehn Jahren vier mal vor! Einmal, so glaube ich im Nachhinein, hätten wir sogar zusammen gepaßt. Nur, wenn das Selbstbewußtsein im Keller ist, kann man sich einer Frau einfach nicht öffnen. Es läuft einfach nicht. Da kann man tausend mal unter die Leute.
Ein Nutzen bleibt aber, in AB-Foren zu verkehren: Es hilft emotional schon mal, zu sehen, daß man nicht der Einzige ist, der dieses Problem hat. Wenn auch nur emotional.
Das "Gejammer" ist übrigens ein Ausdruck von Verzweiflung und Ratlosigkeit.
AnonGeändert von Anon (08-02-2009 um 09:47 Uhr)
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08-02-2009 21:29 #22
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09-02-2009 07:22 #23Typ XXI Gast
Ich kann mich nicht erinnern, dass hier schon mal eine Frau niedergebrüllt wurde, obwohl wir nur von einigen wenigen tatsächlich wissen, wie sie aussehen.
Aussuchen kann frau sich vielleicht, welcher Mann gleich mit ihr ins Bett steigt. Einen Mann aber, der für sie sorgt, mit ihr eine Familie gründen, Kinder großziehen und mit ihr alt werden will, den muss sie genau so umständlich suchen, und ebenso viele Fehlschläge einkalkulieren wie die Männer auch.
Da ist nicht nur das Aussehen wichtig, sondern die vielbeschworenen "inneren Werte".
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09-02-2009 13:41 #24
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
- Registriert seit
- 25.07.2003
- Beiträge
- 5.278
Das will ich sehen.
Mich muss keiner für meine Theorie huldigen. Sie ist einfach. Dafür genügt sie Ockhams Rasiermesser.
Männer können sich einen Verzicht auf Partnerschaft eher leisten. Sie sind daher eher bereit, fruchtlose Bemühungen um eine Partnerin einzustellen.
Warum?
1.) Für die sexuellen Bedürfnisse gibt´s Puff und Pornos.
2.) Männer kennen keine Torschlusspanik. Sie sind (theoretisch) bis ins hohe Alter zeugungsfähig.
3.) Der soziale Druck der Umgebung (Familie, Freunde, Kollegen) auf alleinstehende Männer doch nun endlich eine Frau zu finden, zu heiraten, Kinder zu bekommen usw. ist deutlich geringer als auf Frauen in der gleichen Situation.
4.) Männer werden zur Selbständigkeit erzogen. (Pubertätsargument) Irgendwann eignen sie sich eben die hauswirtschaftlichen Fähigkeiten an, statt auf eine Partnerin zu warten, die dann auch nicht kochen kann.Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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09-02-2009 14:12 #25
"Dekan" (1500-2999 Beiträge)
- Registriert seit
- 26.10.2003
- Beiträge
- 1.511
OK, damit hast Du Gründe geliefert, warum freiwillige bzw. mit dem Status zufriedene ABs häufiger männlich sein könnten.
Um diesen Personenkreis geht es aber doch gar nicht. Wir reden hier doch eher von den ABs, die probieren und machen und tun und ne Menge dafür geben würden, ihren AB-Status loszuwerden. Also von denen, die sich bislang fruchtlos bemüht und dies auch noch nicht eingestellt haben.
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